08. Februar 2022 / 19:46 Uhr

Dynamo Dresden vor ganz schweren Wochen

Dynamo Dresden vor ganz schweren Wochen

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Training Dynamo Dresden in der  Walter-Fritzsch-Akademie 

Foto zeigt: erstes Training mit der Mannschaft Adrian Fein (Dynamo)

Datum: 080222

Olaf Rentsch, Hauptstrasse 35, 01097 Dresden; Tel.: 0172 3669066; ASV-Autorennr.: 4004519;
Ein Lichtblick: Winter-Neuzugang Adrian Fein (am Ball) trainierte nach seiner Corona-Infektion am Dienstag erstmals mit der Mannschaft. © Olaf Rentsch
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Die Zweitliga-Kicker aus Elbflorenz erwartet jetzt ein hartes Programm gegen Gegner, die ihnen nicht liegen. Doch wenn die Dresdner dem Klassenerhalt schaffen wollen, müssen auch gegen solche Teams Punkte mitgenommen werden.

Dresden. Trainer Alexander Schmidt weiß, was die Stunde für Dynamo Dresden geschlagen hat. Nach der 1:4-Heimschlappe am vergangenen Sonntag gegen Rostock ist der Vorsprung auf die Abstiegsplätze weiter geschrumpft. Zwar steht der Aufsteiger noch auf Tabellenrang 13, doch der Abstand zum Relegationsplatz beträgt nur noch vier Punkte. „Fakt ist – von den Punkten, von der Tabelle her geht es jetzt fast wieder bei null los, was das hintere Drittel betrifft. Da müssen wir in den nächsten Aufgaben fokussiert und konzentriert sein“, forderte Schmidt gleich nach der Blamage gegen Hansa, das durch den Sieg an den Schwarz-Gelben vorbeigezogen ist.

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Dass nun kein Polster mehr da ist, das erhöht den Druck auf die Mannschaft, die gegen die forschen Mecklenburger seltsam schläfrig wirkte und sich in den ersten 20, 30 Minuten regelrecht abkochen ließ. Noch einmal dürfe so etwas nicht passieren, stellte Schmidt klar. „Das ist einfach eine brutal harte Liga. Wenn du nicht in jedem Spiel von der ersten Minute an präsent bist, dann geht es dir so wie heute – gegen jeden Gegner“, so Schmidt am Sonntag nach dem Spiel.

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Wegen desolaten ersten 20 Minuten verliert Dynamo Dresden den Ost-Klassiker gegen Hansa Rostock mit 1:4. Zur Galerie
Wegen desolaten ersten 20 Minuten verliert Dynamo Dresden den Ost-Klassiker gegen Hansa Rostock mit 1:4. ©

Dass der Augsburger das 1:4 gegen Rostock nicht als einmaligen Ausrutscher abtun wollte, das hat seinen Grund. Er möchte, dass sich jeder im Team bewusst ist, wie gefährlich die Situation geworden ist, keine Ausrutscher mehr passieren dürfen, weil jetzt jene Gegner vor der Tür stehen, gegen die Dynamo in der Hinrunde eine lange Durststrecke durchmachen musste und beinahe bis in den Keller durchgereicht worden wäre.

Zählbares einsacken

Am Sonnabend geht es nach Paderborn, dann kommen der 1. FC Heidenheim und Darmstadt 98 nach Dresden, alles Teams aus der oberen Tabellenhälfte. Gegen alle drei Mannschaften verlor die Schmidt-Truppe im Herbst, gegen Paderborn sogar klar mit 0:3. Zwar bezwang man am 8. Spieltag dann Werder Bremen mit 3:0 im Harbig-Stadion, doch nun sind die inzwischen besser eingespielten Grün-Weißen unter ihrem neuen Trainer Ole Werner seit sechs Spielen ohne Verlustpunkt und rasend auf der Überholspur. Wenn Dynamo am 6. März in die Hansestadt muss, braucht es an der Weser schon ein kleines Wunder, um dort Zählbares einzusacken.

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Wenn die Sportgemeinschaft dort nichts holt, dann muss aber umso mehr in den Spielen danach gepunktet werden. Auch sie werden allesamt nicht einfach, denn nach dem 3:0 im Hinspiel gegen Bremen folgten fünf Niederlagen, ehe die schwarze Serie am 21. November mit dem 1:0 zu Hause gegen Düsseldorf gestoppt werden konnte und die Mannschaft ihrem Trainer den Job rettete. Damit die Diskussionen um seine Person gar nicht erst wieder aufflammen, sollte am besten schon jetzt in Paderborn der erste Sieg anno 2022 her. Dafür darf aber in der Benteler-Arena kein Dresdner wieder den Start verschlafen. Keiner.

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