10. Mai 2021 / 11:57 Uhr

Dynamo Dresden will nicht nur aufsteigen, sondern Platz eins

Dynamo Dresden will nicht nur aufsteigen, sondern Platz eins

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Vor fast auf den Tag genau fünf Jahren reckten der damalige Kapitän Michael Hefele (Mitte) und seine Dynamos die Drittliga-Trophäe in die Höhe.
Vor fast auf den Tag genau fünf Jahren reckten der damalige Kapitän Michael Hefele (Mitte) und seine Dynamos die Drittliga-Trophäe in die Höhe. © imago/Robert Michael
Anzeige

Vor fünf Jahren feierten die Schwarz-Gelben die Drittliga-Meisterschaft. Nun soll es bald wieder soweit sein.

Anzeige

Dresden. Am Freitag jährt sich zum fünften Mal Dynamo Dresdens Drittliga-Meisterfeier. Am Ende der Saison 2015/16 waren die Schwarz-Gelben als souveräner Tabellenführer in die 2. Bundesliga aufgestiegen, schon Wochen zuvor stand der Triumph unter dem damaligen Trainer Uwe Neuhaus fest. Dennoch war es natürlich ein besonderer Moment, als Michael Hefele, Justin Eilers und Co. am 14. Mai 2016 nach dem 2:1-Heimsieg am letzten Spieltag gegen Großaspach jubelnd die Trophäe in die Höhe reckten – auf dem Rasen des Rudolf-Harbig-Stadions, vor zehntausenden Fans.

Anzeige

„Den ganzen Kuchen und nicht nur ein Krümel“

Nun schicken sich die Dresdner an, als erste Mannschaft nach dem VfL Osnabrück (2010, 2019) zum zweiten Mal Drittliga-Meister zu werden. Auch diesmal steht die Sportgemeinschaft auf dem ersten Tabellenplatz, allerdings ist im Unterschied zu 2016 zwei Spieltage vor Schluss noch alles offen. Vor den Partien gegen Türkgücü München am Sonnabend und beim SV Wehen Wiesbaden eine Woche später ist noch nicht mal klar, wer direkt aufsteigt – von Rang eins in der Endabrechnung ganz zu schweigen. Doch genau den hat die SGD ins Visier genommen.

Mehr zur SGD

Am Ende nur als Zweiter aufzusteigen kommt nicht in Frage, der Drittliga-Titel samt Meistertrophäe soll es sein. „Natürlich, ich will beide Spiele gewinnen, möchte das Ding dann auch hochheben. Das ist ein Ding für die Ewigkeit, dafür brenne ich, dafür sollen auch alle anderen einen klaren Kopf bewahren. Dass sie das auch als Ziel im Kopf haben und nicht nur sagen, wir sind aufgestiegen und dann fahren wir wieder heim. Man will das große Ganze. In der 3. Liga habe ich schon so viel erlebt. Wenn, dann will ich den ganzen Kuchen und nicht nur ein Krümel“, macht Torwart Kevin Broll klar.



„Lockerheit bewahren“

Und auch Heinz Mörschel bekräftigt: „Ich will nicht Zweiter werden, sondern Erster. Ich will unbedingt, dass wir dieses Jahr die Liga gewinnen. Jeder von uns auch. Ich bin extrem heiß darauf. Das haben die Stadt und die Fans verdient. Als Spieler ist ganz toll, so einen Titel mitzunehmen“, bekräftigt der Torschütze vom 2:0-Sieg gegen Viktoria Köln, mit dem die Dynamos das Tor in Richtung Fußball-Unterhaus weit aufgestoßen haben. Den Titel möchte er dann am liebsten mit den Fans feiern, auch wenn das in diesen Zeiten sicher nicht so einfach machbar wäre. „Wir müssen noch mal die letzten Spiele richtig Gas geben und dann hoffe ich, dass wir das hinbekommen, uns hier alle zu versammeln und eine richtige Party zu schmeißen“, sagt Heinz Mörschel.

Dann will er nicht nur den Aufstieg bejubeln, sondern auch die achteinhalb Kilogramm schwere, 63 Zentimeter hohe und etwa 40.000 Euro teure Trophäe aus versilbertem Aluminium, auf der das dunkelgrüne Drittliga-Logo prangt – und auf deren Sockel dann zum zweiten Mal nach 2016 der Vereinsname von Dynamo Dresden eingraviert wäre. Und auch Niklas Kreuzer, Marvin Stefaniak, Marco Hartmann und Patrick Wiegers, die allesamt schon damals dabei waren, würden diesen Triumph natürlich gern wiederholen.

Am Sonnabend wollen die Schwarz-Gelben den nächsten Schritt machen und Türkgücü München besiegen. Kevin Broll ist topmotiviert und hofft, dass seine Mitspieler auf der Zielgeraden nicht verkrampfen: „Es geht jetzt darum, zu gewinnen und die Lockerheit zu bewahren – nicht auf Teufel komm raus das Ganze zu sehen, sondern ein paar Tage durchzuschnaufen, die wir zuletzt nicht hatten. Und dann geht der volle Fokus auf das nächste Spiel, dann gilt alles oder nix. Aber mit einer gewissen Lockerheit und viel Spaß auf dem Platz. Wenn man die Möglichkeit hat, das alles klarzumachen, macht es umso mehr Spaß, noch mal zehn Prozent mehr rauszukitzeln aus sich.“