10. Oktober 2019 / 07:53 Uhr

Dynamo Dresden leidet unter Offensivflaute

Dynamo Dresden leidet unter Offensivflaute

DNN
Dresdner Neueste Nachrichten
Eine der wenigen Torchancen im Spiel gegen Hannover vergeben: Dynamo-Stürmer Moussa Koné hadert mit sich selbst. 
Eine der wenigen Torchancen im Spiel gegen Hannover vergeben: Dynamo-Stürmer Moussa Koné hadert mit sich selbst.  © Dennis Hetzschold
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Der Fußball-Zweitligist schoss zuletzt von Spiel zu Spiel weniger Tore. Daran hat auch der aktuelle Mangel an gelernten Stürmern eine Aktie.

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Dresden. Am Ende hieß es 3:3 gegen den FC St. Pauli – drei Tore von Dynamo Dresden in einem Pflichtspiel hatte es letztmals an diesem heißen Augusttag gegeben, als die Hamburger in Dresden schon nach einer halben Stunde auf 0:3 enteilt waren. Seither jedoch ist die Offensive der Schwarz-Gelben auf dem absteigenden Ast. War sie anschließend beim 2:2 in Bochum und dem 2:1-Heimsieg gegen Regensburg noch jeweils zweimal erfolgreich, gelang beim 1:4 in Aue nur noch ein (anerkannter) Treffer und am vergangenen Wochenende bei der 0:2-Pleite gegen Hannover gar keiner.

Zwar hatte sich, auch wenn ihm gegen die Niedersachsen nur wenig gelang, Moussa Koné zuletzt wieder etwas aus seinem Formtief befreit, doch mit Alexander Jeremejeff ist aktuell der zweite Mittelstürmer außer Gefecht. Er laboriert an einem kleinen Faserriss in der Wadenmuskulatur und einem Außenband-Anriss im Sprunggelenk. Ob er schon zum ersten Punktspiel nach der Länderspielpause bei Greuther Fürth kommende Woche Freitag wieder fit ist, ist fraglich.

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Die SG Dynamo Dresden kann gegen den krisengeschüttelten Gegner aus Hannover nichts Zählbares holen. 0:2 unterliegen die Schwarz-Gelben den Niedersachsen. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden kann gegen den krisengeschüttelten Gegner aus Hannover nichts Zählbares holen. 0:2 unterliegen die Schwarz-Gelben den Niedersachsen. © Denis Hetzschold
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Dass Dynamo nach den Abgängen im Sommer von Erich Berko (SV Darmstadt 98), Peniel Mlapa (VVV Venlo, war zuvor bereits ausgeliehen) und Haris Duljevic (Olympique Nimes) sowie der Ausleihe von Vasil Kusej (Wacker Innsbruck) nur noch drei echte Stürmer in seinen Reihen hat, hatte schon gegen Hannover 96 Folgen. Denn infolge Jeremejeffs Verletzung musste Trainer Cristian Fiel zwangsweise auf einen Ein-Mann-Sturm umstellen – Koné begann und Luka Stor war Reservist.

„Wenn du mal in Rückstand gerätst oder du willst vorn nachlegen, hast du sonst gar keinen gelernten Stürmer mehr auf der Bank“, erklärte „Fielo“ seine Maßnahme. Und die schlug bekanntermaßen fehl. Zwar gab es mit Sascha Horvath und Baris Atik wieder zwei „halbe“ Angreifer dahinter, doch deren Abstand zur zentralen Spitze Koné war zu groß. „Wenn Moussa den Ball mal festgemacht hatte, war zu viel Raum, um dann anspielen zu können und wieder tief zu kommen. Das haben wir nicht gut gemacht“, resümierte Fiel und ergänzte: „Wir hatten diese Momente, Hannover richtig weh tun zu können. Und dann kam zu oft der Schlenker nach hinten, statt vorn im Druck zu bleiben.“

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Eine ähnliche Beobachtung hat Innenverteidiger Jannik Müller gemacht: „Die letzte Idee vorm Tor, der letzte Pass, die letzte Kreativität fehlt so ein bisschen.“ Vielleicht besetze Dynamo den Strafraum mit zu wenigen Spielern, so dass schlicht die Anspielstation fehle, vermutete der 25-Jährige. Die Folge: Chancen waren Mangelware, Tore erst recht. Gegen Hannover lief die SGD den Gegner später an als üblich, um die Räume eng zu halten. Doch dieser Plan ging nicht vollends auf, die Dresdner blieben ungefährlich.

Da helfen wohl am ehesten Torschusstraining, aufmunternde Einzelgespräche sowie natürlich ein Erfolgserlebnis. Vielleicht klappt es ja im heutigen Testspiel (14 Uhr) bei Bundesligist Union Berlin mal wieder mit einem Dresdner Treffer.

Stefan Schramm/Caroline Grossmann

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