25. Mai 2022 / 11:02 Uhr

Sportchef, Trainer, Kaderplanung: Viele Fragezeichen bei Dynamo Dresden nach Abstieg in die 3. Liga

Sportchef, Trainer, Kaderplanung: Viele Fragezeichen bei Dynamo Dresden nach Abstieg in die 3. Liga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach dem Abstieg von Dynamo Dresden ist die Zukunft von Sportchef Ralf Becker (eingeklinkt) und Trainer Guerino Capretti (rechts) offen.
Nach dem Abstieg von Dynamo Dresden ist die Zukunft von Sportchef Ralf Becker (eingeklinkt) und Trainer Guerino Capretti (rechts) offen. © IMAGO/Hentschel/Jan Hübner (Montage)
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Nach der verlorenen Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern und dem damit verbundenen Abstieg in die 3. Liga sind bei Dynamo Dresden viele Fragen zu klären. Offen ist zum Beispiel, ob und wie es mit Sportchef Ralf Becker und Trainer Guerino Capretti weitergeht.

Der Abstieg ist besiegelt, die zwei wichtigsten Personalien sind dagegen völlig offen: Dynamo Dresden steht nach dem vierten Abstieg innerhalb von 16 Jahren vor wegweisenden Wochen. Die Verträge von Sportchef Ralf Becker und Trainer Guerino Capretti haben für die 3. Liga keine Gültigkeit. Nach der katastrophalen Rückrunde mit der verlorenen Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern als Tiefpunkt ist ohnehin fraglich, ob das Duo in Dresden eine Zukunft hat.

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"Wir waren lange auf einem anständigen Weg. Am Ende sind wir irgendwie vom Weg abgekommen", beschrieb Becker den durchaus vermeidbaren Abstieg. Daran hat auch Becker Aktien, schließlich hielt der 51-Jährige lange an Trainer Alexander Schmidt fest und holte mit Capretti den falschen Nachfolger. Dynamo gelang das traurige Kunststück, 2022 noch kein Spiel gewonnen zu haben. "Es fällt schwer in die Analyse zu gehen bei diesen negativen Emotionen. Das muss erst einmal verarbeitet werden", sagte Capretti.

Sportchef Becker will offenbar in Dresden bleiben

Würde sich Dynamo jetzt von Becker und Capretti trennen, hätte das finanziell keinerlei Folgen. Doch dann müsste man schnell zwei Nachfolger präsentieren, die gemeinsam den Kader zusammenstellen. Darauf scheint man in Dresden nicht vorbereitet zu sein. Becker hat in den vergangenen Wochen bereits mehrfach signalisiert, in Dresden bleiben zu wollen. Seine Zielstellung ist es, wie vor zwei Jahren eine aufstiegsfähige Drittligamannschaft zusammenzustellen.

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Über diese Personalie entscheidet nun der Aufsichtsrat. Es ist jedenfalls kein Geheimnis, dass Becker bereits ein Angebot vorgelegt wurde - unabhängig vom damals noch drohenden Abstieg. Am späten Dienstagabend wollte sich der Sportchef gegenüber Sky nicht zu seiner Zukunft äußern: "Jetzt schauen wir mal, was das Beste für den Verein ist. Aber das werden wir nicht heute entscheiden."

Anders gestaltet sich die Situation um Capretti. Die Besetzung des Trainerpostens liegt in Beckers Verantwortungsbereich. Ein Neustart mit dem erfolglosen Coach dürfte nicht möglich sein. Zumal die Mannschaft Caprettis Ideen nicht umsetzen konnte oder der Trainer keinen Weg fand, um mit dem vorhandenen Spielermaterial erfolgreich zu sein.

Dynamo-Abstieg finanziell wohl zu verkraften

Immerhin ist der Abstieg finanziell zu verkraften. "Es würde uns arg treffen, aber nicht umhauen", sagt Geschäftsführer Jürgen Wehlend bereits in der Vergangenheit. Die finanzielle Kraft ist vorhanden, um eine um den sofortigen Wiederaufstieg spielende Mannschaft zusammenzustellen.

In den kommenden Tagen liegt viel Arbeit vor dem sächsischen Traditionsklub. Zahlreiche Spielerverträge haben keine Gültigkeit für die 3. Liga, wie schon 2020 droht ein radikaler Umbruch im Kader. Am Mittwoch traf sich das Team ein letztes Mal, danach ging es in den Urlaub. Der Trainingsstart ist für den 15. Juni vorgesehen. Der Auftakt in die neue Drittliga-Saison findet am 22. Juli statt.