28. Januar 2021 / 14:59 Uhr

Dynamo Dresden tüftelt noch an neuer Abwehrformation

Dynamo Dresden tüftelt noch an neuer Abwehrformation

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Trainer Markus Kauczinski kehrte am Donnerstagvormittag auf den Trainingsplatz zurück.
Trainer Markus Kauczinski kehrte am Donnerstagvormittag auf den Trainingsplatz zurück. © Jochen Leimert
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Dynamo Dresdens Chefcoach Markus Kauczinski hat am Donnerstag seine Elf auf den FC Bayern München II vorbereitet. Die Sportgemeinschaft probierte es im Training mit verschiedenen Varianten, doch der Trainer will sich noch nicht festlegen.

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Dresden. Markus Kauczinski stand am Donnerstag wieder auf dem Trainingsplatz und genoss seine Rückkehr in den Kreis der Mannschaft sichtlich. Einen Tag, nachdem der Cheftrainer wieder aus der Uniklinik entlassen worden war, leitete er am Vormittag um 11 Uhr die Einheit in der Walter-Fritzsch-Akademie. “Ich bin bereit”, sagte der 50-Jährige am Mittag auf der anschließenden Pressekonferenz in Vorbereitung auf das Heimspiel am Freitag (19 Uhr) gegen den FC Bayern München II. Was genau die Übelkeit und den Schwindel bei ihm am vergangenen Montag ausgelöst hat, konnte Kauczinski nicht sagen, er dankte den Ärzten aber für deren gründlichen Check. “Die Dinge sind nicht ganz eindeutig”, erklärte er nach seiner Corona-Infektion, die bei allen eine erhöhte Wachsamkeit ausgelöst habe: “Natürlich hat das alle nervöser gemacht, noch mehr sensibilisiert.” Er fühle sich aber jetzt gut, habe die Erlaubnis der Mediziner seiner Arbeit wieder vollumfänglich nachzugehen, tue das gern.

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Und da wartet gleich eine knifflige Aufgabe, denn nach den beiden Roten Karten für Sebastian Mai und Kevin Ehlers beim 0:1 in Mannheim muss Kauczinski die Abwehr umbauen. Am Morgen ließ er zwei Varianten trainieren. So rückte einmal der junge Maximilian Großer rechts in die Viererkette, zu der dann Paul Will, Tim Knipping und Jonathan Meier gehörten. Dann probierte es das Trainerteam mit einer Dreierkette, die aus Knipping, Will und Leroy Kwadwo bestand. Welche Aufstellung er letztlich bevorzugt, das verriet Kauczinski mit Blick auf den schon in Dresden weilenden Gegner nicht: “Es wird eine Änderung geben. Wir wissen noch nicht, wie sie aussieht.” Grundsätzlich sei der 19 Jahre alte Großer eine Option, obwohl das Abwehrtalent Innenverteidiger ist und bisher nur zwei ganz kurze Einsätze bei den Profis bestritten hat. Auch Max Kulke, der zu Saisonbeginn den verletzten Robin Becker als Rechtsverteidiger vertrat, sei als Ersatz für den am Kreuzband operierten Ex-Braunschweiger denkbar. Wenn, dann aber wohl eher in einer Viererkette.

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Neuzugang Heinz Mörschel hat gute Chancen, am Freitag in der Startelf zu stehen. Foto: Jochen Leimert Zur Galerie
Neuzugang Heinz Mörschel hat gute Chancen, am Freitag in der Startelf zu stehen. Foto: Jochen Leimert ©

Gegen die Bayern, die bereits im Maritim-Hotel am Elbufer abgestiegen sind, erwartet Kauczinski ein schweres Spiel. Das Hinspiel ging am 2. Oktober ja bekanntlich 0:3 verloren. “Wir sind gewarnt”, sagte der Coach. Er hofft, dass der Spitzenreiter am Freitagabend wieder besser spielt als in Mannheim, wo die Mannschaft “zu viel quer- und zurückgespielt”, offensiv enttäuscht habe. “Es gilt, sein Herz in die Hand zu nehmen und mutig zu sein”, forderte Kauczinski, der das Spiel in Mannheim am Handy verfolgt, aber während des Spiels nicht bei den Co-Trainern angerufen hatte. “Während des Spiels gab es keinen Kontakt”, so der Gelsenkirchener, der seinen Assistenten voll vertraut. Dennoch ist er glücklich, wieder selbst coachen zu können: “Auf der Bank hat man das Gefühl, man hat die Dinge unter Kontrolle.” Im Krankenhaus am Handy habe er sich machtlos gefühlt.

Eine Strafe für den unbeherrschten Rotsünder Mai lehnt Kauczinski ab. Mai habe sich für seinen Ausraster bei der Mannschaft entschuldigt. Drei Spiele Sperre seien Strafe genug für den Kapitän, aber er wisse nicht, ob der Verein noch etwas intern obendrauf packen will, so der Trainer. Noch habe man sich darüber nicht unterhalten, Wichtigeres vorgehabt und vor.