28. Juni 2020 / 19:21 Uhr

Dynamo Dresden mit Remis gegen Osnabrück: Das sagen Spieler und Trainer

Dynamo Dresden mit Remis gegen Osnabrück: Das sagen Spieler und Trainer

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
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Die Mannschaft von Dynamo Dresden verabschiedete sich mit kreativen Jeansjacken von Sportchef Ralf Minge. © Dennis Hetzschold
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Das 2:2 gegen Osnabrück ist gleichbedeutend mit dem Abstieg für Dynamo Dresden aus der 2. Bundesliga. Wir haben nach Abpfiff die Stimmen der Beteiligten gesammelt.

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Dresden. Dynamo Dresden ist nach dem 2:2 (1:0) am Sonntag gegen den VfL Osnabrück zum dritten Mal nach 2006 und 2014 in die 3. Liga abgestiegen. Eine 2:0-Führung brachte Dresden nicht über die Zeit und bleibt somit Tabellen-Schlusslicht. Marco Terrazino (23.) erzielte die Führung für den Absteiger, ehe Patrick Schmidt (59.) für die Elbestädter erhöhte. Der eingewechselte Anas Ouahim (76.) und Niklas Schmidt (81.) glichen für die Gäste aus.

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Markus Kauczinski (Trainer SG Dynamo Dresden): Wir waren gut drin. Man hat uns angemerkt, dass wir gewinnen wollten, aufs Tempo gedrückt haben. Wir hätten schon in den ersten zehn Minuten 2:0 führen können. In der zweiten Halbzeit war das Spiel deutlich ausgeglichener. Da hat man gemerkt, dass unsere Kräfte nachgelassen haben, die Räume größer geworden sind und wir nicht mehr so nachschieben konnten. Unterm Strich hätten wir das Spiel jedoch gewinnen müssen. Ich glaube aber, dass wir heute noch mal alles gegeben haben und erhobenen Hauptes hier rausgehen können. Es schlagen heute zwei Herzen in meiner Brust. Ich bin traurig, weil wir viel Energie reingelegt haben, unseren Preis für die Rettung des deutschen Fußballs bezahlen mussten. Gleichzeitig bin ich froh, dass jetzt etwas Neues beginnt. Wir alle haben Kraft gelassen. Ich bin froh, dass ein Strich drunter ist. Was vor dem Stadion passiert ist, ist bezeichnend für die Region. Das ist einfach geil. Ich möchte nicht wissen, was hier abgeht, wenn man aufsteigt. Zur Galerie
Markus Kauczinski (Trainer SG Dynamo Dresden): "Wir waren gut drin. Man hat uns angemerkt, dass wir gewinnen wollten, aufs Tempo gedrückt haben. Wir hätten schon in den ersten zehn Minuten 2:0 führen können. In der zweiten Halbzeit war das Spiel deutlich ausgeglichener. Da hat man gemerkt, dass unsere Kräfte nachgelassen haben, die Räume größer geworden sind und wir nicht mehr so nachschieben konnten. Unterm Strich hätten wir das Spiel jedoch gewinnen müssen. Ich glaube aber, dass wir heute noch mal alles gegeben haben und erhobenen Hauptes hier rausgehen können. Es schlagen heute zwei Herzen in meiner Brust. Ich bin traurig, weil wir viel Energie reingelegt haben, unseren Preis für die Rettung des deutschen Fußballs bezahlen mussten. Gleichzeitig bin ich froh, dass jetzt etwas Neues beginnt. Wir alle haben Kraft gelassen. Ich bin froh, dass ein Strich drunter ist. Was vor dem Stadion passiert ist, ist bezeichnend für die Region. Das ist einfach geil. Ich möchte nicht wissen, was hier abgeht, wenn man aufsteigt." ©

Die Spieler trugen bei der Erwärmung alle Jeansjacken mit dem Konterfei des Dynamo-Idols mit der Aufschrift „Danke für alles Mingus!“ und verabschiedeten sich somit vom scheidenden Sportchef. Die Aktion erinnerte an Dynamos Aufstiegsspiel am 16. April 2016 beim 1. FC Magdeburg. Damals wurde Minge von einem Ordner im Jeans-Outfit nicht erkannt und zunächst festgehalten, als er zu den Dynamo-Fans wollte.

Für Dynamo war es in seiner 67-jährigen Vereinsgeschichte der dritte Abstieg aus der 2. Bundesliga und zugleich die schlechteste Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte.. Den Neuaufbau von Trainer Markus Kauczinski begleitet künftig der neu verpflichtete Sportchef Ralf Becker, der die Nachfolge von Minge antritt. Seit 2014 war der 59-Jährige für die sportliche, strategische und konzeptionelle Entwicklung der Lizenzspielermannschaft und der Nachwuchs-Akademie verantwortlich gewesen.