08. März 2021 / 08:50 Uhr

Dynamo Dresdens Doppel-Torschütze Mörschel mit starker Bilanz in Meppen

Dynamo Dresdens Doppel-Torschütze Mörschel mit starker Bilanz in Meppen

Caroline Grossmann und Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Heinz Mörschel zirkelt den direkten Freistoß zum 2:0 gegen Meppen ins Tor.
Heinz Mörschel zirkelt den direkten Freistoß zum 2:0 gegen Meppen ins Tor. © osnapix/Michael Titgemeyer
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Heinz Mörschel ließ Meppens Torhüter Eric Domaschke zweimal hinter sich greifen und steuerte damit die Hälfte der Tore zum 4:0-Sieg bei. Der Mittelfeldmann bekam dafür viel Lob von seinen Teamkollegen und seinem Coach.

Meppen/Dresden. Dass Heinz Mörschel nach dem Spiel unmittelbar zur Dopingkontrolle musste, passte irgendwie. Der 23-Jährige hatte bei Dynamo Dresdens 4:0-Sieg in Meppen eine starke Leistung abgerufen, war bester Mann auf dem Platz – auch aufgrund seines ersten Doppelpacks für die Schwarz-Gelben. „Ich hoffe, dass er sich nichts reingeworfen hat“, feixte Offensivkollege Philipp Hosiner.

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Leistungssteigernde Mittelchen scheinen aber gar nicht nötig zu sein, denn seit seinem Winter-Wechsel aus Uerdingen an die Elbe läuft es ohnehin immer besser für Mörschel, der nun seine Tore Nummer drei und vier für Dynamo erzielte. „Heinz hat heute zweimal getroffen, aber auch sonst ein gutes Spiel gemacht. Das hat er in den letzten Wochen aber auch getan, deswegen spielt er“, machte Trainer Markus Kauczinski klar. Und wie er spielt: Neben seinen Treffern lieferte Mörschel bislang schon zwei Torvorlagen. Das macht exakt einen Scorerpunkt pro 90 Spielminuten – eine starke Bilanz, erst recht als Neuzugang.

DURCHKLICKEN: Die Noten zum Spiel gegen den SV Meppen

(1) Kevin Broll: Muss in der 10. Minute erstmals zupacken, ist aufmerksam und pflückt einen hohen Ball auf René Guder herunter. Auch nach einem Hemlein-Freistoß eine Minute später gedankenschnell und mit der Lufthoheit. Beim Freistoß von Hassan Amin in der 27. Minute ohne Probleme, hat den Ball sicher. Im ersten Durchgang eher selten gefordert, aber stets souverän zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Unverändertes Bild auch nach der Halbzeit. Note 2. Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Muss in der 10. Minute erstmals zupacken, ist aufmerksam und pflückt einen hohen Ball auf René Guder herunter. Auch nach einem Hemlein-Freistoß eine Minute später gedankenschnell und mit der Lufthoheit. Beim Freistoß von Hassan Amin in der 27. Minute ohne Probleme, hat den Ball sicher. Im ersten Durchgang eher selten gefordert, aber stets souverän zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Unverändertes Bild auch nach der Halbzeit. Note 2. ©

Besonders schön anzusehen war das direkte Freistoßtor des in der Dominikanischen Republik geborenen Mittelfeldmanns, der damit das 2:0 für die SGD erzielte. „Ich hatte ein gutes Gefühl. ,Basti' (Mai, d. Red.) hat gesagt: Komm, schön über die Mauer da oben links rein. Da habe ich gesagt, ich geb mein Bestes. Gott sei Dank hat es so gut geklappt“, erinnert sich Heinz Mörschel an die Situation in der 25. Minute, die für Dynamos ungefährdete Pausenführung sorgte, und erzählt weiter: „Ich übe das schon ganz lange. Dass ich einen guten Schuss habe, weiß ich. Standards mag ich, den einen oder anderen schnappt man sich nach dem Training und übt.“

„Einfach weitermachen“

Natürlich bekam er von seinen Mitspielern viel Lob für die Aktion: „Den Freistoß haut er überragend rein. Davor kann ich nur den Hut ziehen, das gönne ich ihm von Herzen. Er tut unserer Mannschaft sehr gut“, meinte Christoph Daferner. Dabei folgte noch Mörschels zweiter Streich. Mit einem Distanzschuss düpierte er Meppens Torwart Eric Domaschke, der bei dem Aufsetzer ganz alt aussah und danebengriff: „Die Trainer sagen immer, zieh mal ab aus der zweiten Reihe. Jetzt hat sich endlich mal die Möglichkeit ergeben. Wenn man nicht schießt, entstehen auch keine Treffer“, weiß Heinz Mörschel, der das Lob auch gern an seine Kollegen zurückgibt: „Die Jungs machen es einem einfach. Wir spielen gut von hinten raus, dann kommt eins zum Anderen.“

Trainer Markus Kauczinski wünscht sich, dass das so bleibt: „Ich freue mich für ihn. Aber für ihn gilt wie für alle Anderen auch: Einfach weitermachen. Wir feiern uns nicht dafür, sondern müssen einfach drinbleiben.“