03. Mai 2021 / 17:45 Uhr

Dynamo Dresden möchte Verl in Angst und Schrecken versetzen

Dynamo Dresden möchte Verl in Angst und Schrecken versetzen

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
UNTERHACHING, DEUTSCHLAND - 11. APRIL: Sebastian Mai von Dynamo Dresden spielt den Ball während des 3. Ligaspiels zwischen SpVgg Unterhaching und Dynamo Dresden im Alpenbauer Sportpark am 11. April 2021 in Unterhaching, Deutschland.
Da sich Ingolstadt und Rostock im direkten Duell um Punkte streiten, könnte Dynamo Dresden mit einem Sieg gegen den SC Verl die Tabellenführung weiter ausbauen. © Sebastian Widmann/Getty Images
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Am Dienstagabend treffen die Schwarz-Gelben auf den Aufsteiger SC Verl. In der Vorbereitung darauf verbrachten sie nicht nur Zeit mit dem Fußball, sondern auch mit einem ganz anderen Spiel.

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Dresden. In der Sportschule Kaiserau bei Dortmund bereitet sich Dynamo Dresden derzeit auf das Spiel am Dienstagabend (19 Uhr) gegen den SC Verl vor. Und wenn in der kurzen Phase seit dem 2:0-Auswärtssieg am Sonnabend gegen Uerdingen mal nicht Training oder Regeneration angesagt sind, spielt die Mannschaft das Gesellschaftsspiel „Werwölfe“. Es ist derzeit der Renner bei den Profis der Schwarz-Gelben – und sei gut für die Gemeinschaft, findet Trainer Alexander Schmidt, der zudem berichtet: „Gefühlt sprechen sie den halben Tag darüber.“

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Eine gewisse Lockerheit ist zurück bei der SGD, die sich an die Tabellenspitze zurückgekämpft hat und diese Position gegen den Aufsteiger natürlich unbedingt verteidigen will. Entsprechend liegt der Hauptfokus also vor allem auf jenem Spiel, dem die Dynamos beruflich nachgehen – mit zuletzt zwei Siegen wieder sehr erfolgreich. „Dass es die Spieler so gut umgesetzt haben, hat mich nicht überrascht. Sie haben es von der ersten Sekunde an angenommen, sind willig und hören zu“, lobt Alexander Schmidt seine konzentrierten Schützlinge.

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Nun steht in der Paderborner Benteler-Arena, wo die Verler in dieser Saison ihre Heimspiele austragen, der nächste Kraftakt bevor: das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen. Wie man bei den Westfalen bestehen kann, weiß Schmidt bereits. Noch mit ihm als Trainer hatte Türkgücü München dafür gesorgt, dass der SC Verl ein einziges Mal in dieser Spielzeit daheim ohne Tor blieb, als die Oberbayern kurz vor Weihnachten mit 1:0 gewannen. Ein solches Ergebnis beim Tabellensiebenten würde der 52-Jährige sicher auch diesmal unterschreiben.

Auch Dynamos 4:1-Heimsieg gegen die Truppe aus der NRW-Kleinstadt habe sowohl Stärken als auch Schwächen des Gegners offenbart. „Verl bevorzugt spielerische Lösungen und ist für Angriffspressing bekannt“, meint der Chefcoach. Das Resultat davon: Die Westfalen haben die zweitmeisten Treffer in der Liga aufzuweisen (63), aber kassierten ebenso viele Gegentore wie Schlusslicht Unterhaching (52). „Ihre Spielweise ist riskant, bestätigt sie aber tabellarisch“, resümiert Schmidt, der davon ausgeht, dass der SCV bei seinem 3:1-Sieg gegen Wiedenbrück im Landespokal-Viertelfinale am Freitagabend „auch ein paar Körner gelassen“ hat.

Personalsituation entspannt sich

Die Schwarz-Gelben können mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Zweitliga-Aufstieg machen, weil sich die beiden härtesten Konkurrenten aus Rostock und Ingolstadt zeitgleich im direkten Duell gegenseitig die Punkte streitig machen. Doch das interessiert Alexander Schmidt herzlich wenig: „Mir wäre am liebsten, wenn hier keiner über Tabellen und Spielkonstellationen redet. Wir haben es in der eigenen Hand, haben vier Spiele und versuchen, alles rauszuhauen wie in den vergangenen beiden Spielen.“

Immerhin: Trotz des engen Spielplans haben nur einige Akteure schwere Beine, neue Verletzte sind nicht hinzugekommen. Im Gegenteil: Mit der Rückkehr von Leroy Kwadwo und Heinz Mörschel hat sich die Personalsituation zuletzt sogar entspannt, auch wenn Pascal Sohm und Ransford Königsdörffer nach ihren Corona-Infektionen gegen Verl noch nicht wieder zum Kader gehören. Doch Alexander Schmidts Auswahl an willigen „Werwölfen“, die den SC Verl in Angst und Schrecken versetzen sollen, ist trotzdem groß genug.