22. Februar 2021 / 20:46 Uhr

Dynamo Dresden will auch gegen die Bayern-Bubis jubeln

Dynamo Dresden will auch gegen die Bayern-Bubis jubeln

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo on fire: Ransford Königsdörffer, Pascal Sohm, Kevin Ehlers und Julius Kade feiern in Zwickau mit Christoph Daferner dessen 2:0.
Dynamo on fire: Ransford Königsdörffer, Pascal Sohm, Kevin Ehlers und Julius Kade feiern in Zwickau mit Christoph Daferner dessen 2:0. © Picture Point
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Der Drittliga-Tabellenführer erwartet am Mittwoch (19 Uhr) die Reserve des deutschen Rekordmeisters im Rudolf-Harbig-Stadion und peilt gegen den vierten Sieg in Serie an. Aber Achtung! Bayern München II konnte schon in Wiesbaden, Saarbrücken und Halle gewinnen.

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Dresden. Mit drei Siegen in Folge ist Dynamo Dresden auf bestem Wege, zu jener Konstanz zurückzufinden, die die Mannschaft schon vor der Weihnachtspause auszeichnete und ihr den Vorstoß an die Tabellenspitze der 3. Liga ermöglichte. Mit dem 2:0 in Zwickau glückte der Truppe von Trainer Markus Kauczinski auch die Revanche für die einzige Heimniederlage (1:2) der Saison. Doch reicht der Schwung, um auch die nächste Scharte aus der Hinrunde auszuwetzen? Die Reserve von Bayern München hatte den Schwarz-Gelben am 2. Oktober mit einem 3:0-Heimsieg die höchste der sechs Saisonniederlagen beigebracht.

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Jungspund Ransford-Yeboah Königsdörffer, der nach Gelbsperre gegen Lübeck in Zwickau wieder in die SGD-Startelf zurückkehrte, brennt am Mittwochabend (19 Uhr) auf Wiedergutmachung für die desolate Partie im Stadion an der Grünwalder Straße: „Gegen Bayern haben wir uns auch noch zu revanchieren. Deshalb nehmen wir uns vor, zu Hause zu gewinnen, damit es bei einer Heimniederlage in dieser Saison bleibt“, sagte der 19-jährige Außenbahnspieler bei Dynamo-TV.

DURCHKLICKEN: Das war das 2:0 der SG Dynamo Dresden in Zwickau

Die SG Dynamo Dresden gewinnt das Sachsenderby beim FSV Zwickau mit 2:0. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden gewinnt das Sachsenderby beim FSV Zwickau mit 2:0. ©

Torwart Kevin Broll schaut nicht gern zurück. Er denkt nur an sein Ziel, den Aufstieg: „Es geht nicht um Wiedergutmachung. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Das gegen Bayern ist total in die Hose gegangen. Die haben ein paar Zocker drin, die uns ein bisschen den Schneid abgekauft haben. Aber es ist trotzdem ein neues Spiel, die Rückrunde hat ein ganz anderes Gesicht. Da gilt es, anzuknüpfen, wo wir in Zwickau aufgehört haben.“

Dynamo profitiert von mannschaftlicher Geschlossenheit

In der GGZ-Arena traten die Dresdner einmal mehr geschlossen auf. Keiner fiel groß ab, obwohl mit Chris Löwe, Marco Hartmann, Robin Becker, Patrick Weihrauch und Yannick Stark fünf Stammspieler verletzt fehlten und mit Kapitän Sebastian Mai ein sechster wegen einer Rotsperre passen musste. Dass die Truppe die Ausfälle so gut wegsteckte und Kauczinski mit Philipp Hosiner (acht Saisontore) einen Knipser und mit Niklas Kreuzer einen gestandenen Zweitliga-Verteidiger auf der Bank lassen konnte, das überrascht Außenstehende, Insider aber nicht.


Zu Letzteren zählt Pascal Sohm, der in Zwickau wieder für Hosiner ran durfte und sein drittes Saisontor köpfte: „Wir haben echt eine geile Mannschaft, auch in der Breite vom Kader. Egal wer spielt, die anderen brennen genauso und rufen auch ihre Leistung ab.“

Das müssen alle auch gegen die kleinen Bayern, die am Wochenende bei Viktoria Köln mit 0:1 verloren und damit weiter nicht weit weg von den Abstiegsrängen zu finden sind. Was Ex-Dynamo-Coach Olaf Janßen, seit Februar Trainer der Viktoria, freut, es war sein erster Sieg, das ärgert Bayern-Trainer Holger Seitz. Denn die Niederlage der Bayern war vermeidbar.

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Seine Bayern-Bubis waren nach frühem Rückstand das bessere Team, blieben es auch, als sie ab der 75. Minute (Gelb-Rot für Kilian Senkbeil) in Unterzahl weiterspielen mussten. „Der Wille, das Tor noch zu machen, war da“, so Seitz auf Bayern-TV. Sein Kapitän Nicolas Feldhahn hatte in der Nachspielzeit eine Riesenchance zum Ausgleich vergeben.

Sebastian Mai bei Dynamo Dresden wieder spielberechtigt

Auch wenn die Bayern-Reserve ähnlich ersatzgeschwächt zum Nachholspiel anreist – außer Senkbeil fehlen Timo Kern (Achillessehnenprobleme), Sarpreet Singh (krank), Nicolas Kühn (muskuläre Probleme), Fiete Arp (Muskelfaserriss) und Malik Tillmann (Kreuzbandriss) – ist Qualität bei den FCB-Talenten noch reichlich vorhanden. Dynamo-Trainer Markus Kauczinski ist daher froh, dass sein Kapitän zurückkehrt und es wieder eine Option mehr gibt: „Dass ,Basti’ Mai wiederkommt, ist wichtig. Wir haben viele englische Wochen, viele schwere, entscheidende Spiele vor uns. Dann ist es gut, dass frische Kräfte wiederkommen, dass man entscheiden kann. Die Jungs machen es einem schwer – egal ob hinten oder vorn.“