20. Mai 2019 / 09:13 Uhr

Dynamo Dresdens Fans pfeifen Markus Schubert aus

Dynamo Dresdens Fans pfeifen Markus Schubert aus

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
19.05.2019, Sachsen, Dresden: Fußball: 2. Bundesliga, Dynamo Dresden - SC Paderborn 07, 34. Spieltag, im Rudolf-Harbig-Stadion. Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge (2.v.l) umarmt bei der Verabschiedung der Spieler vor Beginn des Spiels Marius Hauptmann (l) und Erich Berko (3.v.l), Torwart Markus Schubert (r) steht daneben. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk ++
Vor dem Anpfiff verabschiedete Dynamo sechs Spieler und Co-Trainer Mathias Lust mit Blumen und einer Grafik. © dpa
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Schlechter Stil: Bei der Verabschiedung der sechs verdienten Dynamo-Profis wurde Eigengewächs Markus Schubert mit einem gellenden Pfeifkonzert bedacht. Sein weiterer Karriereweg könnte Ihn zum FC Augsburg führen. 

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*Dresden. *Bereits vor dem Saisonfinale wurde es emotional im Harbig-Stadion. Vor dem Anpfiff verabschiedeten Präsidium und Geschäftsführung wie angekündigt sechs Spieler und den nach Bochum wechselnden Co- und A-Jugendtrainer Matthias Lust. Alle bekamen Blumen und eine Grafik mit ihrem Konterfei, Präsident Holger Scholze dankte ihnen für ihr Engagement und versprach: „Wir werden Euch in unseren Herzen behalten.“

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SG Dynamo Dresden - SC Paderborn 3:1 Zur Galerie
SG Dynamo Dresden - SC Paderborn 3:1 © dpa
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Aber nur fünf Profis des Spieler-Sextetts erhielten auch ungeteilten Beifall. Während Erich Berko (Darmstadt 98), Rico Benatelli (FC St. Pauli), Dario Dumic (FC Utrecht/Leihende), Aias Aosman und Marius Hauptmann (beide Ziel unbekannt) mit freundlichem Applaus bedacht wurden, pfiffen viele Fans, als Torwart Markus Schubert an der Reihe war. Ein bitterer Moment für den jungen Torwart, der beim FC Augsburg hoch im Kurs stehen soll. Ein bitterer Moment aber auch für die Anhänger, die den Schlussmann jahrelang gefeiert hatten, ihm jetzt die Art und Weise seines Abgangs aber übelnahmen.

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Der Einzige des Sextetts, der noch einmal spielen durfte, war Dumic. Der bosnisch-dänische Innenverteidiger erwischte aber nicht seinen besten Tag, sah vor allem beim 0:1 nicht gut aus, doch er ging nach dem 3:1-Erfolg zufrieden vom Feld. Nach dem Sieg hatte er „ein gutes Gefühl für den Urlaub“. Dass das Team nach einem 0:1-Rückstand noch zurückkam und 3:1 gewann, spreche für den Charakter der Mannschaft, so Dumic. In der hätte der Abwehrrecke unter Cheftrainer Cristian Fiel gern weitergespielt, aber Dynamo zog die Kaufoption für den Leihspieler vom FC Utrecht nicht. „Ich habe dort noch zwei Jahre Vertrag, aber mit dem Preis war das ein bisschen kompliziert“, so der bullige Innenverteidiger, der nun zurück in die Niederlande geht. In seinem einen Jahr in Dresden habe er noch Neues erleben dürfen, bekannte er: „Die Fans sind unglaublich – in der ganzen Stadt und im Stadion. Das habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt.“

Jannik Müller wird indes wohl noch etwas länger in Dresden bleiben, obwohl er schon seit 2014 hier ist. Der 25-Jährige, der die Schwarz-Gelben am Sonntag als Kapitän aufs Feld führen durfte, steht vor der Vertragsverlängerung. Zwar konnte er noch nicht offiziell verkünden, dass sein neuer Kontrakt in trockenen Tüchern ist, doch sein Sommerfahrplan verriet einiges: „Erst mal geht es für mich diese Woche nach Hause. Jannis (Nikolaou/d. Red) hat ja da eine große Feier zum Junggesellen-Abschied. Da werde ich präsent sein. Dann fliege ich mit meiner Freundin nach New York, von dort auf die Bahamas. Dann habe ich am 15. meine Absolventenfeier fürs Studium, bin in Hamburg. Und dann, denke ich, komme ich wieder nach Dresden.“ Wieder nach Dresden kommt auch Patrick Mölzl, der Co-Trainer verlängerte seinen Vertrag. „Der hat jetzt die gleiche Laufzeit wie meiner“, freute sich sein Chef Fiel.

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