09. Februar 2019 / 07:54 Uhr

Dynamo Dresden will sich beim Hamburger SV beweisen

Dynamo Dresden will sich beim Hamburger SV beweisen

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Viel wird für Dynamo davon abhängen, ob Moussa Koné (rechts gegen Rick van Drongelen) wie im Hinspiel mitkicken kann.
Viel wird für Dynamo davon abhängen, ob Moussa Koné (rechts gegen Rick van Drongelen) wie im Hinspiel mitkicken kann. © imago/Dennis Hetzschold
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Die SG Dynamo lässt sich trotz Pleitenserie, Personalsorgen und schwieriger Trainingsbedingungen vorm Gastspiel beim HSV nicht entmutigen.

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Dresden. Es wird eine Hammeraufgabe, doch es gibt wahrlich Schlimmeres, als vor 57 000 Fans im Volksparkstadion ein Zweitliga-Spiel zu bestreiten: Dynamo Dresden hat auch noch etwas Zeit, die letzten Vorbereitungen auf die erst am Montagabend um 20.30 Uhr anstehende Partie beim Tabellenführer Hamburger SV zu treffen. Bevor die Mannschaft von Trainer Maik Walpurgis in die Hansestadt aufbricht, möchte sie heute nach Möglichkeit noch einmal im eigenen Stadion trainieren. Von Schneeballschlachten im Großen Garten, Läufen auf rutschigem Untergrund oder Testspielen auf dem vor allem bei verletzungsanfälligen Spielern unbeliebten Kunstrasen im Ostragehege haben die Schwarz-Gelben genug.

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Dynamo Dresden unterliegt dem Hamburger SV im Nachholspiel mit 0:1. Vor Anpfiff der Partie wurde der neue Name der Dynamo-Heimstätte bekanntgegeben: Rudolf-Harbig-Stadion. Zur Galerie
Dynamo Dresden unterliegt dem Hamburger SV im Nachholspiel mit 0:1. Vor Anpfiff der Partie wurde der neue Name der Dynamo-Heimstätte bekanntgegeben: Rudolf-Harbig-Stadion. ©
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Auch wenn hinter dem Einsatz einiger wichtiger Akteure noch ein dickes Fragezeichen steht, hofft Walpurgis auf die Rückkehr der leicht angeschlagenen Marco Hartmann, Moussa Koné, Markus Schubert, Jannik Müller, Florian Ballas und Osman Atilgan. Einigen von ihnen ersparte er bewusst das Testspiel gegen Carl Zeiss Jena (0:3) oder auch den teaminternen Vergleich am Donnerstag. „Wir wollten kein Risiko eingehen“, begründete der Coach die Maßnahme.

Der Herforder hätte nach den letzten zwei Niederlagen in der Liga (3:4 gegen Bielefeld, 0:1 in Heidenheim) zwar gern mit seiner Mannschaft gegen den Drittligisten aus Jena frisches Selbstvertrauen getankt, doch seinen Optimismus für den Knaller in Dresdens Partnerstadt Hamburg lässt er sich nicht nehmen: „Das ist natürlich für uns ein wichtiges Spiel. Wir wissen auch, dass wir in der Partie gegen den HSV der Underdog sind, aber ich glaube, wir haben schon im Hinspiel gezeigt, dass wir durchaus gute Chancen hatten. Dementsprechend bereiten wir uns jetzt auch auf den HSV vor.“ Der Westfale bekräftigte sogar: „Wir freuen uns auf die Partie.“

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Für Innenverteidiger Sören Gonther wird es ein „richtig geiles Spiel“, denn der Ex-St.Paulianer würde die favorisierten „Rothosen“ nur zu gern überraschen. Die in der Liga zuletzt bei Arminia Bielefeld mit 0:2 unterlegenen HSV-Profis, die unter der Woche im DFB-Pokal mit einem 1:0-Erfolg über den 1. FC Nürnberg etwas Wiedergutmachung bei ihren Fans betreiben konnten, sieht er zwar als klare Favoriten an, aber Dynamo werde die Punkte nicht kampflos abliefern, sondern auch um den Sieg fighten. „Wir fahren nicht dahin, um das Stadion zu besichtigen“, stellte der Routinier klar.

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Das Hinspiel war schließlich auch alles andere als ein Selbstläufer für den im vergangenen Sommer erstmals in die 2. Liga abgestiegenen Bundesliga-Dino. Am 18. September sahen 30 723 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion ein enges, spannendes Spiel, bei dem Dynamo einige gute Chancen vergab und am Ende unglücklich mit 0:1 den Kürzeren zog. Hee-Chan Hwang schoss das Gästeteam um Kapitän Aaron Hunt in der 68. Minute zum Sieg. Auch wenn Markus Schubert noch einen Foulelfmeter von Sturmtank Pierre-Michel Lasogga parieren musste, wäre ein Unentschieden oder gar ein Sieg für die stark aufspielenden Dresdner nicht unverdient gewesen.

Die Dynamo-Fans lassen sich jedenfalls auch durch die jüngsten Niederlagen ihrer Mannschaft die Lust auf die Fahrt in eines der WM-Stadien von 2006 nicht vermiesen. Sie kauften alle verfügbaren Karten und werden ihrer Elf im Volkspark den Rücken stärken. Aus Dresden werden rund 7000 Anhänger an der Elbmündung erwartet, darunter werden wohl auch gewaltbereite Fans sein. Das Spiel wurde als Risikospiel deklariert, die Hamburger Polizei wird ihre Präsenz auf dem Weg zum Stadion und in der Spielstätte verstärken. „Wir sind mit einem Großaufgebot vertreten und sichern bereits die Anmarschwege. Rivalisierende Fangruppen werden sofort getrennt“, sagte Polizeisprecher René Schönhardt am Freitag. Sollte es zu Ausschreitungen kommen, wird ein Videoportal freigeschaltet, in das Zeugen ihre Aufnahmen hochladen können. „Das hat sich bereits bei der Aufarbeitung der Krawalle um den G20-Gipfel bewährt“, so Schönhardt.

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