19. Februar 2020 / 09:02 Uhr

Dynamo Dresden Trainer Kauczinski hat nur kurz Zeit zum Feiern

Dynamo Dresden Trainer Kauczinski hat nur kurz Zeit zum Feiern

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Markus Kauczinski heckt aktuell seinen Plan fürs Spiel gegen Bochum aus. Zeit zum Feiern seines runden Geburtstags ist da kaum.
Markus Kauczinski heckt aktuell seinen Plan fürs Spiel gegen Bochum aus. Zeit zum Feiern seines runden Geburtstags ist da kaum. © Picasa
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Dynamo-Coach Markus Kauczinski wird an diesem Donnerstag 50 Jahre alt. Doch er hat andere Dinge im Kopf.

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Dresden. Es war ein glücklicher Punkt, den Dynamo Dresden am Freitag aus dem Hamburger Millerntor entführte. Beim FC St. Pauli hatten die Schwarz-Gelben vor allem in Halbzeit eins immer wieder brenzlige Situationen vorm eigenen Tor zu überstehen. Nur die Glanzparaden von Kevin Broll hielten die Gäste im Spiel und beim Doppelaluminium kurz vor Abpfiff war eine große Portion Dusel mit im Spiel.

Kein Wunder, dass SGD-Trainer Markus Kauczinski den Schlusspfiff von Schiedsrichter Daniel Schlager herbeisehnte – nur vielleicht etwas zu heftig. „Er hätte auch eher abpfeifen können. Er hatte die Pfeife im Mund. Immer, wenn einer von St. Pauli am Ball war, hat er laufen lassen. Darüber habe ich mich aufgeregt“, gibt der Fußballlehrer zu, der für seinen Protest vom Unparteiischen in der Schlussphase noch die Gelbe Karte sah – die erste seiner Trainerkarriere.

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Generell hatte sich Kauczinski die Rückkehr nach St. Pauli an seine frühere Wirkungsstätte, wo er von Ende 2017 bis April 2019 als Chefcoach tätig war, wohl etwas anders vorgestellt. Zwar blieben die bislang in dieser Saison auf fremden Plätzen auffällig schwachen Dresdner zum zweiten Mal in Folge auswärts ohne Gegentor, doch so verdient wie zuvor gegen Heidenheim war das torlose Remis bei den Kiezkickern längst nicht.

Rückstand zum Relegationsplatz halbiert

Dynamo hat einerseits aus den ersten vier Partien des Jahres fünf Punkte geholt und halbierte damit den Rückstand zum Relegationsplatz auf drei Zähler, womit Markus Kauczinski sich insgesamt zufrieden zeigt. Andererseits fordert er vorm Heimspiel am Sonnabend (13 Uhr) im Kellerduell gegen den Tabellen-15. VfL Bochum eine Steigerung. „Wir müssen da anders zu Werke gehen, ballsicherer sein und ein besseres Spiel machen.“

In dieser Woche läuft die Vorbereitung auf diese Begegnung. Und mittendrin wird der gebürtige Gelsenkirchener Kauczinski morgen 50 Jahre alt. Hat er überhaupt Zeit zum Feiern? „Ganz kurz. Mit 50 lässt das ein bisschen nach, da zählt man nicht mehr so genau“, feixt der Coach. Das schönste Geschenk wäre ohnehin ein Heimsieg gegen den Revierclub, doch eigentlich soll sein Ehrentag kein Thema sein. Er wolle die Spieler damit ebensowenig belasten wie zuletzt mit dem Fakt, dass es sich beim KSC und dem FC St. Pauli um seine Ex-Vereine gehandelt habe: „Die Mannschaft hat genug zu leisten, das spielt keine Rolle.“

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