04. Juli 2019 / 20:45 Uhr

Dynamo Dresden schwitzt vor Alpenpanorama

Dynamo Dresden schwitzt vor Alpenpanorama

Caroline Grossmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Fußballer aus Dresden lernten schon kurz nach ihrer Ankunft in Tirol ihr Trainingsgelände für die kommenden Tage kennen.
Die Fußballer aus Dresden lernten schon kurz nach ihrer Ankunft in Tirol ihr Trainingsgelände für die kommenden Tage kennen. © imago/Kuttner
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Die Cristian-Fiel-Truppe absolvierte am Donnerstagnachmittag eine erste Einheit in Längenfeld. Ballas und Hartmann müssen individuell arbeiten.

Längenfeld. Das Programm ist schon ordentlich, das Cristian Fiel mit seinen Schützlingen abspult. Noch am Anreisetag, der für die nicht unbedingt als Frühaufsteher verdächtigen Fußballprofis bereits am Donnerstagmorgen um 6 Uhr mit dem Start vom Flughafen Dresden nach München begonnen hatte und mit einer stundenlangen Busfahrt weiterging, ließ Dynamo Dresdens Cheftrainer seine Zweitliga-Kicker zu einer ersten Einheit auf dem Sportplatz im österreichischen Längenfeld antreten.

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Dynamo Dresden ist im Trainingslager im österreichischen Längenfeld eingetroffen. Zur Galerie
Dynamo Dresden ist im Trainingslager im österreichischen Längenfeld eingetroffen. ©

Die Jungs haben das Recht, müde zu sein. Aber wir sind hier, um zu arbeiten“, machte der 39-Jährige klar. Wesentlich sei, gegen den inneren Schweinehund anzukämpfen, um auch dann vollkommen bereit zu sein, wenn es darauf ankomme. „Es geht darum, sie so fitzukriegen, dass sie 34 Spieltage bestehen können“, so der Fußball-Lehrer.

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Der Kader der SG Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Neuverpflichtungen zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader der SG Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Neuverpflichtungen zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. ©

Seit dem Nachmittag schwitzen die Schwarz-Gelben genau dafür in ihrem neuntägigen Trainingslager in dem rund 4700 Einwohner zählenden Ferienort im Tiroler Ötztal – bei 1180 Metern überm Meeresspiegel übrigens fast auf der gleichen Höhe wie der Fichtelberg, Sachsens höchster Gipfel. Damit Dynamo möglichst auch bald in der Tabelle wieder Höhenluft atmet, soll es dem Tross, der im noblen Vier-Sterne-Haus Aqua Dome Tirol-Therme Längenfeld residiert, an nichts fehlen.

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Dynamo muss Power kriegen

„Alles perfekt, um gut zu arbeiten. Das Hotel ist der Wahnsinn. Und am wichtigsten ist, dass wir einen guten Platz haben, um trainieren zu können“, erklärt Fiel. Etwa fünf Minuten Fußweg sind es ein- bis zweimal täglich für Spieler und Betreuer vom Hotel zum topgepflegten Rasen des SV Raika Längenfeld. Dort möchte „Fielo“ seine Spieler bestmöglich auf die Saison vorbereiten, wie er ankündigt: „Da müssen wir an alles ran: Spiel mit Ball, Spiel gegen den Ball, umschalten. Auch an der Power müssen wir noch arbeiten.“ Neben dem erneut von Borussia Dortmund zur SGD ausgeliehenen Dzenis Burnic sind auch die Neuzugänge Matthäus Taferner, Kevin Broll, René Klingenburg und Chris Löwe sowie U19-Talent Kevin Ehlers mit dabei.

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Insgesamt standen Fiel beim Trainingslager-Aufgalopp 23 der angereisten 25 Akteure zur Verfügung. Einzig Marco Hartmann (Muskelquetschung im linken Unterschenkel) und Florian Ballas (Belastungsreaktion im rechten Sprunggelenk) arbeiteten individuell im Mannschaftshotel. „Aber bis jetzt sind wir muskulär alle gut unterwegs. Was mit ,Harti‘ passiert ist, kann jeden Tag passieren. Bei ,Balla‘ hoffen wir, dass es nicht allzu lange dauert“, sagt Fiel.

Für den gebürtigen Esslinger ist es das erste Trainingslager zur Saisonvorbereitung als Chefcoach. „Als Spieler fährst du hierher und hörst auf den Trainer, der sagt, wann Training ist und wann es essen gibt. Als Trainer hast du viel mehr im Kopf und musst auch viel mehr planen“, sind dem Deutsch-Spanier die wesentlichen Unterschiede zwischen seiner Spielerkarriere und seiner neuen Rolle sehr bewusst. Die Vorfreude sei aber gleich – auch auf das erste von drei geplanten Testspielen in der Alpenrepublik. Das steigt bereits am Sonntag gegen Atromitos Athen.

Caroline Grossmann/Stefan Schramm