21. Februar 2020 / 08:06 Uhr

Dynamo Dresden vor dem nächsten Heimspiel – Verlieren verboten

Dynamo Dresden vor dem nächsten Heimspiel – Verlieren verboten

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
VfL Bochum - SG Dynamo Dresden

0:1 - Alexander Jeremejeff (SGD) hat eine Hereingabe ins lange Eck verlängert. Saulo Decarli (BOC) und TW Manuel Riemann (BOC) ohne Chance
Bochums Torwart Manuel Riemann und Verteidiger Saulo Decarli waren ohne Chance bei Alexander Jeremejeffs 1:0 im Hinspiel (v. r.). © Krause
Anzeige

Die SG Dynamo Dresden empfängt am Samstag den VfL Bochum zum Kellerduell in der 2. Bundesliga. Eine Niederlage können sich beide Teams nicht leisten.

Anzeige
Anzeige

Dresden. Ihrem Cheftrainer Markus Kauczinski in Form von drei Punkten ein nachträgliches Geschenk zu seinem 50. Geburtstag machen – das würde vielen Profis sicher gut in den Kram passen. Am Samstag (13 Uhr) steht ihnen im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion aber einmal mehr ein Abstiegsendspiel ins Haus. Zu Gast im Kellerduell ist der VfL Bochum, der derzeit in der 2. Fußball-Bundesliga auf dem rettenden 15. Tabellenplatz rangiert.

Dabei ist der Ruhrpott-Club, für dessen Amateurteam übrigens einst auch Markus Kauczinski kickte, seit Saisonbeginn im Abstiegsstrudel gefangen. Genau wie die Schwarz-Gelben holte auch die Mannschaft von der Castroper Straße aus den letzten fünf Punktspielen nur einen Sieg und steht weiterhin ordentlich unter Druck. Doch dem 1:0-Erfolg vor zwei Wochen im Kampf um den Klassenerhalt gegen Mitkonkurrent SV Wehen Wiesbaden folgte am Montag eine 0:1-Heimpleite gegen Aufstiegsaspirant VfB Stuttgart. „Es ist sehr bitter. Man hat gesehen, dass die Mannschaft intakt ist. Wir haben jetzt ein wichtiges Spiel in Dresden vor uns. Da müssen wir einen ähnlichen Charakter zeigen“, wurde VfL-Sportdirektor Sebastian Schindzielorz anschließend zitiert.

DURCHKLICKEN: Bilder vom Dynamo-Training am 18. Februar 2020

Eindrücke aus dem Dynamo-Training am 18. Februar 2020. Zur Galerie
Eindrücke aus dem Dynamo-Training am 18. Februar 2020. © Steffen Manig

Nun haben die Bochumer das Minimalziel, die SGD auf Abstand zu halten. Fünf Zähler beträgt aktuell die Differenz und bei einem Remis bliebe das auch so. Die Sachsen, die als aktuelles Schlusslicht der Tabelle auf den rotgesperrten Simon Makienok sowie den verletzten Kevin Ehlers verzichten müssen, kämen jedoch bei einer VfL-Niederlage bis auf zwei Punkte heran. Ein erneuter Auswärtssieg der Gäste wäre hingegen fast überraschend. Nur acht Punkte fuhr das Team von Trainer Thomas Reis in dieser Saison auf fremden Plätzen bislang ein. Dynamos Heimbilanz mit vier Siegen und zwei Unentschieden ist allerdings ebenso ausbaufähig.

Mehr zu Dynamo Dresden

Heimsieg dringend notwendig

Eines aber könnte den Dresdnern ein wenig Mut machen: Am 8. Dezember 2012 gelang dem VfL Bochum letztmals ein Sieg in Dresden. Zu den Torschützen beim damaligen 0:3 gehörte auch Christoph Kramer, der anderthalb Jahre später im WM-Finale mit Deutschland den Titel gegen Argentinien erkämpfte. In seinen seitherigen fünf Gastspielen an der Oberelbe ging der VfL jedenfalls dreimal als Verlierer vom Platz – so auch beim 2:1 nach Verlängerung beim DFB-Pokal-Zweitrundenduell 2014, als Justin Eilers doppelt traf. Unabhängig vom Austragungsort ist Dynamo seit nunmehr vier Spielen gegen Bochum ungeschlagen.

Der jüngste Vergleich zwischen beiden Mannschaften in Dresden endete Anfang März 2019 übrigens ebenso mit einem 2:2-Remis wie die Hinrundenpartie dieser Saison im Ruhrstadion, als der VfL im September eine von Alexander Jeremejeff und Moussa Koné herausgeschossene 0:2-Führung der Gäste in der Schlussphase egalisieren konnte. Schütze des Bochumer Ausgleichstors in der 85. Minute war ausgerechnet Kapitän Anthony Losilla.

Vor seinem Wechsel ins Revier war Dynamo von 2012 bis 2014 die erste Auslandsstation des mittlerweile fast 34-jährigen Routiniers aus Frankreich. Wie ungemütlich in Dresden ein Abstieg werden kann, erfuhr er 2014 am letzten Spieltag bei der Heimpleite gegen Bielefeld. Losilla vergeigte an der Seite von Cristian Fiel und Marco Hartmann mit Dynamo die Chance auf die Relegation und bekam anschließend den Zorn der Ultras zu spüren. Ein solches Szenario möchte man in diesem Jahr in Dresden unbedingt vermeiden. Soll das noch gelingen, wäre am Samstag ein Heimsieg gegen die Bochumer dringend notwendig.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Sport aus Dresden
Sport aus aller Welt