07. Dezember 2021 / 09:12 Uhr

Dynamo Dresdens Angreifer schießen sich fürs Sachsen-Derby ein

Dynamo Dresdens Angreifer schießen sich fürs Sachsen-Derby ein

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamos Torschützen Ransford-Yeboah Königsdörffer (l.) und Christoph Daferner hatten am Sonntag Grund zum Jubeln.
Dynamos Torschützen Ransford-Yeboah Königsdörffer (l.) und Christoph Daferner hatten am Sonntag Grund zum Jubeln. © IMAGO/Gabor Krieg
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Die SG Dynamo Dresden tankt beim 3:1-Sieg gegen den KSC viel Selbstvertrauen für das Derby beim FC Erzgebirge Aue – besonders gut drauf sind zwei Stürmer.

Dresden. Auswärts ging bei Dynamo Dresden in dieser Zweitliga-Saison noch nicht viel, aber auf seine Heimstärke kann der Aufsteiger bauen. Mit dem 3:1 gegen den Karlsruher SC holten die Schwarz-Gelben zum fünften Mal in acht Spielen im Harbig-Stadion drei Punkte und machten mit dem Sieg am Sonntag einen wichtigen Schritt hin zu einem geruhsamen Weihnachtsfest.

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Die Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt hat als Zwölfter jetzt sechs Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz, immerhin fünf auf den Relegationsplatz im Keller. Der aktuell beste Aufsteiger hat damit gute Chancen, nach den noch ausstehenden beiden Auswärtspartien in Aue und Ingolstadt weiter „über dem Strich“ zu stehen. Schon ein Punkt am Sonntag (13.30 Uhr) beim Sachsenderby im Erzgebirge würde das Überwintern außerhalb der Abstiegszone garantieren.

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Nach öden ersten 45 Minuten dreht Dynamo Dresden in Halbzeit zwei auf. Am Ende gewinnen die Sachsen gegen die Badener des Karlsruher SC mit 3:1. Zur Galerie
Nach öden ersten 45 Minuten dreht Dynamo Dresden in Halbzeit zwei auf. Am Ende gewinnen die Sachsen gegen die Badener des Karlsruher SC mit 3:1. ©

Schmidt war nach dem verdienten Erfolg gegen Karlsruhe logischerweise sehr erleichtert. Es war ihm ein Bedürfnis, sich bei seinen Spielern für deren Einsatzwillen zu bedanken: „Lob an die Mannschaft! Gegen einen starken KSC, der uns alles abverlangt hat, haben wir sehr wichtige Punkte eingefahren.“

Konsequente Zweikampfführung

Der Coach verteilte ein Extralob an seine Abwehrreihe, die zwar anfangs ein paar Probleme mit den badischen Offensivkräften gehabt hatte, aber mit zunehmender Spieldauer zu einem undurchdringlichem Bollwerk geworden war: „Ein Kompliment muss man der Verteidigung machen, in der die Spieler sehr gut zusammengearbeitet, die Tiefe gut verteidigt haben. Michael Sollbacher hat hinten gut gecoacht, war immer wieder präsent. Michael Akoto hat es mit ihm sehr gut gemacht, was die Deckung von Philipp Hofmann betrifft.“

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Den Schlüssel zum Sieg gegen den nunmehr Tabellenzehnten sah Schmidt mit fortschreitender Spieldauer darin, „dass wir das sehr formstarke Mittelfeld der Karlsruher nicht so zur Entfaltung haben kommen lassen“. Die Truppe habe mit ihrer konsequenten Zweikampfführung überzeugt, so den Gästen den Schneid abgekauft.

Standard-Tor kein Zufall

Eine Tatsache, die auch KSC-Trainer Christian Eichner nicht anzweifelte. Das Zweikampfverhalten seiner Mannschaft habe in der zweiten Halbzeit „defensiv einfach nicht genügt, um ein Spiel erfolgreich zu bestreiten“. Seine Profis hätten sich nur als „Begleitschutz“ präsentiert, „nicht konsequent durchgedeckt, wie wir das in der ersten Halbzeit noch getan haben“. Dynamo habe sich „dann mit Wille, mit Einsatz, mit einer Überzeugung durchgesetzt“. Der 39-Jährige attestierte den Gastgebern auch gute Eckbälle: „Das waren Brandbomben, die da reinkamen – von beiden Seiten.“

Dass einer dieser Standards zum 2:1 führte, war kein Zufall. Ransford-Yeboah Königsdörffer stand im richtigen Moment dort, wo er stehen sollte und köpfte die von Ex-Dynamo Philip Heise unfreiwillig verlängerte Eckball-Eingabe von Morris Schröter ein (55.). Ein Ergebnis beharrlicher Trainingsarbeit mit Co-Trainer Heiko Scholz, wie der Torschütze nach dem Spiel verriet. Ein Ergebnis aber auch jener Erleichterung, die zuvor sein Dribbling zum 1:0 ausgelöst hatte. „Man hat einfach nach dem ersten Tor gemerkt: Das war wie eine Befreiung für ihn“, freute sich Schmidt mit dem 20-Jährigen, „wir hoffen alle, dass es jetzt beim ,Ransy’ richtig losgeht, was das Toreschießen betrifft.“

Jetzt ruhen ganz sicher nicht mehr alle Augen nur noch auf Christoph Daferner, der gegen den KSC mit seinem achten Saisontor aber auch ein Signal in Richtung seines Ex-Vereins abgab. Der Ex-Auer kehrt am dritten Advent auch mit frischem Selbstvertrauen ins Lößnitztal zurück. Und schon seit dem Spiel in Regensburg (1:3) weiß jeder: Daferner kann auch auswärts knipsen.

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