13. Januar 2022 / 17:03 Uhr

Dynamo Dresden will gegen den HSV selbstbewusst auftreten

Dynamo Dresden will gegen den HSV selbstbewusst auftreten

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Alexander Schmidt ist guten Mutes, dass Dynamo gegen den Hamburger SV  torgefährlicher als zuletzt in der Liga auftritt.
Alexander Schmidt ist guten Mutes, dass Dynamo gegen den Hamburger SV  torgefährlicher als zuletzt in der Liga auftritt. © imago images/Dennis Hetzschold
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Trainer Alexander Schmidt hofft, dass seine Mannschaft in der Rest-Rückrunde torgefährlicher auftritt - den Anfang soll das Spiel gegen Hamburg machen.

Dresden. Es geht wieder los, ab 18.30 Uhr beginnt an diesem Freitagabend für Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden Teil zwei der Mission Klassenerhalt. Gegner im mit spärlichen 1000 Zuschauern besetzten Harbig-Stadion ist der Tabellenvierte Hamburger SV. Ein Spiel, das unter normalen Umständen mit über 32.000 Fans ausverkauft wäre, aber auch vor corona-bedingt dürftiger Kulisse sportlich hochinteressant wird. Beide Teams wollen gut aus den Startlöchern kommen.

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„Da scheint der Knoten geplatzt zu sein“

Dynamo-Coach Alexander Schmidt sieht seine durch drei Ab- und zwei Zugänge leicht veränderte Truppe bereit für das Kräftemessen mit dem sechsfachen deutschen Meister. Seine Mannschaft sei ordentlich und verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen: „Ich habe gespürt, dass Biss, ein guter Zug im Training drin ist.“ Auf vielen Positionen gebe es ein enges Rennen um die Startelf-Plätze, die Neuzugänge Václav Drchal (Leihgabe von Sparta Prag) und Oliver Batista-Meier (vom FC Bayern II) hätten sich prima eingefügt, die Optionen in der Offensive vermehrt.

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Beide hätten einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, besonders der Tscheche habe mit zwei Toren im teaminternen Test, zwei Treffern und einem herausgeholten Elfmeter beim 5:0 gegen Erzgebirge Aue geglänzt: „Mehr kann man nicht erwarten, wenn einer neu kommt“, lobte Schmidt den 22-Jährigen. Ob er und/oder Batista-Meier schon gegen den HSV beginnt/beginnen, ließ der 53-Jährige freilich offen, um seinem Hamburger Kollegen Tim Walter keinen Hinweis zu geben.


Doch nicht nur Drchals gute Torquote stimmt Schmidt optimistisch, dass Dynamo in der Rest-Rückrunde torgefährlicher wird, mehr als die 20 Treffer aus den ersten 18 Spielen erzielen kann. Neben Top-Torjäger Christoph Daferner (acht Treffer) sei auch Ransford-Yeboah Königsdörffer (drei Saisontore) im Kommen. „Da scheint der Knoten geplatzt zu sein“, so Schmidt, der auch auf Brandon Borrellos Doppelpack im Test gegen Aue hinwies.

"Da hätte man mehr machen können"

Der Trainer glaubt, dass seine Mannschaft breit genug aufgestellt ist, es keine erste und zweite Reihe gibt. „Wir kommen über die mannschaftliche Geschlossenheit“, bekräftigte er nicht zum ersten Mal. Als Beleg für den hohen Konkurrenzdruck und die Ausgeglichenheit im Kader führte er noch einmal den Test gegen die „Veilchen“ an: „Man hat gesehen, dass es keinen Qualitätsverlust gab, als wir gewechselt haben.“

Zufrieden mit der leicht veränderten Kaderzusammenstellung ist auch Sport-Geschäftsführer Ralf Becker. Er sagte am Donnerstag, man werde im Winter nur dann noch einmal personell nachlegen, wenn sich eine ausgesprochen günstige Option mit hohem Entwicklungspotenzial für die Zukunft biete. Wenn noch ein Profi käme, dann „nicht weil wir das Gefühl haben, dass wir was machen müssen“. Er hofft, dass der aktuelle Kader gegen den HSV sein Potenzial abruft: „Da wollen wir gleich mal zeigen, dass wir selbstbewusst und gut sind.“ Nicht dabei sind am Freitagabend außer den Langzeitverletzten Luca Herrmann (Knieprobleme), Sebastian Mai (Angina) und Agyemang Diawusie (Infekt). Robin Becker ist nach seiner Corona-Infektion indes wieder voll im Training.

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Becker bedauerte wie Schmidt, dass am Freitag nicht mehr Fans dabei sein können, denn Dynamo brauche die Unterstützung seiner vielen Fans. Die erlaubten 1000 Zuschauer lasse man gern rein, "aber da hätte man mehr machen können", kritisierte er die Verfasser der neuen Corona-Schutzverordnung im Freistaat. Seinem Ex-Verein aus dem Hamburger Volkspark wünschte Becker für 2022 eine Niederlage in Dresden und den Aufstieg im Sommer.