18. Juni 2020 / 21:17 Uhr

Abstieg fast perfekt - Dynamo-Profi Löwe attackiert DFL scharf: "Wir zahlen den Preis für den Scheiß!"

Abstieg fast perfekt - Dynamo-Profi Löwe attackiert DFL scharf: "Wir zahlen den Preis für den Scheiß!"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dynamo-Profi Chris Löwe (r.) hat die DFL und Geschäftsführer Christian Seifert scharf kritisiert.
Dynamo-Profi Chris Löwe (r.) hat die DFL und Geschäftsführer Christian Seifert scharf kritisiert. © imago images/Sven Simon (Montage)
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Dynamo Dresden rutscht dem Abstieg entgegen: Nach der Pleite gegen Holstein Kiel ist der Klassenerhalt aus eigener Kraft nicht mehr drin. Dynamo-Profi Chris Löwe griff nach der Partie zu drastischen Worten und kritisierte die DFL scharf für ihre Spielansetzungen.

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Für Dynamo Dresden setzte es am Donnerstag in der 2. Bundesliga einen herben Rückschlag: Nach der 0:2-Niederlage bei Holstein Kiel stehen die Sachsen kurz vor dem Abstieg in die 3. Liga. Aus eigener Kraft kann das Team von Trainer Markus Kauczinski den Klassenerhalt bereits nicht mehr schaffen.

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Entsprechend groß war die Enttäuschung nach der Partie - und die Dresdener sehen die Schuld nicht nur bei sich selbst: "Glauben Sie ehrlich, dass einer von denen von der DFL – Christian Seifert oder wer auch immer – sich eine einzige Sekunde Gedanken macht, was in unseren Köpfen vorgeht? Das ist denen alles scheißegal", schoss SGD-Profi Chris Löwe nach der Partie bei Sky. "Wir sind am Ende die, die den verfickten Preis bezahlen für den ganzen Scheiß!"

Dynamo musste wegen Corona-Fälle länger pausieren

Hintergrund der deutlichen Worte: Dynamo musste nach der Corona-Zwangspause einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Beim Traditionsklub aus Sachsen hatte es positive Corona-Tests gegeben. Das zuständige Gesundheitsamt untersagte daraufhin den Trainingsbetrieb. Die Dresdener konnten also erst mit Verzögerung wieder in die Saison starten - und hatten dann an Mammutprogramm vor der Brust: Wegen der Nachholspiele standen für den Klub sieben Spiele in 19 Tagen auf dem Programm - und die letzten beiden Partien der Saison stehen auch noch aus.

DURCHKLICKEN: Die Dynamo-Elf in der Einzelkritik

(1) Kevin Broll: Der Schlussmann hatte in der ersten Halbzeit wenig zu halten. Der Schuss von Iyoha passte genau, der war ganz schwer zu parieren. Nach der Pause musste er mehrmals zupacken, da konnte er sich einige Male auszeichnen. Beim 0:2 in der 80. Minute hatte er aber nicht die Spur einer Abwehrchance. Note 3 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Der Schlussmann hatte in der ersten Halbzeit wenig zu halten. Der Schuss von Iyoha passte genau, der war ganz schwer zu parieren. Nach der Pause musste er mehrmals zupacken, da konnte er sich einige Male auszeichnen. Beim 0:2 in der 80. Minute hatte er aber nicht die Spur einer Abwehrchance. Note 3 ©

Der 31-jährige Löwe, der vor der Saison von Premier-League-Absteiger Huddersfield gekommen war, kritisierte diesen Ablauf: "Wir reißen uns alle drei Tage den Arsch auf. Die Herren sitzen in ihren 5000-Euro teuren Bürostühlen und entscheiden das über unsere Köpfe hinweg und wir sind diejenigen, die das am Ende ausbaden."

Dresden-Trainer Kauczinski: "Sind durchgenudelt"

Nicht nur Löwe ließ seiner Wut über den kaum noch abzuwendenden Abstieg freien Lauf. Auch Trainer Kauczinski äußerte sich deutlich: "Wir sind durchgenudelt, wir sind durchgespielt. Da geht nix", erklärte er die abermals schwache Leistung seiner Mannschaft. Und auch der 50-Jährige ist unzufrieden darüber, wie die Saison für Dynamo nach dem Re-Start verlaufen ist: "Es gibt keinen, der irgendetwas für uns tut", klagte er.