09. Oktober 2019 / 08:47 Uhr

Dynamo Dresden sucht Selbstvertrauen in der Länderspielpause

Dynamo Dresden sucht Selbstvertrauen in der Länderspielpause

Caroline Grossmann
Dresdner Neueste Nachrichten
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Torwart Kevin Broll, Kevin Ehlers und Florian Ballas (von links) wirkten am Sonnabend nach dem Gegentor zum 0:2 für Hannover 96 recht deprimiert. © Dennis Hetzschold
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Die Fußballer von Dynamo Dresden wollen in der Länderspielpause die Köpfe wieder hochkriegen. Doch dafür braucht es ein Erfolgserlebnis in einem Spiel der 2. Bundesliga.

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Dresden. Ende September bei Erzgebirge Aue erst geführt, später den Faden verloren – und folglich auch mit 1:4 die gesamte Partie. Am Wochenende dann im Heimspiel gegen den angeschlagenen Bundesliga-Absteiger Hannover 96 lange das 0:0 gehalten und doch noch eine 0:2-Niederlage kassiert. In den Tabellenkeller der 2. Bundesliga abgerutscht und nach dem Spiel von den eigenen Fans die Leviten gelesen bekommen. Klar, dass bei den Zweitliga-Profis von Dynamo Dresden das Selbstvertrauen derzeit nicht sonderlich groß ist.

„Wenn du pro Spiel im Schnitt zwei Tore gegen dich hast, ist es brutal schwer zu punkten. Deshalb war uns auch für den Kopf wichtig, zu null zu spielen. Wir haben viel investiert, aber es ist uns einfach nicht geglückt“, ärgerte sich der defensive Mittelfeldspieler Jannis Nikolaou. Auch Jannik Müller haderte mit Fortunas ausgebliebener Unterstützung: „Leider war das Glück nicht auf unserer Seite. Das ist bitter. Wir haben versucht, uns dagegen zu stemmen, aber nicht alles hat geklappt, wir haben viele einfache Fehler gemacht“, bemängelte der 25-Jährige und fuhr fort: „Fußball ist ein Ergebnissport. Die Ergebnisse bringen wir momentan nicht. Dem müssen wir uns stellen und versuchen, daraus Energie zu schaffen.“

DURCHKLICKEN: Bilder zum Spiel gegen Hannover

Die SG Dynamo Dresden kann gegen den krisengeschüttelten Gegner aus Hannover nichts Zählbares holen. 0:2 unterliegen die Schwarz-Gelben den Niedersachsen. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden kann gegen den krisengeschüttelten Gegner aus Hannover nichts Zählbares holen. 0:2 unterliegen die Schwarz-Gelben den Niedersachsen. © Denis Hetzschold
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Für den Rheinländer, der zu Dynamos dienstältesten Profis gehört, kommt deshalb die aktuelle Länderspielpause genau zur rechten Zeit. „Was uns so ein bisschen abgeht, ist das Selbstbewusstsein. Dass wir uns davon wieder ein bisschen mehr erarbeiten – sei es mit Gesprächen oder mit Erfolgserlebnissen im Training“, sagte der Innenverteidiger.

Dynamo testet in der alten Försterei

Sein Trainer aber widersprach. „Wenn Jannik das so sieht, ist das absolut in Ordnung, aber wir brauchen jetzt nicht irgendwelche Storys zu erzählen. Klar geht es darum, weiter zu arbeiten und sich zu verbessern, aber Selbstbewusstsein holst du dir nur über die Spiele. Wenn sie gut trainiert – und das tut die Mannschaft –, aber keine Spiele gewinnt, wird das Selbstvertrauen nicht steigen“, weiß Cristian Fiel. Tatsächlich gibt es aber in der Länderspielpause eine Chance: das Testspiel der Schwarz-Gelben am Donnerstag im Stadion An der Alten Försterei beim 1. FC Union Berlin (14 Uhr).

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Doch auch der Bundesliga-Aufsteiger aus Köpenick, mit vier Punkten aus sieben Spielen aktuell nur auf dem Abstiegsrelegationsrang, hat das Ziel, gegen die Sachsen Selbstbewusstsein zu sammeln. Und im Zweifel hat das höherklassige Team dafür auch bessere Karten. Auch wenn Christopher Trimmel, der Kapitän der „Eisernen“, kurzfristig fehlt, weil er erstmals seit fast zehn Jahren wieder für Österreichs Auswahl nominiert wurde.

Davon unabhängig wollen sich die Dynamos auch gegen die Profis aus der Hauptstadt beweisen. Routinier Patrick Ebert erlebt die Situation nicht zum ersten Mal: „Es ist eben nicht einfach, aber wir sind alle Kämpfer und wir werden weitermachen, auf gar keinen Fall aufgeben, noch härter arbeiten und in den nächsten Spielen das Erfolgserlebnis erzwingen müssen.“

Caroline Grossmann, Stefan Schramm

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