07. Juni 2016 / 08:31 Uhr

Dynamo Dresden soll bis 2019 Trainingszentrum mit Kaufoption erhalten

Dynamo Dresden soll bis 2019 Trainingszentrum mit Kaufoption erhalten

Stephan Lohse
Dresdner Neueste Nachrichten
So soll das Funktionsgebäude mit Geschäftsstelle aussehen.
So soll das Funktionsgebäude mit Geschäftsstelle aussehen. © PR
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Dynamo Dresden braucht ein neues Trainingszentrum. Die Stadt will über ihren Konzern Technische Werke Dresden das Zentrum errichten und an den Verein vermieten. 2019 soll es in Betrieb gehen. Dynamo erhält eine jährliche Kaufoption.

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Dresden. Der Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden soll am 1. November 2019 sein neues Trainingszentrum im Ostragehege in Betrieb nehmen. So plant des die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem städtischen Konzern Technische Werke Dresden (TWD). Darüber hat jetzt Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) gemeinsam mit Dynamo-Geschäftsführer Ralf Minge die Mitglieder des Sportausschusses informiert.

Die für das Trainingszentrum vorgesehen Flächen gehören der städtischen Tochter DGI Gesellschaft für Immobilienwirtschaft Dresden. Die städtische Tochter Stesad GmbH soll das Vorhaben als Projektsteuerer begleiten. Als Baukosten für die Errichtung von drei Großfeldplätzen, einem Kleinfeld sowie dem Funktionsgebäude mit Dynamo-Geschäftsstelle werden rund 15 Millionen Euro veranschlagt. Dabei rechnet die Stadt mit 6,75 Millionen Euro Fördermitteln von Sächsischer Aufbaubank und Landeshauptstadt Dresden.

Dynamo Dresden soll das Trainingszentrum mieten und betreiben. Der Verein erhält eine jährliche Kaufoption für das Trainingszentrum jeweils zum 31. Dezember eines Jahres, erstmals zum Jahresende 2020. Die Monatsmiete soll 37.000 Euro betragen. Angestrebt ist ein Mietkaufmodell, bei dem sich der Kaufpreis jedes Jahr verringert. Der Vertrag soll über 25 Jahre laufen, dann würde das Trainingszentrum an Dynamo fallen, falls der Verein seine Kaufoption bis zum Vertragsende nicht wahrnimmt.

Die Verwaltung geht davon aus, dass der Bauantrag für das Trainingszentrum im September eingereicht werden kann. Die vertiefte Planung soll bis Mitte 2018 dauern, Baubeginn könnte im Juni 2018 sein. Im Oktober 2019 wäre das Trainingszentrum fertig und könnte an den Verein übergeben werden.

Anke Wagner, sportpolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion, hält das Konzept für das Trainingszentrum prinzipiell für solide. „Der Verein trägt aber keine Risiken“, bemängelt sie. Das Risiko liege bei der DGI und damit bei den TWD. „Der Verein muss sich weiter konsolidieren und langfristig arbeiten“, fordert sie von Dynamo. Gleichzeitig dürfe das Projekt nicht zu Lasten von anderen Sportvereinen gehen. „Die investiven Fördermittel für Sportvereine sind sehr knapp bemessen und dürfen durch das Trainingszentrum nicht geschmälert werden.“

Grünen-Stadtrat Torsten Schulze will arten- und naturschutzrechtliche Fragen geklärt wissen. Auf den in Frage kommenden Flächen seien in den vergangenen Jahren Biotope errichtet worden. „Da möchten wir schon wissen, welche Ausgleichsflächen geschaffen werden sollen.“

Problematisch seien auch beihilferechtliche Fragen, so Schulze. Dynamo sei als Profiverein ein Wirtschaftsunternehmen. Die DGI gehe bei ihrem Förderantrag davon aus, dass das Trainingszentrum zu 70 Prozent vom Nachwuchs genutzt werde und nur zu 30 Prozent von den Profis. „Diese Quote scheint mir sehr hoch angesetzt, weil nur der Nachwuchs förderfähig ist“, kritisiert Schulze. Es sei auch zu fragen, was mit den Spielfeldern im Ostragehege passieren soll, auf denen der Nachwuchs von Dynamo jetzt trainiert. „Wir sehen noch viel Klärungsbedarf“, sagte der Stadtrat.

Dynamo soll ins Ostragehege ziehen

So soll das neue Trainingszentrum der SG Dynamo einmal aussehen. Zur Galerie
So soll das neue Trainingszentrum der SG Dynamo einmal aussehen. © Stephan Lohse
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