12. Mai 2019 / 17:31 Uhr

Dynamo Dresden ohne Chance an der Förde: 0:3-Pleite in Kiel

Dynamo Dresden ohne Chance an der Förde: 0:3-Pleite in Kiel

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
12.05.2019, Schleswig-Holstein, Kiel: Fußball: 2. Bundesliga, Holstein Kiel - Dynamo Dresden, 33. Spieltag im Holstein-Stadion. Dresdens Patrick Ebert (l) und Kiels Jannick Dehm kämpfen um den Ball. Foto: Axel Heimken/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Dynamo Dresden verliert das letzte Auswärtsspiel der Saison gegen Holstein Kiel mit 0:3. © dpa
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Mit dem Heimsieg gegen den FC St. Pauli hat sich Dynamo Dresden glücklicherweise den Klassenerhalt gesichert. Denn im letzten Auswärtsspiel der Saison kassieren die Schwarz-Gelben gegen Holstein Kiel eine bittere 0:3-Niederlage.

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Kiel. Jetzt zeigt sich, wie wichtig es ist, dass Dynamo Dresden den Klassenerhalt schon in der Tasche hat. Am Sonntagnachmittag musste sich die SGD am vorletzten Zweitliga-Spieltag dieser Saison verdientermaßen mit 0:3 bei Holstein Kiel geschlagen geben. Die Kicker von der Förde entschieden das Duell durch Treffer von Jae Sung Lee (20.), Jonas Meffert (69.) und Hauke Wahl (77.) klar für sich und verabschiedeten sich im Holstein-Stadion nach einer starken Spielzeit von ihrem Heimpublikum. Für Dynamo hingegen war es ein Tag zum Vergessen.

Im Vergleich zum Heimsieg gegen den FC St. Pauli, durch den Dynamo vor einer Woche den vorzeitigen Klassenerhalt gesichert hatte, nahm Trainer Cristian Fiel vier Veränderungen in seiner Anfangsformation vor. Für Moussa Koné (5. Gelbe Karte), Erich Berko (Außenbandanriss), Dzenis Burnic (5. Gelbe Karte) und Linus Wahlqvist (diesmal auf der Bank) rückten Lucas Röser, Haris Duljevic, Justin Löwe und Patrick Möschl in die Startelf. Im Tor stand erneut Patrick Wiegers, da Markus Schubert zum zweiten Mal in Folge nicht zum Kader gehörte. Dafür saß der von seinem Sehnenriss genesene Marco Hartmann immerhin wieder auf der Bank.

DURCHKLICKEN: Die Dynamo-Elf in der Einzelkritik

Patrick Wiegers – In seinem zweiten Saisoneinsatz erwischte der Bayer einen gebrauchten Tag, denn welcher Torwart will schon dreimal den Ball aus dem Netz holen. Erstmals ernsthaft gefordert wurde der 29-Jährige in der 15. Minute, als er einen Freistoß von Alexander Mühling wegfausten musste. Dann hielt er gegen Masaya Okugawa, konnte aber beim 0:1 von Jae Sung Lee nichts machen. Bei den anderen Gegentoren konnte er auch wenig ausrichten. Note: 3,5 Zur Galerie
Patrick Wiegers – In seinem zweiten Saisoneinsatz erwischte der Bayer einen gebrauchten Tag, denn welcher Torwart will schon dreimal den Ball aus dem Netz holen. Erstmals ernsthaft gefordert wurde der 29-Jährige in der 15. Minute, als er einen Freistoß von Alexander Mühling wegfausten musste. Dann hielt er gegen Masaya Okugawa, konnte aber beim 0:1 von Jae Sung Lee nichts machen. Bei den anderen Gegentoren konnte er auch wenig ausrichten. Note: 3,5 ©
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Für Gefahr sorgten die diesmal in Weinrot-Weiß aufgelaufenen Gäste aus Sachsen erstmals in der 9. Minute, allerdings fand Lucas Rösers Hereingabe im Strafraum keinen Abnehmer. Auf der Gegenseite gab es dann die erste richtig brenzlige Situation in dieser Partie, als Patrick Ebert einen üblen Fehlpass in die Beine des flinken Japaners Masaya Okugawa spielte. Der wurde kurz vorm Abschluss noch von Florian Ballas gestört, so dass Patrick Wiegers den Ball entscheidend verlangsamen konnte. Schließlich schlug Ballas das Spielgerät aus der Gefahrenzone (17.).

Holstein Kiel nutzt Konter für Führung

Bald darauf geriet die SGD dann aber doch ins Hintertreffen: Zunächst ging Jannik Dehms Hereingabe von rechts an Freund und Feind vorbei quer durch den Dresdner Strafraum. Links lauerte Johannes van den Bergh, der den Ball zurück ins Zentrum beförderte. Und Jae Sung Lee sagte freistehend am zweiten Pfosten besten Dank und netzte problemlos zur 1:0-Führung für die Störche ein (20.). Bitter: Die Situation entstand aus einem Konter nach einem Eckball der Dynamos, die nun an der Förde einem Rückstand hinterherlaufen mussten.

Die passende Antwort der Gäste ließ auf sich warten. Als Dario Dumic zu einem Sturmlauf ansetzte, wurde er kurz vorm Strafraum regelwidrig gestoppt. Der anschließende Freistoß von Baris Atik ging jedoch weit übers Tor (27.). Insgesamt blieb die Partie aber eher ereignisarm. Bei viel Kieler Ballbesitz kam Dynamo nur gelegentlich mal zum Zug. Zuerst spritzte Duljevic in einen Ball von Torwart Riemann, als der sich bei einem Rückpass etwas viel Zeit ließ, doch die Kugel ging ins Toraus (32.). Später legte er den Ball auf Atik ab, als beide den Abschluss verpassten. Atiks Querpass aber erreichte Röser, der Ball jedoch ging knapp links am Pfosten vorbei (40.).

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2. Halbzeit bleibt ereignisarm

Die knappe Pausenführung für die Norddeutschen war verdient. In Durchgang zwei ging es ereignisarm weiter, auch wenn sich viel in der Dresdner Hälfte abspielte. Van den Berghs Flanke konnte bei einer der wenigen Chancen Lee nicht verwerten (55.). Kurz darauf gab es dann aus Dynamo-Sicht aber Grund zur Freude: Kapitän Marco Hartmann wurde für Justin Löwe eingewechselt (59.), kam dadurch nach langer Leidenszeit erstmals seit der 3:4-Heimniederlage gegen Arminia Bielefeld am 30. Januar wieder zum Einsatz. In der 66. Minute wechselte Cristian Fiel zum zweiten Mal, brachte Osman Atilgan für Patrick Ebert.

Dennoch mangelte es den Dresdnern auch weiterhin an Tempo. Für die Vorentscheidung sorgte allerdings ausgerechnet ein Standard. Bei Kiels viertem Eckstoß, den Alexander Mühling flach in den Strafraum spielte, war Jonas Meffert hellwach. Er musste am Fünfmeterraum nur den Fuß an den Ball halten und fälschte ihn so unhaltbar für Patrick Wiegers ins lange Eck ab (69.). Florian Ballas kam zu spät. Dieses Gegentor fiel zu einfach – und ein Zwei-Tore-Rückstand an der Ostsee erwies sich als schwere Hypothek für die Sachsen. Kurz darauf der dritte Wechsel bei Dynamo: Brian Hamalainen kam für den angeschlagenen Haris Duljevic (72.).

DURCHKLICKEN: Die Stimmen zum Spiel in Kiel

Cristian Fiel, Cheftrainer SG Dynamo Dresden: 
Erstmal Glückwunsch nach Kiel zum Sieg! Wir hatten uns viel vorgenommen - auch wenn sich das jetzt so kurz nach dem Spiel komisch anhört, aber es war so. Wir wussten auch, was auf uns zukommt. Wir wollten aggressiv gegen den Ball spielen, nicht zu früh anlaufen, weil wir wissen, wie Kiel spielt und wie gut sie die Räume nutzen. Nur musst du dann natürlich auch auf den Ball kommen und das haben wir überhaupt nicht gemacht. Nach der Führung spielt Kiel einfach den Ball, den sie können, und wir kommen überhaupt nicht nach vorn, werden kaum bis gar nicht gefährlich. Dann verlierst du dieses Spiel 3:0.  Zur Galerie
Cristian Fiel, Cheftrainer SG Dynamo Dresden: Erstmal Glückwunsch nach Kiel zum Sieg! Wir hatten uns viel vorgenommen - auch wenn sich das jetzt so kurz nach dem Spiel komisch anhört, aber es war so. Wir wussten auch, was auf uns zukommt. Wir wollten aggressiv gegen den Ball spielen, nicht zu früh anlaufen, weil wir wissen, wie Kiel spielt und wie gut sie die Räume nutzen. Nur musst du dann natürlich auch auf den Ball kommen und das haben wir überhaupt nicht gemacht. Nach der Führung spielt Kiel einfach den Ball, den sie können, und wir kommen überhaupt nicht nach vorn, werden kaum bis gar nicht gefährlich. Dann verlierst du dieses Spiel 3:0.  ©

Dynamo Dresden ohne Torschüsse in zweiter Hälfte

Auch danach blieben die Holsteiner das aktivere Team. Und sie hatten keine Mühe, durch Eckball Nummer fünf ihre Führung sogar noch auszubauen. Erneut brachte Mühling den Ball in die Mitte, wieder verlor Ballas das Duell mit Meffert und der verlängerte den Ball an den zweiten Pfosten. Dort hatte Röser gepennt und den aufgerückten Hauke Wahl aus den Augen verloren. Der Ex-Dresdner, der 2010/11 für Dynamos Junioren kickte, drückte den Ball unbedrängt per Kopf über die Linie (77.). Spätestens diese Schlafeinlage war zu viel, zumal von der SGD kein einziger Torschuss in Halbzeit zwei gekommen war.

Schluss in Kiel. Das war heute nichts. #KSVSGD 3:0 #sgd1953

Gepostet von SG Dynamo Dresden am Sonntag, 12. Mai 2019

In der 85. Minute bewahrte Wiegers per Fußabwehr aus kurzer Distanz gegen den eingewechselten Honsak seine Elf vor einer echten Auswärtsklatsche. Immerhin: Auch die anschließende Ecke Nummer sechs führte nicht zu einem weiteren Gegentreffer. Danach wurde der Kick noch müder, das Spiel war entschieden. Und so ging kurz darauf ein aus Dresdner Sicht enttäuschender Auftritt vorüber. Am nächsten Sonntag gastiert der aktuelle Zweitplatzierte, nämlich Aufsteiger SC Paderborn, im Rudolf-Harbig-Stadion, der am Sonntag den Hamburger SV mit 4:1 deklassierte und aller Aufstiegsträume beraubte. Dynamo will den Westfalen, die möglicherweise noch auf den Relegationsrang zurückfallen können, aber noch in die Suppe spucken und mit einem Sieg in Dresden einen positiven Saisonabschluss erreichen.

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