18. August 2017 / 08:41 Uhr

Dynamo Dresden sucht Rezepte für alle Fälle

Dynamo Dresden sucht Rezepte für alle Fälle

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamos Marco Hartmann (vorn) lässt bei einem früheren Duell den Sandhäuser Korbinian Vollmann stehen.
Dynamos Marco Hartmann (vorn) lässt bei einem früheren Duell den Sandhäuser Korbinian Vollmann stehen. © Imago
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Dynamo Dresden möchte sich vom SV Sandhausen – vor allem im eigenen Stadion – nicht überraschen lassen.

Dresden. Am Sonnabend (13 Uhr) erwartet Dynamo Dresden einen Gegner, der zwar keinen großen Namen und kaum Fans, aber dafür viel Kampfkraft, Mut und auch spielerisches Vermögen mitbringt: den SV Sandhausen. Wozu die Mannschaft aus dem Hardtwald in der Lage ist, hat sie erst am letzten Spieltag gezeigt, als sie den Erstliga-Absteiger FC Ingolstadt überraschend mit 1:0 bezwang. Wie unangenehm zu bespielen die Truppe von Trainer Kenan Kocak ist, das muss den Dresdnern niemand mehr erklären. Einschlägige Erfahrungen haben die Schwarz-Gelben schon genug gemacht.

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BILDER: Dynamo-Training am 15. August 2017

Die SG Dynamo Dresden bereitete sich am Dienstagnachmittag im Großen Garten auf das kommende Wochenende vor. (@ Steffen Manig) (4) Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden bereitete sich am Dienstagnachmittag im Großen Garten auf das kommende Wochenende vor. (@ Steffen Manig) (4) © Steffen Manig

Letzter Sieg schwer erkämpft

Zwar konnten die Spieler von Trainer Uwe Neuhaus das letzte Aufeinandertreffen im März mit 2:0 (Tore: Berko 29., Heise 79.) gewinnen, doch auch mit 27 926 Fans im Rücken war das ein hartes Stück Arbeit. Ähnlich anstrengend dürfte es für die Dresdner Profis auch diesmal werden. Kapitän Marco Hartmann glaubt: „Uns erwartet eine Mannschaft, die das Spiel sehr, sehr intensiv bestreitet. Das haben wir letztes Jahr am eigenen Leib in Sandhausen erfahren – auch im Rückspiel, was ganz komisch war, was wir zwar verdient gewonnen haben, aber gegen eine Mannschaft, die 90 Minuten lang arbeitet, die dich richtig provoziert, Fehler zu machen.“ Gegen das Pressing der Kurpfälzer braucht es laut Hartmann besonders Nervenstärke und Präzision im Zusammenspiel: „Da kommt es auf unsere Qualität im Passspiel an, darauf, sich nicht verunsichern zu lassen.“

Um die eigene Marschroute zu behaupten, haben die Schwarz-Gelben die aktuelle Spielanlage der Schwarz-Weißen genauso intensiv studiert wie deren Coach Kocak die der Dresdner. Beim 2:2 auf St. Pauli war der Deutsch-Türke zu Gast im Stadion, um Schwachstellen der Sachsen auszuspähen.

Kocak spähte, Dynamo nicht minder

Doch auch die Dresdner haben ihre Hausaufgaben gemacht: „Wir haben versucht, uns auf den Gegner einzustellen“, erklärt Hartmann, „Sandhausen ist eine Mannschaft, die meist versucht, hoch zu pressen – wir sind eine, die versucht, immer zu spielen. Da haben wir uns auch heute Lösungen erarbeitet. Risiko ist gut, das hat uns häufig belohnt, denn eine Mannschaft, die hoch presst, hat hinten auch viel Raum übrig, wenn man es gut durchspielt. Auf der anderen Seite müssen wir aber auch Alternativen haben.“

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Die Erkenntnis von Auerbach

Trotz aller taktischen Kniffe und kreativen Standards – zuerst muss aber die Einstellung aller Spieler stimmen, wenn es mit dem zweiten Heimsieg klappen soll. Hartmann bekräftigte noch einmal, dass die Mannschaft auch gegen weniger namhafte Gegner bereit sein müsse, 100 Prozent ihres Leistungsvermögens abzurufen. Jeder solle das 2:2 in Auerbach samt verlorenem Elfmeterschießen als Lehrstunde begreifen: „Wenn es eine Erkenntnis aus dem Spiel gibt, dann die, dass es mit fünf Prozent weniger nicht funktioniert.“

Hartmann bereit für 90 Minuten

Der Kapitän konnte dem nur mäßig ansehnlichen Testspiel im Vogtland aber auch etwas Positives abgewinnen, denn seine leichten Wadenbeschwerden nach dem Spiel gegen St. Pauli sind weg und er wieder voll belastbar: „Ich habe 90 Minuten gegen Auerbach gespielt. Das hat mir und meinem Körper gutgetan. Ich habe die Woche fast jede Einheit mitgemacht. Alles schick soweit.“

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