14. September 2019 / 07:16 Uhr

Dynamo Dresdens Dzenis Burnic ist heiß auf Bochum

Dynamo Dresdens Dzenis Burnic ist heiß auf Bochum

DNN
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo Dresdens Dzenis Burnic (l.) macht dem Gegner, wie hier St. Paulis Waldemar Sobota, das Leben schwer.
Dynamo Dresdens Dzenis Burnic (l.) macht dem Gegner, wie hier St. Paulis Waldemar Sobota, das Leben schwer. © Dennis Hetzschold
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Dynamos Mittelfeldmann freut sich auf sein Gastspiel im heimatlichen „Pott“, zumal er nach seiner Länderspielreise gehörig Rückenwind hat.

Dresden. Deutschlands Sieg zum Auftakt der Qualifikation für die U21-Europameisterschaft war souverän. Mit 5:1 fegte die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz den Gegner aus Wales in Wrexham aus dessen heimischem Stadion. Auch Dynamo Dresdens Dzenis Burnic hatte seinen Anteil daran, da er nach einer Stunde Spielzeit für Torschütze Adrian Fein eingewechselt wurde. Erst wenige Tage zuvor hatte er beim 2:0-Erfolg gegen die Griechen ein gelungenes U21-Auswahldebüt gefeiert, stand sogar in der Startelf. Entsprechend positiv blickt Burnic auf die Länderspielreise zurück: „Es waren spannende und erfolgreiche zehn Tage. Wir haben beide Spiele gewonnen, ich habe meine Einsatzminuten bekommen.“ Seit der U15 durchlief der gebürtige Westfale alle Juniorenauswahlteams des DFB und ist nun natürlich stolz, in der U21 angekommen zu sein.

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SG Dynamo Dresden - VfL Bochum (2:2) Zur Galerie
SG Dynamo Dresden - VfL Bochum (2:2) ©

Entsprechend geht Dynamos Mittelfeldmann mit Rückenwind ins nächste Punktspiel. Am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) sind die Schwarz-Gelben mit Burnic in der 2. Fußball-Bundesliga auswärts beim VfL Bochum gefordert. Direkt nach seiner Rückkehr an die Elbe war Burnic schon wieder im Punktspielmodus – und ist bereit für die Partie. „Ich habe in den zehn Tagen keinen Urlaub gemacht, sondern auch hart trainiert“, erklärt der 20-Jährige, dass er keinen Nachteil in seiner Abwesenheit vom SGD-Training und den verpassten Testspielen gegen Halle (0:0) und Zeitz (13:1) sieht.

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<b>20.09.2005:</b> Zweitligist Dynamo Dresden reist am 6. Spieltag zum Tabellenführer nach Bochum. Der Favorit aus dem Ruhrpott kann sich am Ende durch das Tor von Pavel Drsek mit 1:0 durchsetzen. Zur Galerie
20.09.2005: Zweitligist Dynamo Dresden reist am 6. Spieltag zum Tabellenführer nach Bochum. Der Favorit aus dem Ruhrpott kann sich am Ende durch das Tor von Pavel Drsek mit 1:0 durchsetzen. ©

Und er weiß auch: Trainer Cristian Fiel braucht ihn. Denn Burnics nomineller Nebenmann im zentralen defensiven Mittelfeld, Jannis Nikolaou, fällt aufgrund seiner roten Karte, die er beim 3:3 gegen den FC St. Pauli kassiert hatte, mit einer Sperre aus. Und Marco Hartmann ist nach seiner Verletzung noch nicht wieder so weit, dass er dort nahtlos einspringen könnte. „Er macht wieder alles mit, aber wenn man lange raus war, braucht es eben seine Zeit“, erläutert Fiel den aktuellen Leistungsstand des Kapitäns.

Somit ist Dzenis Burnic eigentlich gesetzt – und das bei einem Fast-Heimspiel. Nach einer frühen Kindheit in Hamm war er seit 2006 für Borussia Dortmund aktiv – noch bis Sommer 2020 hat ihn der BVB an die SGD ausgeliehen. Klar, dass er den Kick im Revier herbeisehnt. „Meine Familie kommt auf jeden Fall zuschauen, viele Bekannte auch. Ich freue mich auf alle“, sagt Burnic, der um die tabellarische Brisanz der Partie im Ruhrstadion weiß. Dynamo hat fünf, Bochum sogar nur zwei Punkte aus den ersten fünf Begegnungen auf dem Konto. Nun will der VfL natürlich den ersten Saisonsieg. „Das Spiel ist für beide Mannschaften sehr wichtig. Bei Bochum ist mit dem neuen Trainer auch neuer Wind in der Mannschaft. Die werden bewaffnet sein“, glaubt Burnic.

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Beim Revierclub hatte Anfang dieser Woche der 45-jährige Ex-VfL-Profi Thomas Reis den zuvor beurlaubten Robin Dutt als Chefcoach beerbt. „Ich kenne ,Reisi’ als U19-Trainer in Wolfsburg. Trotzdem weiß ich nicht, was auf uns zukommt“, sagt Cristian Fiel, der in den Gastgebern nach dem Trainerwechsel eine taktische Wundertüte sieht und seinem ehemaligen Mitspieler einiges zutraut: „,Reisi’ hat viel Erfahrung, war schon Co-Trainer, zuletzt als U19-Coach in einem guten Nachwuchsleistungszentrum. Er hat viel mehr Erfahrung als ich. Die Jungs werden ihm folgen, da bin ich mir sicher“, meint Fiel.

Sein Hauptaugenmerk liegt aber auf der Leistung der eigenen Elf. Einen schnellen 0:3-Rückstand wie zuletzt gegen St. Pauli gelte es unbedingt zu vermeiden. Ob Kevin Ehlers dabei mithilft, ist unklar. Das Innenverteidiger-Talent durfte gestern eine Trainingspause einlegen. Es pfeift Christof Günsch aus Marburg.

Caroline Grossmann/Stefan Schramm

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