08. März 2021 / 18:22 Uhr

Dynamo Dresdens beeindruckende Zwischenbilanz

Dynamo Dresdens beeindruckende Zwischenbilanz

Caroline Grossmann und Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Im gemeinschaftlichen Jubeln haben die Dynamos mittlerweile eine gewisse Expertise erlangt. Hier freuen sie sich über Philipp Hosiners verwandelten Elfmeter zum 3:0-Zwischenstand in Meppen.
Im gemeinschaftlichen Jubeln haben die Dynamos mittlerweile eine gewisse Expertise erlangt. Hier freuen sie sich über Philipp Hosiners verwandelten Elfmeter zum 3:0-Zwischenstand in Meppen. © Osnapix/Michael Titgemeyer
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Zwei Drittel der Saison sind absolviert: Die SG Dynamo Dresden liegt in den wesentlichen Statistiken an der Spitze der 3. Liga – vor allem natürlich in der Tabelle. Eine sehr gute Ausgangsposition für die Schwarz-Gelben  für das Erreichen des großen Ziels.

Dresden. Der Dynamo surrt in dieser Spielzeit wie lange nicht. Zwei Drittel der Saison, 26 von 38 Spielen, hat die SG Dynamo Dresden nun absolviert und sie ist auf dem besten Weg, den direkten Wiederaufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga zu schaffen. Die Statistiken sprechen für die Schwarz-Gelben. Sie verloren zuletzt im Januar in Mannheim, holten seither 16 Punkte aus sechs Spielen – fast die Maximalausbeute. Die beiden jüngsten Partien gegen Aufstiegsaspirant Ingolstadt und bei Kellerkind Meppen gewannen sie jeweils mit 4:0.

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„Das Selbstvertrauen wächst natürlich mit den Ergebnissen. Aber wir wissen auch, dass es trotzdem nur eine Momentaufnahme ist. Wir müssen das immer wieder neu beweisen. Das wollen wir ja zeigen, dass das Ingolstadt-Spiel vorbei ist, so wie wir nächste Woche gegen Saarbrücken zeigen müssen, dass Meppen vorbei ist. Das macht ein Siegerteam aus“, erklärt Trainer Markus Kauczinski die Mentalität seiner erfolgshungrigen jungen Truppe, die am Sonnabend mit dem Heimspiel gegen das Team aus dem Saarland die nächste schwere Aufgabe vor der Brust hat.

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Zu stoppen sind die Sachsen aktuell wohl vor allem durch sich selbst. Stürmer Philipp Hosiner, in Meppen per Elfmeter zum 3:0-Zwischenstand erfolgreich, macht klar: „Es ist noch keiner zu diesem Zeitpunkt aufgestiegen. Wir wollen nicht mehr stolpern, sondern Woche für Woche unsere Leistung auf den Platz bringen. Wenn wir das so machen wie in den letzten Wochen, werden wir nur schwer zu schlagen sein.“ Nach durchwachsenem Jahresstart im Januar steht die SGD durch ihre zweite gute Serie in dieser Saison seit diesem Wochenende auch auf Rang eins der Rückrundentabelle.

Die beste Defensive der Liga hat die Sportgemeinschaft schon seit Monaten – nur 22 Gegentreffer musste sie in 26 Begegnungen hinnehmen. Torwart Kevin Broll gewann in Meppen bereits zum elften Mal in dieser Spielzeit zu Null – ebenfalls Ligabestwert. „Wenn man sieht, wie wir aktuell verteidigen, weiß man, dass es schwer ist, gegen uns ein Tor zu schießen. Das haben wir bis zum Ende durchgezogen. Ich bin stolz, dass die Mannschaft das Spiel so gemeistert hat“, freut sich Abwehrmann Tim Knipping über den zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Sieg.

Sprung in 2. Liga?

Durch den hohen Auswärtserfolg an der Ems haben die Schwarz-Gelben nun sogar auch den erfolgreichsten Angriff der 3. Liga. Sie trafen schon 49-mal, allen voran Christoph Daferner (10) und Philipp Hosiner (9). Daferner hatte in Meppen durch sein 1:0 (3.) früh die Weichen auf Sieg gestellt. Motivationsprobleme gegen den Außenseiter? Fehlanzeige. „Wichtig war, dass wir die gleiche Spannung aufbauen. Für das Spiel gibt es genauso drei Punkte. Die Motivation war, dass wir einfach vornewegmarschieren und uns keine Blöße geben“, berichtet Christoph Daferner.

Das Erreichen des großen Ziels wird durch diese Einstellung immer realistischer. Die Fans ziehen längst Vergleiche zur letzten Aufstiegssaison 2015/16. Parallelen gibt es tatsächlich. Damals wie heute hatte Dynamo nach 26 Spielen 54 Punkte auf dem Konto, war Tabellenführer und gewann am 27. Spieltag mit 4:0 (gegen Fortuna Köln). Unter Trainer Uwe Neuhaus gelang vor fünf Jahren mit 14 Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz souverän der Sprung in die 2. Bundesliga. Den wollen die Dynamos auch diesmal schaffen. Fürs letzte Saisondrittel haben sie eine sehr gute Ausgangsposition.