06. März 2021 / 15:56 Uhr

Dynamo Dresden souverän: 4:0-Sieg in Meppen

Dynamo Dresden souverän: 4:0-Sieg in Meppen

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
 Dynamo Dresden ist weiter auf dem Weg in Richtung Zweite Liga: Die Elf von Markus Kauczinski gewann beim SV Meppen mit....
Dynamo Dresden ist weiter auf dem Weg in Richtung Zweite Liga: Die Elf von Markus Kauczinski gewann beim SV Meppen mit.... © imago images/Werner Scholz
Anzeige

Die SG Dynamo Dresden setzt ihren Weg in Richtung Aufstieg unbeirrt fort: Beim SV Meppen gewannen die Elbestädter mit 4:0. Mann des Tages ist Doppeltorschütze Heinz Mörschel.

Anzeige

Meppen. Dynamo Dresden hat gegen den SV Meppen mit 4:0 (2:0) gewonnen und durch den Auswärtssieg den nächsten Schritt in Richtung Rückkehr in die 2. Bundesliga gemacht. Den überlegenen Schwarz-Gelben gelang durch Christoph Daferners Treffer in der 3. Minute ein Blitzstart. Mit einem Freistoß-Traumtor erhöhte Heinz Mörschel (25.) noch vor der Pause auf 2:0.

Anzeige

Hosiner beginnt für Sohm im Angriff

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Hosiner per Foulelfmeter (54.), erneut Mörschel stellte auf 4:0 (72.). Mit ihrem 100. Drittligasieg bestätigten die Sachsen den 3:0-Heimerfolg vom Hinrundenduell und ihre starke Form der vergangenen Wochen. Da zeitgleich Rostock gegen Kaiserslautern 2:1 gewann, beträgt der Vorsprung in der Tabelle nun sechs Punkte. Der FC Ingolstadt kann erst am Montag im Oberbayern-Duell gegen Türkgücü München nachziehen.

DURCHKLICKEN: Die Noten zum Spiel gegen den SV Meppen

(1) Kevin Broll: Muss in der 10. Minute erstmals zupacken, ist aufmerksam und pflückt einen hohen Ball auf René Guder herunter. Auch nach einem Hemlein-Freistoß eine Minute später gedankenschnell und mit der Lufthoheit. Beim Freistoß von Hassan Amin in der 27. Minute ohne Probleme, hat den Ball sicher. Im ersten Durchgang eher selten gefordert, aber stets souverän zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Unverändertes Bild auch nach der Halbzeit. Note 2. Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Muss in der 10. Minute erstmals zupacken, ist aufmerksam und pflückt einen hohen Ball auf René Guder herunter. Auch nach einem Hemlein-Freistoß eine Minute später gedankenschnell und mit der Lufthoheit. Beim Freistoß von Hassan Amin in der 27. Minute ohne Probleme, hat den Ball sicher. Im ersten Durchgang eher selten gefordert, aber stets souverän zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Unverändertes Bild auch nach der Halbzeit. Note 2. ©

SGD-Trainer Markus Kauczinski stellte seine Startelf eine Woche nach dem überzeugenden 4:0-Sieg gegen Verfolger FC Ingolstadt auf einer Position um: Für den zuletzt im Angriff gesetzten Pascal Sohm, der sich in dieser Woche mit einer Prellung plagte, begann Philipp Hosiner im Sturm neben Christoph Daferner. Und das Duo, das es zuvor bereits auf insgesamt 17 Punktspieltore in dieser Saison gebracht hatte, schlug sofort zu.

Schon nach einer gespielten Minute tauchte Toptorschütze Daferner erstmals vorm Kasten der Emsländer auf, kam aber nicht zum Abschluss. Das aber änderte sich kurz darauf. Hosiners Flanke fand Daferner, der Al-Hazaimeh mit einer Finte aussteigen ließ und vorbei an Torwart Eric Domaschke trocken ins rechte Eck vollendete. Das frühe 1:0 (3.) spielte den Gästen natürlich in die Karten. Julius Kade (7., abgefälscht) und Hosiner (14.) hatten gute Chancen, die Führung in der Anfangsviertelstunde auszubauen.

Meppen sichtlich überfordert - Mörschel trifft zum 2:0

Das Kellerkind aus dem Emsland kam kaum zum Atmen und wirkte mit den Dresdner Ballstafetten überfordert. Heinz Mörschel (17., drüber) versuchte es zwar erfolglos, aber die SGD schnürte die Gastgeber nun mit aggressivem Pressing immer weiter hinten ein. An der Ems rollte eine Angriffswelle nach der nächsten auf Keeper Domaschke zu. Sogar Innenverteidiger Kevin Ehlers schaltete sich an vorderster Front mit ein, weil es ihn aufgrund mangelnder Gegenwehr nicht mehr hinten hielt.

Fast folgerichtig fiel das 2:0 (25.): Zentral vorm Strafraum wurde Mörschel gefoult und trat den folgenden direkten Freistoß aus 18 Metern Torentfernung gleich selbst. Er schoss den Ball über die Mauer ins linke Toreck. Domaschke zuckte nur, hatte aber keine Abwehrchance. Ein Traumtor – und ein hochverdienter Zwischenstand schon zu diesem Zeitpunkt. Erneut hätte Hosiner gleich noch einen draufsetzen können, aber Al-Hazaimeh fing den SGD-Stürmer auf dem Weg zum Gehäuse gerade noch ab (28.).

Daferner mit Doppelchance zum 3:0

Nun schalteten die Gäste mal kurz etwas zurück. SVM-Coach Torsten Frings hatte dennoch genug und schickte seine Ersatzspieler schon in der 38. Minute zum Aufwärmen. Den einzigen Meppener Torschuss in Halbzeit eins feuerte Luka Tankulic nach etwa 40 Minuten aus der Distanz ab, verzog aber. Auf der Gegenseite hatte Daferner eine Doppelchance zum 3:0, doch sein erster Schuss wurde geblockt und den zweiten straffen Schuss wehrte Domaschke ab (40.).

Kurz vorm Pausenpfiff lag der Ball dann doch mal im Netz hinter Kevin Broll, doch hatte Linienrichterin Christina Biehl zuvor ein Abseits gesehen und Schiedsrichter Robert Kampka die Partie längst unterbrochen (44.). Kurz darauf beendete der in Görlitz geborene Referee dann den ersten Durchgang, in dem die (Ober-)Sachsen den Niedersachsen komplett den Schneid abgekauft hatten. Genau daran knüpften die Dresdner zu Beginn des zweiten Durchgangs an.

Hosiner trifft vom Punkt zur Entscheidung

Als Daferner einen Ball volley aufs Tor schoss, lief ihm Lars Bünning in die Parade (52.) und traf den Stürmer. Kampka legte sich sofort auf Strafstoß fest – nicht unumstritten. Während Daferner noch behandelt wurde, nahm sich Hosiner den Ball und verwandelte den Foulelfmeter sicher ins linke untere Eck zum 3:0 (54.). Das war die Vorentscheidung in einer recht einseitigen Begegnung. Christoph Hemleins Freistoß hätte noch mal eine Antwort sein können, strich aber knapp über Kevin Brolls Tor (57.).

Torsten Frings reagierte mit einem Doppelwechsel, brachte Krüger und Piossek für Kapitän Egerer und Hemlein (65.). Und auch Markus Kauczinski wechselte kurz darauf das erste Mal. Pascal Sohm kam für Torschütze Daferner (68.). Doch die Schwarz-Gelben hatten noch nicht genug. Heinz Mörschel kam in guter Position zentral vorm Tor zum Schuss und Domaschke ließ den Aufsetzer durchrutschen – 4:0 in der 72. Minute für die weiter souverän agierenden Gäste.

Dynamo wechselt munter durch

Damit war der Sieg in Sack und Türen. Markus Kauczinski gab nun weiteren Akteuren Spielpraxis, wechselte Marvin Stefaniak, Luka Stor und den nach seiner Schulterblessur genesenen Yannick Stark für Doppeltorschütze Heinz Mörschel, Philipp Hosiner und Julius Kade ein (77.). Der eingewechselte Nicolas Andermatt schoss kurz darauf an den Pfosten – Meppens größte Chance dieser Begegnung (78.). Danach passierte aber nicht mehr viel.

In der 88. Minute kam Niklas Kreuzer noch Jonathan Meier in die Partie. Seine punktgenaue Flanke konnte Marvin Stefaniak per Kopf aber nicht zum 5:0 verwerten (90.), weil Domaschke diesmal auf dem Posten war. Kurz darauf war Schluss. Es war der zweite 4:0-Sieg für den Spitzenreiter, der sich bei seinem ersten Auftritt in der Hänsch-Arena seit 27 Jahren auch jederzeit als solcher präsentierte und weiter in Richtung 2. Bundesliga marschiert.