02. April 2022 / 17:37 Uhr

Dynamo Dresden missbilligt Pyroshow im K-Block

Dynamo Dresden missbilligt Pyroshow im K-Block

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Dynamos Fans im K-Block z¸ünden Bengalos. Die stößt beim Verein auf wenig Gegenliebe. 
Die Dynamos Fans im K-Block z¸ünden Bengalos. Die stößt beim Verein auf wenig Gegenliebe.  © dpa
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Der vom Abstieg bedrohte Fußball-Zweitligist rechnet mit einer empfindlichen Strafe durch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), weil wieder einige Fans Bengalos abbrannten und Feuerwerkskörper im Stadion zündeten.

Dresden. Es war eine durchaus imposante Kulisse, als sich am Freitagabend 30.273 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion einfanden und ihrer Vorfreude auf den Zweitliga-Knüller Dynamo Dresden contra Schalke 04 mit Gesängen, Fahnen und Spruchbändern Ausdruck verliehen. Doch die unmittelbar vor Spielbeginn der Partie im K-Block außerdem abgehaltene Pyroshow wird ein teures Nachspiel für die nach der 1:2-Pleite noch mehr vom Abstieg bedrohten Schwarz-Gelben haben, denn das massive Abbrennen von Bengalos, das Zünden von Knallkörpern und sogar Raketen unterm Stadiondach ist bekanntermaßen strikt verboten und wird garantiert vom DFB-Sportgericht hart geahndet.

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Dynamo freute sich zwar über ein ausverkauftes Haus, das in Corona-Zeiten nicht selbstverständlich ist und viel Geld in die leeren Kassen spült, aber dass ein dicker Batzen “Kohle” gleich wieder für Strafzahlungen drauf geht, das behagt der Vereinsführung gar nicht - vom Imageschaden einmal ganz zu schweigen. Am Sonnabend verurteilte der Verein in einer Mitteilung, was da vor dem Freitagspiel im Stehplatzbereich der Nordkurve passiert war: “Zum ersten Mal seit 754 Tagen durfte das Rudolf-Harbig-Stadion wieder vollständig ausgelastet werden, wofür sich Verein und Landeshauptstadt gemeinsam im Sinne aller eingesetzt hatten. Vor diesem Hintergrund ist es sehr enttäuschend, dass dieser wunderbare Rahmen durch das Zünden von Pyrotechnik und Feuerwerkskörpern sowie durch Wurfgeschosse gestört wurde. Die SGD verurteilt dies in aller Deutlichkeit und unterstreicht: Sollten diesbezüglich Täterinnen und Täter ermittelt und identifiziert werden, wird der Verein mögliche Strafen umlegen undd behält sich vor Stadionverbote auszusprechen. Zudem wird die SGD die Vorfälle selbstverständlich intern aufarbeiten.”

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Die SG Dynamo Dresden muss sich in einem rappelvollen Rudolf-Harbig-Stadion mit 1:2 gegen Schalke 04. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden muss sich in einem rappelvollen Rudolf-Harbig-Stadion mit 1:2 gegen Schalke 04. ©

Wieder einmal haben Unverbesserliche dafür gesorgt, dass der Verein viel Geld verliert, das er eigentlich bräuchte, um sportlich konkurrenzfähig zu bleiben. Dass es der Mannschaft an torgefährlichen Spielern - das sind die, die am meisten Geld kosten - fehlt, das war am Freitagabend wieder offensichtlich. Es wäre für Dynamo sicher besser, wenn solche Summen in gute Spieler oder eine verbesserte Nachwuchsförderung investiert werden könnten. Bei der großen Anzahl von Bengalos, die die Fans im K-Block zündeten, ist schon jetzt klar, dass die zu erwartende Geldstrafe im sechsstelligen Bereich liegen dürfte. Welch eine Verschwendung wegen der Unbelehrbarkeit einiger Pyromanen, die Silvester offenbar zu kurz gekommen sind.

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