09. März 2020 / 08:30 Uhr

Dynamo Dresden: Spieler und Fans danken sich gegenseitig

Dynamo Dresden: Spieler und Fans danken sich gegenseitig

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo
Dennis Hetzschold © Die Dynamo-Mannschaft feierte nach Spielende vor dem K-Block ausgelassen mit ihren Fans.
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Dynamo konnte sich nach dem Rückstand wieder in die Partie beißen und als glücklicher Sieger vom Platz gehen. Vor allem die Fans peitschten das Team nach vorn.

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Dresden. Am Sonntag konnte sich Dynamo Dresden im Ostderby gegen Erzgebirge Aue mit 2:1 durchsetzen. „So sehen Sieger aus!“, dröhnte es aus den Stadionlautsprechern, und unten auf dem Rasen hüpften die Schwarz-Gelben Schulter an Schulter vor dem K-Block. Torwart Kevin Broll nahm ein Mikrofon in die Hand und dankte den Fans im Namen seiner Mitspieler für die lautstarke Unterstützung. Der Schlussmann rief den Anhängern zu, sich alle auf den Weg nach Hannover zu begeben: „Lasst uns das Spiel dort zu einem Heimspiel machen!“

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Die SG Dynamo Dresden gewinnt nach 0:1-Rückstand mit 2:1 und sichert sich somit den Sieg im Sachsenderby. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden gewinnt nach 0:1-Rückstand mit 2:1 und sichert sich somit den Sieg im Sachsenderby. ©

Die Fans lagen sich derweil in den Armen, überall mit Ausnahme des Gästeblocks herrschte Glückseligkeit im Stadion. Dynamo-Trainer Markus Kauczinski genoss den Moment: „Ich freue mich heute für die Mannschaft, aber auch für die Fans, denn die haben viel gelitten und mit uns ein Wellental erlebt. Jetzt freue ich mich, dass wir heute mal was zurückgeben konnten.“

Matchwinner Patrick Schmidt, der zu Recht besonders gefeiert wurde, gestand: „Für mich, für uns ist das natürlich ein wahnsinniges Gefühl. Ich würde lügen, wenn es mir nicht besonders gut nach zwei Toren ginge. Aber wichtig ist, dass wir das Spiel gewonnen haben und den Fans, die schon viel Sch... erlebt haben, so ein Spiel bescheren konnten.“

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(1) Kevin Broll: Der Dresdner Schlussmann hatte in der Anfangsphase Glück, dass Mihojevics Schuss am Pfosten landete (2.). Dann musste er mitansehen, wie Jan Hochscheidt die Verwirrung um eine vermeintliche Abseitsstellung nutzte und mit einem Heber zum 1:0 für Aue traf (7.). Ansonsten hatte der gebürtige Mannheimer in der ersten Halbzeit wenig zu tun, die Flanke von Testroet fing er weg (19.). Nach der Pause wurde er einmal ernsthaft von Rizzuto gefordert, aber er war auf dem Posten (52.). Viel mehr kam danach nicht mehr auf sein Tor. In der 90. Minute war „Brollo“ aber wieder da, als Zulechner noch mal vor ihm auftauchte. Note 3 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Der Dresdner Schlussmann hatte in der Anfangsphase Glück, dass Mihojevics Schuss am Pfosten landete (2.). Dann musste er mitansehen, wie Jan Hochscheidt die Verwirrung um eine vermeintliche Abseitsstellung nutzte und mit einem Heber zum 1:0 für Aue traf (7.). Ansonsten hatte der gebürtige Mannheimer in der ersten Halbzeit wenig zu tun, die Flanke von Testroet fing er weg (19.). Nach der Pause wurde er einmal ernsthaft von Rizzuto gefordert, aber er war auf dem Posten (52.). Viel mehr kam danach nicht mehr auf sein Tor. In der 90. Minute war „Brollo“ aber wieder da, als Zulechner noch mal vor ihm auftauchte. Note 3 ©

Den Schwung mitnehmen

Kapitän Florian Ballas zeigte sich zwar ratlos, warum die Mannschaft erst wieder einen Rückstand gebraucht hatte, um dominant aufzutreten, doch für ihn war entscheidend: „Wir sind von Minute zu Minute stärker geworden.“ Der Saarländer, in der Abwehr diesmal zuverlässig und oft hart im Zweikampf mit Ex-Dynamo Pascal Testroet, meinte weiter: „Wir waren uns heute für nix zu schade, haben uns in alles reingeworfen. Das war wichtig – gerade gegen Ende der ersten Halbzeit. Da hat man das im Stadion auch gespürt, da waren wir schon ganz knapp am 2:1 dran.“ Ballas war dankbar, dass die Fans voll mitgezogen hatten: „Sie haben uns heute den Respekt gezollt, dass wir das Derby angenommen und alles rausgefeuert haben. Wenn du das tust, dann zahlen das dir die Jungs im Stadion auch mit Lautstärke und Leidenschaft zurück. Das ist enorm wichtig in unserer Situation.“

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Jannis Nikolaou, der wie Ballas ein gutes Spiel absolviert hatte, freute sich: „Heute haben wir einen guten Schritt gemacht. Jetzt müssen wir den Schwung mitnehmen in die nächsten Wochen, müssen genauso weitermachen. Heute haben wir gezeigt, was wir können.“ Der gebürtige Bonner war froh, dass die Abwehr nach der schwierigen Startphase gestanden und sich sein Team vorn mehr Chancen als in vielen Partien zuvor erspielt hatte: „Wir haben über das gesamte Spiel nicht viel zugelassen, hatten auch viele Chancen. Da müssen wir eigentlich mehr Tore machen, aber jetzt zählt nur der Sieg.“

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Markus Kauczinski (Trainer SG Dynamo Dresden): Es war wichtig, wiederzukommen und dranzubleiben. Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, dann müssen wir ja auch so eine Serie starten und in der Lage sein, hintereinander mal was zu machen. Ich freue mich heute für die Mannschaft, aber auch für die Fans, denn die haben viel gelitten und mit uns ein Wellental erlebt. Jetzt freue ich mich, dass wir heute mal was zurückgeben konnten.
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Markus Kauczinski (Trainer SG Dynamo Dresden): "Es war wichtig, wiederzukommen und dranzubleiben. Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, dann müssen wir ja auch so eine Serie starten und in der Lage sein, hintereinander mal was zu machen. Ich freue mich heute für die Mannschaft, aber auch für die Fans, denn die haben viel gelitten und mit uns ein Wellental erlebt. Jetzt freue ich mich, dass wir heute mal was zurückgeben konnten. " ©

Auch der Deutsch-Grieche dankte den Anhängern für den Support: „Das hat extrem geholfen. Man hat gesehen, was wir für eine Wucht entfalten können – vor allem in so einem Derby. Wir wussten um die Bedeutung für die Fans, hatten ja auch das Hinspiel verloren. Wie die Fans hinter uns gestanden und uns gepusht haben, war super. Sie haben auch gesehen, wie wir spielen können.“