24. Juli 2020 / 16:28 Uhr

Dynamo Dresden verpflichtet Agyemang Diawusie

Dynamo Dresden verpflichtet Agyemang Diawusie

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Agyemang Diawusie2
Ab der kommenden Saison flitzt Agyemang Diawusie für die SGD über die Außen. © Dennis Hetzschold
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Außenbahnspieler Agyemang Diawusie wechselt vom FC Ingolstadt nach Dresden. Für den Zweitliga-Absteiger ist es schon der siebte Neuzugang.

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Dresden. Dynamo Dresden hat am Freitag seine siebente Neuverpflichtung in diesem Sommer bekanntgegeben. Vom Drittligisten FC Ingolstadt wechselt der 22 Jahre alte offensive Flügelspieler Agyemang Diawusie zu den Schwarz-Gelben. Der gebürtige Berliner mit ghanaischen Wurzeln unterschrieb einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2022 mit Option auf Verlängerung.

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Der Kader von Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2020/21 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader von Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2020/21 stehen bereits fest. ©

Diawusies Vertrag bei den Donaustädtern lief bis 2021. Folglich musste die SGD ins Geldsäckel greifen. Kolportiert wurde eine Summe im niedrigen dreistelligen Bereich. Über die genauen Ablösenmodalitäten haben beide Vereine allerdings Stillschweigen vereinbart. Am Freitagmorgen meisterte der flinke Außenangreifer in der Dresdner Uniklinik seinen Medizincheck.

„Agyemang Diawusie ist ein antrittsstarker, temporeicher und sehr athletischer Spieler, der sowohl auf dem rechten als auch dem linken Flügel zum Einsatz kommen kann. Wir sehen in ihm einen Spieler mit viel Entwicklungspotenzial“, erklärte Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Becker. Die Sprintqualitäten stimmen also.

Diawusie möchte den nächsten Schritt machen

Insbesondere am Ball sehen Beobachter bei Diawusie aber noch Luft nach oben. Ohnehin scheint Dynamo den jungen Mann als Ergänzungsspieler mit Perspektive engagiert zu haben. Er bringt den Vorteil mit, dass er unter die in der 3. Liga bindende U23-Regel fällt, wonach pro Partie mindestens vier für eine DFB-Auswahl spielberechtigte Kicker aus diesem Altersbereich auf dem Spielberichtsbogen stehen müssen.

Auch Agyemang Diawusie ist seine Rolle im Kader bewusst, auch wenn er kein Bankdrücker sein will: „Ich möchte bei Dynamo den nächsten Schritt machen und mich konstant weiterentwickeln. Ich bin jemand, der lieber Taten statt Worte sprechen lässt und auf dem Platz überzeugen möchte. So viel sei aber gesagt: Ich werde alles dafür geben, um meine Chance bei der SGD zu nutzen“, sagte er.

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Seine fußballerische Ausbildung erhielt er im Nachwuchs vom SV Fortuna Regensburg, SSV Jahn Regensburg, 1. FC Nürnberg und bei RasenBallsport Leipzig. Bei den Messestädtern war er in der A-Jugend aktiv, aber auch dreimal für die zweite Mannschaft in der Regionalliga. Ferner stehen vier Länderspiele für deutsche Jugend-Nationalmannschaften zu Buche.

Erfahrung von 59 Drittligabegegnungen

Bei RB bekam Diawusi 2017 seinen ersten Profivertrag, wurde aber sofort an Drittligist SV Wehen Wiesbaden verliehen. Vier Tore und elf Vorlagen in 35 Einsätzen waren eine gute Bilanz für seine Profidebütsaison. Dann verkauften ihn die Leipziger 2018 zum FC Ingolstadt. Beim damaligen Zweitligisten kam er jedoch in der Hinrunde nur auf einen viertelstündigen Kurzeinsatz.

Deshalb kehrte er Anfang 2019 erneut leihweise nach Wiesbaden zurück – wieder mit Erfolg. In 14 Drittligaspielen machte er zwei Treffer und bereitete fünf weitere vor. So hatte er Anteil daran, dass die Hessen am Ende Platz drei belegten. Kurios: In der Relegation ging es ausgerechnet gegen Ingolstadt. Agyemang Diawusie wurde deshalb freigestellt, Wehen stieg auf.

Somit ging es mit dem Ablauf der Ausleihe für Diawusi wieder in die 3. Liga, diesmal allerdings in Ingolstadt. Dort war die Saison für den 1,80 Meter großen Flügelflitzer aber weniger erfolgreich. Im Herbst setzte ihn eine Schulterverletzung für drei Monate außer Gefecht. Er schaffte es in nur zwei Punktspielen in die Startelf und brachte es in zehn Einsätzen auf zwei Torvorlagen. Bei Dynamo hofft er nun auf eine neue Chance. Immerhin bringt er trotz seines noch jungen Alters die Erfahrung von 59 Drittligabegegnungen mit.