24. Februar 2021 / 20:59 Uhr

Dynamo Dresden kommt gegen Bayern Münchens Reserve nur zu einem 1:1

Dynamo Dresden kommt gegen Bayern Münchens Reserve nur zu einem 1:1

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
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Kein Sieger im Nachholspiel: Dynamo Dresden und Bayern München II trennen sich 1:1. © dpa
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Am Ende noch einmal angerannt, aber nur einen Punkt ergattert: Gegen den amtierenden Drittliga-Meister Bayern München II kommt Dynamo Dresden nicht über ein 1:1 hinaus.

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Dresden. Dynamo Dresden hat am Mittwochabend im Drittliga-Nachholspiel gegen Bayern München II einen kleinen Dämpfer im Aufstiegskampf erhalten. Die Schwarz-Gelben kamen nur zu einem 1:1-Unentschieden (1:0), blieben aber zum vierten Mal in Folge ungeschlagen. Christoph Daferner schoss die SGD in Front (9.), Maximilian Welzmüller glich mit einem direkten Freistoß aus (67.).

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Toptorschütze Daferner

Kapitän Sebastian Mai saß zunächst auf der Bank. Trainer Markus Kauczinski vertraute der zuletzt eingespielten Dreierkette mit Leroy Kwadwo, Tim Knipping und Kevin Ehlers. Vier Tage nach dem 2:0-Auswärtsieg beim FSV Zwickau nahm der 51-Jährige zwei Änderungen in der Startelf vor, brachte Kreuzer und Hosiner, Königsdörffer und Sohm saßen vorerst ebenfalls auf der Bank.

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Dynamo Dresden trennt sich am Mittwochabend 1:1 von Bayern München II. Das Tor für die Dresdner erzielte Christoph Daferner. Zur Galerie
Dynamo Dresden trennt sich am Mittwochabend 1:1 von Bayern München II. Das Tor für die Dresdner erzielte Christoph Daferner. ©

Dynamo erwischte einen Einstand nach Maß – und war wieder per Standard erfolgreich. Paul Will zog gegen seinen Ex-Club einen Eckball auf den zweiten Pfosten und fand dort Christoph Daferner, der unbedrängt nach acht Minuten zur frühen 1:0-Führung für die Hausherren einköpfte. Die erste Torchance der Partie saß gleich. Und Daferner schwang sich mit seinem neunten Saisontreffer zum teaminternen Toptorschützen auf.

Mit einer Führung in die Kabine

Dennoch mussten die Schwarz-Gelben gegen die spielstarken Bayern-Bubis hinten hellwach sein. Schon in der 5. Minute hatte Niklas Kreuzer bei einem gegnerischen Konter Dennis Waidner wenige Meter vorm Strafraum gerade noch abgefangen. Und in der 11. Minute hatte die Sportgemeinschaft großes Glück, als Kevin Ehlers nach Ecke in einen Kopfball von FCB-Kapitän Nicolas Feldhahn grätschte – aus kürzester Distanz landete der Ball aber genau beim überraschten Schlussmann Kevin Broll. Stark auch Leroy Kwadwos Rettungsaktion, der den durchmarschierten Dimitri Oberlin am Fünfmeterraum im allerletzten Moment noch beim Schuss zur Ecke blockte (17.).

Die technisch starken Münchner kamen ansonsten jedoch kaum vors Dresdner Gehäuse. Auch wenn die Schwarz-Gelben am Drücker waren, erspielten sie sich selbst ebenfalls kaum echte Torchancen. Zumindest nah dran am Kasten von Lukas Schneller waren sie bei einem schnellen Angriff, als Mörschel einen Broll-Abschlag genau in den Lauf von Hosiner köpfte. Der schickte Niklas Kreuzer mit schönem Pass durch die Gasse, doch dessen scharfe Hereingabe erreichte Daferner nicht ganz – Stanisic und Schneller klärten (40.). Mit dem knappen Vorsprung ging es in die Pause.

Ehlers-Tor zählt nicht

Gäste-Trainer Holger Seitz schien nicht zufrieden mit der Offensivleistung seiner Elf und wechselte zur Halbzeit zweimal, brachte Scott und Jastremski für Zaiser und Sieb (46.). In einer kleinen Druckphase brachten die Gäste aber wenig zu Stande. Dafür musste Schneller hinten gegen Kade (56.) und Mörschel (60.) zupacken. Das Sturmduo Daferner und Hosiner hatte nach 63 Minuten Feierabend, Pascal Sohm und Ransford Königsdörffer kamen positionsgetreu in die Partie.

DURCHKLICKEN: Stimmen zum Spiel gegen Bayern II

Holger Seitz (Trainer FC Bayern München II): Am Ende haben wir ein leistungsgerechtes Unentschieden gesehen. Wir mussten uns erst mal reinfinden. Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser sind wir in Tritt gekommen. Wir hatten sehr gute Szenen. Vielleicht hätten wir noch mehr Torchancen rausspielen können. Wir sind dem 0:1 hinterhergelaufen, machen dann den Ausgleich. Wir brauchen aber nicht zu verhehlen, dass wir das Spiel auch nach der Großchance mit dem Außenpfossten hätten verlieren können. Zur Galerie
Holger Seitz (Trainer FC Bayern München II): "Am Ende haben wir ein leistungsgerechtes Unentschieden gesehen. Wir mussten uns erst mal reinfinden. Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser sind wir in Tritt gekommen. Wir hatten sehr gute Szenen. Vielleicht hätten wir noch mehr Torchancen rausspielen können. Wir sind dem 0:1 hinterhergelaufen, machen dann den Ausgleich. Wir brauchen aber nicht zu verhehlen, dass wir das Spiel auch nach der Großchance mit dem Außenpfossten hätten verlieren können." ©

Dennoch war mit dem FCB zu rechnen. Rheins Dribbling durch die Mitte beendete Kreuzer per Foul und sah dafür die Gelbe Karte. Das größere Übel aus Dresdner Sicht war aber fraglos der folgende direkte Freistoß, den Maximilian Welzmüller zum 1:1-Ausgleich nutzte (67.). Kevin Broll hatte einen Schritt in die falsche Richtung gemacht und dadurch keine Chance, den an der Mauer vorbeigezirkelten Ball aus der Ecke zu kratzen. Kurz darauf musste sich Broll bei Jastremskis scharfem Abschluss strecken, um die FCB-Führung zu verhindern (69.).

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(1) Kevin Broll: Muss in der ersten Halbzeit vor allem bei den gegnerischen Eckbällen auf der Hut sein. Und bei einer optimistischen Rückgabe von Ehlers (11.). Bei Welzmüllers Freistoß zum Ausgleich (68.) macht er einen Schritt in die falsche Richtung und hat dadurch keine Aussicht, an diesen platzierten, aber nicht unhaltbaren Ball zu kommen. Note: 3,5 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Muss in der ersten Halbzeit vor allem bei den gegnerischen Eckbällen auf der Hut sein. Und bei einer optimistischen Rückgabe von Ehlers (11.). Bei Welzmüllers Freistoß zum Ausgleich (68.) macht er einen Schritt in die falsche Richtung und hat dadurch keine Aussicht, an diesen platzierten, aber nicht unhaltbaren Ball zu kommen. Note: 3,5 ©

Markus Kauczinski reagierte, brachte Sebastian Mai für Paul Will im Mittelfeld. Dynamo probierte in den letzten zehn Minuten viel, doch Kreuzer scheiterte am Außenpfosten (82.) und Ehlers fälschte einen Schuss von Mörschel ins gegnerische Tor ab, stand dabei aber im Abseits (86.). Nach drei Minuten Nachspielzeit war Schluss, die geplante Revanche für die 0:3-Niederlage in der Hinrunde ist nicht geglückt. Dennoch baute Dynamo den Vorsprung in der Tabelle auf vier Punkte aus, bleibt also selbst bei einer Niederlage im Topspiel gegen Ingolstadt am Sonnabend der Spitzenreiter.