29. April 2021 / 14:27 Uhr

Dynamo Dresden will sich beim KFC Uerdingen die Tabellenspitze wiederholen

Dynamo Dresden will sich beim KFC Uerdingen die Tabellenspitze wiederholen

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Panagiotis Vlachodimos, SG Dynamo Dresden
Dynamos Trainer Alexander Schmidt, hier mit Panagiotis Vlachodimos vor seiner Einwechslung gegen Duisburg, möchte bei den Krefeldern wichtige Punkte für den Aufstiegskampf mitnehmen. © Steffen Manig
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Dynamo Dresden hat fest vor dem KFC Uerdingen keine Punkte für den Kampf gegen den Abstieg zu schenken. Der neue Trainer Alexander Schmidt bleibt mit der Mannschaft nach dem Spiel in Lotte gleich in der Region, denn am Dienstag wartet schon das Auswärtsspiel in Verl.

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Dresden. Mit frischem Selbstvertrauen fährt Dynamo Dresden am Freitag nach Lotte, um einen Tag später ab 14 Uhr (live beim MDR im Free-TV) beim KFC Uerdingen die Tabellenspitze zurückzuerobern. Wieder auf den Platz an der Sonne vorzurücken, das sei für die Mannschaft „ein Riesenansporn“, erklärte der neue Trainer Alexander Schmidt am Donnerstagmittag auf der Online-Pressekonferenz vor dem Nachholspiel bei den Krefeldern. „Wir wollen die Tabellenspitze, wir wollen kein Unentschieden!“, betonte Schmidt, der erst am Montag das Training bei den Schwarz-Gelben übernommen hatte.

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Nach dem 1:0-Erfolg am Mittwochabend gegen den MSV Duisburg war der Augsburger müde ins Bett gegangen, als er nach einem unfreiwilligen Spaziergang – sein Chauffeur, einer der Co-Trainer fand seinen Autoschlüssel zunächst nicht mehr – in seiner Wohnung angekommen war.

Dynamo Dresden meldet sich zurück im Aufstiegsrennen

Das Spiel habe Energie und Stimme gekostet: „Es war schon sehr anstrengend außen, weil man das Gefühl hatte, Duisburg kann jederzeit zuschlagen.“ Er sei sehr angespannt gewesen, habe sich aber gefreut, wie seine Mannschaft die Partie angenommen habe: „Der Sieg fühlt sich natürlich sehr gut an – vor allem, weil die Mannschaft sehr gut auf ihre nicht so erfolgreiche Phase zuvor reagiert hat.“

Dynamos Siegeswille imponiert Schmidt

Obwohl einige Patzer im Spiel waren, habe ihm der Siegeswille und Einsatz seiner Spieler imponiert, so Schmidt. „Diese positive Energie wollen wir wieder auf den Platz bringen“, ergänzte er. Großen Wert legt er nun darauf, dass sich die Spieler gut erholen. Viel trainieren könne man jetzt nicht, er werde die Mannschaft nicht überfordern: „Wichtig ist die körperliche Frische am Samstag – ohne die geht gar nichts.“ Um auch vor dem Spiel am Dienstag beim SC Verl nicht zu viele Stunden auf der Autobahn zu verschwenden, wird Dynamo mehrmals in Nordrhein-Westfalen übernachten: „Wir bleiben in der Region, wollen die kurze Zeit nicht im Bus verbringen“, so Schmidt. Er wolle lieber mit den Spielern im Hotel Gespräche führen, ganz dosiert mit ihnen arbeiten.

Gut sieht es aus, dass mit Jonathan Meier und Leroy Kwadwo zwei zuletzt verletzte Spieler am Sonnabend in den Kader zurückkehren. Sie haben ihre Muskelverletzungen auskuriert. Ob Pascal Sohm und Ransford-Yeboah Königsdörffer nach ihrer Corona-Infektion und der abgesessenen Quarantäne wieder im Kader sind, entscheide sich kurzfristig, erklärte Schmidt. Vielleicht kommt ja sogar Heinz Mörschel zurück und kann gegen seinen Ex-Verein eingesetzt werden. Obwohl Mörschel im Dezember gegen Türkgücü München den 1:0-Siegtreffer für seinen damaligen Arbeitgeber KFC Uerdingen schoss, hält der damals leidtragende Trainer Schmidt viel von dem 23-Jährigen. „Ich wollte den Heinz auch unbedingt nach München holen, aber er hat sich für Dresden entschieden. Lustig, dass er nicht zu mir gekommen ist, sondern ich zu ihm“, feixte Schmidt, bis Februar Coach bei Türkgücü, das übrigens zuletzt 0:2 gegen die Uerdinger verlor.

Uerdingen gefährlich, aber allemal schlagbar

Die Krefelder schätzt Schmidt trotz aller Turbulenzen, dem Trainerwechsel von Stefan Krämer zu Stefan Reisinger und dem coronabedingten Ausfall von Adriano Grimaldi (5 Saisontore) noch immer als gefährlich ein. Der Tabellen-17. kämpfe ums Überleben: „Sie wollen in der Liga bleiben – mit aller Macht, um das Investment ihres Sponsors nicht zu gefährden.“

DURCHKLICKEN: Die Stimmen zum Spiel gegen den MSV

Alexander Schmidt (Trainer SG Dynamo Dresden): Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment zollen. Die Spieler haben bis zur letzten Minute um jeden Meter gekämpft. Wir haben zwei, drei grobe Schnitzer im Spiel gehabt, die Gott sei Dank nicht bestraft wurden. Aber alle haben an einem Strang gezogen, im Endeffekt haben wir das Spiel gewonnen und den Turnaround geschafft. Ob der Sieg glanzvoll war oder nicht, ist letztlich egal. Es ist so, dass wir wieder vorn reinrücken können, den ersten Schritt haben wir gemacht. Insgesamt bin ich begeistert von der Mannschaft, die Spieler sind pflegeleicht und hungrig. Zur Galerie
Alexander Schmidt (Trainer SG Dynamo Dresden): "Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment zollen. Die Spieler haben bis zur letzten Minute um jeden Meter gekämpft. Wir haben zwei, drei grobe Schnitzer im Spiel gehabt, die Gott sei Dank nicht bestraft wurden. Aber alle haben an einem Strang gezogen, im Endeffekt haben wir das Spiel gewonnen und den Turnaround geschafft. Ob der Sieg glanzvoll war oder nicht, ist letztlich egal. Es ist so, dass wir wieder vorn reinrücken können, den ersten Schritt haben wir gemacht. Insgesamt bin ich begeistert von der Mannschaft, die Spieler sind pflegeleicht und hungrig." ©

Trotz allem sei die Aufgabe für Dynamo lösbar: „Wenn wir unsere Tugenden abrufen, dann habe ich keine Bedenken, dass wir den Gegner schlagen.“ Der neue Dresdner Coach unterstrich noch einmal: „Wir fahren zu den Uerdingern, um uns die Tabellenführung zu holen.“