29. Juli 2020 / 14:17 Uhr

Dynamo Dresden verpflichtet Verteidiger Robin Becker

Dynamo Dresden verpflichtet Verteidiger Robin Becker

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Neuer Verteidiger für die SG Dynamo Dresden: Robin Becker kommt ablösefrei von Eintracht Braunschweig.
Neuer Verteidiger für die SG Dynamo Dresden: Robin Becker kommt ablösefrei von Eintracht Braunschweig. © Martin Rose/Getty Images
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Neuzugang für die SGD: Robin Becker kommt ablösefrei aus Braunschweig und verstärkt die rechte Defensivseite.

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Dresden. Damit dort erst gar keine Fragen aufkommen: Nein, trotz des gleichen Nachnamens ist Dynamo Dresdens Sport-Geschäftsführer Ralf Becker nicht verwandtschaftlich verbunden mit dem nunmehr achten Neuzugang in dieser Sommerpause, den die Schwarz-Gelben verkündet haben. Robin Becker hat am Mittwoch einen Zweijahresvertrag mit Option auf Verlängerung unterschrieben. Der 23-Jährige wechselt von Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig nach Ablauf seines bisherigen Kontrakts – beide Seiten konnten sich nicht auf eine Verlängerung einigen – ablösefrei an die Elbe.

Dort soll der gelernte Rechtsverteidiger wohl in die Fußstapfen von Niklas Kreuzer und Linus Wahlqvist treten, deren Arbeitspapiere bei Dynamo im Juni ausgelaufen waren und nicht verlängert wurden. Bei der SGD erhält er die Rückennummer 16, die zuletzt bis Januar 2019 Außenverteidiger Philip Heise getragen hatte. In der Vorsaison lief Becker bei den Niedersachsen zumeist in der Innenverteidigung auf, was für gewisse Allrounder-Qualitäten in der Defensive spricht.

Herzlich willkommen in Dresden! 😊 Die Sportgemeinschaft hat am Mittwoch Robin Becker als achten Neuzugang für die...

Gepostet von SG Dynamo Dresden am Mittwoch, 29. Juli 2020

Das bestätigt auch sein Namensvetter und neuer Chef: „Robin Becker ist ein junger, aber bereits erfahrener Profi, der sich durch ein gutes Stellungsspiel und eine starke Zweikampfführung auszeichnet. Er ist in erster Linie auf der Position des Rechtsverteidigers zuhause, kann in der Verteidigung aber auch variabel eingesetzt werden“, erklärte Ralf Becker.

Robin Becker lernte nahe seiner Geburtsstadt Solingen beim VfL Witzhelden das Fußball-ABC, bevor er ab 2008 in eine andere Nachbarstadt wechselte: Er erhielt im Nachwuchsbereich des Bundesligisten Bayer Leverkusen eine professionelle Ausbildung und durchlief im Alter von 11 bis 19 Jahren sämtliche Juniorenmannschaften. Der Sprung ins deutsche Fußball-Oberhaus war dann aber – auch aufgrund von Verletzungen – doch eine Nummer zu groß und so ging Robin Becker seine ersten Schritte als Profi während einer Leihe beim FC Heidenheim. Dort kam er 2016/17 zwar nur auf sieben Punktspiele, doch sammelte er dabei immerhin jeweils volle 90 Minuten Zweitliga-Erfahrung.

Statt nach Leverkusen zurückzukehren, schloss sich Robin Becker 2017 Eintracht Braunschweig an. In der Zweitliga-Abstiegssaison der Niedersachsen zahlte er weiterhin Lehrgeld, kam nun aber bereits auf 15 Einsätze und knapp 1000 Minuten Spielzeit. Nach dem ersten Drittel der Folgesaison reifte er aber zu einem Stammspieler beim nunmehrigen Drittligisten und dankte das auch gleich mit seinem ersten Tor, das ihm gegen Aalen gelang. Schon damals wurde er aber trotz seiner für diese Position eher geringen Körpergröße von 1,83 m fast permanent als Innenverteidiger eingesetzt.

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Der Kader von Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2020/21 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader von Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2020/21 stehen bereits fest. ©

In der letzten Saison brachte er es als Stammspieler auf 31 Punktspiele und hatte auch mit zwei Treffern und einer Torvorbereitung Anteil am Aufstieg der Braunschweiger. Diese Leistung würde er natürlich am liebsten direkt mit den Schwarz-Gelben wiederholen. „Die Verantwortlichen bei Dynamo Dresden verfolgen einen klaren und ehrgeizigen Plan für die Zukunft, mit dem ich mich voll identifiziere. Ich freue mich sehr auf die Herausforderung bei der SGD und möchte dabei mithelfen, Dynamo wieder dahin zu bringen, wo ein solcher Verein mit dem Umfeld und diesen positiv verrückten Fans hingehört“, spielte er auf die Rückkehr in Liga zwei an.

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Zu spaßen ist mit ihm auf dem Platz nicht. In der jüngst abgelaufenen Saison erhielt er stolze elf Gelbe Karten. Noch häufiger verwarnten die Schiedsrichter nur Ex-Dynamo Dennis Erdmann und Zwickaus Leon Jensen. Auch damit passt er irgendwo zu den Dresdnern, die 2019/20 auch in der Fair-Play-Tabelle Letzter geworden waren. Diesmal wollen Dynamo und Becker aber gemeinsam in weit höhere Sphären der Klassements vorstoßen.