10. Juni 2021 / 08:14 Uhr

Dynamo Dresden: Präsident Scholze wehrt sich gegen Rüge des Ehrenrates

Dynamo Dresden: Präsident Scholze wehrt sich gegen Rüge des Ehrenrates

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo-Präsident Holger Scholze sprach von einem Meilenstein in der Vereinsgeschichte und bedauerte, dass sich der scheidende Sport-Geschäftsführer Ralf Minge aus persönlichen Gründen entschuldigen ließ. Scholze hob aber ausdrücklich Minges Verdienste um dieses neue Objekt hervor.
Vereinschef soll auf der Homepage Schleichwerbung betrieben haben, doch der 49-Jährige weist das weit von sich. © Jochen Leimert
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Der Vereinschef der SG Dynamo Dresden soll auf der Homepage Schleichwerbung betrieben haben, doch der 49-Jährige weist die Vorwürfe weit von sich.

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Dresden. Wenige Tage vor der Online-Mitgliederversammlung am kommenden Sonnabend sorgt ein Beschluss des Ehrenrates beim Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden für Diskussionen. Am Dienstag verurteilte das Gremium Präsident Holger Scholze in einem maßgeblich von Ex-Präsident Wolf-Rüdiger Ziegenbalg initiierten Ehrenratsverfahren zu einem Verweis und zu einem Ordnungsgeld in Höhe von 250 Euro. Der Vorwurf: Scholze habe in einem Interview auf der Dynamo-Homepage Schleichwerbung betrieben, als er gefragt wurde, wie er die Corona-Krise gemeistert habe. Der freischaffende Börsenanalyst und Moderator Scholze hatte darin lediglich Auskunft gegeben, dass er im Februar ein eigenes Institut namens Freies Scholze Institut gegründet habe.

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Der 49-Jährige wies die Anschuldigung gegenüber dem SPORTBUZZER zurück. Er werde den unter fragwürdigen Umständen gefällten Urteilsspruch des Ehrenrates nicht akzeptieren. In einer Erklärung teilte Scholze, der satzungswidrig vor Eröffnung des Verfahrens nicht angehört worden war, mit: „Bereits der Antrag auf Einleitung dieses Ehrenratsverfahrens war vollkommen absurd. Dieses wurde ganz offensichtlich einzig und allein initiiert, um mich zu diskreditieren. Zudem ist der nun gefasste Beschluss des Ehrenrates in keiner Weise nachvollziehbar und in der Sache falsch. Deshalb werde ich das so auch nicht hinnehmen. Mein Anwalt Dr. Matthias Aldejohann und ich warten jetzt die schriftliche Begründung ab und werden davon weitere Schritte abhängig machen. Im Zweifel sind wir auch gewillt, zivilrechtliche Schritte einzuleiten.“