09. Dezember 2020 / 21:26 Uhr

Dynamo Dresdens „Geister“ müssen sich beeilen: Die Tickets werden knapp

Dynamo Dresdens „Geister“ müssen sich beeilen: Die Tickets werden knapp

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
SG Dynamo Dresden-KFC Uerdingen.
Die Dynamofans wollen für ein „ausverkauftes“ Geisterspiel im Rudolf-Harbig-Stadion sorgen. © Steffen Manig
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Die Dresdner Fans wiederholen eine tolle Aktion aus dem Jahre 2012. Seinerzeit waren über 35.000 Karten für ein Geisterspiel verkauft worden, weil bei einem Zweitligaspiel gegen Ingolstadt keine Zuschauer zugelassen waren. Jetzt sollen die Corona-Folgen für die Vereinskasse gedämpft werden. Die „Geistertickets“ gehen wie warme Semmeln weg...

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Dresden. Die Aktion „30 000 Geister für Dynamo!“ ist nach dem Start am Mittwochmittag schon jetzt ein voller Erfolg. Nach Vereinsangaben sind sechs Stunden nach Verkaufsstart bereits 17 500 der angepeilten 30 000 „Geistertickets“ verkauft. Besonders riesig war die Nachfrage am Anfang. Wie die Schwarz-Gelben mitteilten, waren nur 113 Minuten nach Verkaufsstart 10 000 Karten an den Mann oder die Frau gebracht.

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„Die Resonanz unmittelbar nach dem Verlaufsstart ist unglaublich! Schon jetzt geht ein großes Dankeschön an all diejenigen raus, die unsere Aktion bis hierhin so großartig unterstützt haben“, sagte Dynamos Interimsgeschäftsführer Enrico Kabus.

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Keinen Sieger gab es im Duell zwischen der SG Dynamo Dresden und dem KFC Uerdingen. Auch Tore fielen nicht. Beide Teams trennten sich 0:0-Unentschieden. Zur Galerie
Keinen Sieger gab es im Duell zwischen der SG Dynamo Dresden und dem KFC Uerdingen. Auch Tore fielen nicht. Beide Teams trennten sich 0:0-Unentschieden. © Steffen Manig

Die SGD, die durch die Corona-Pandemie hohe Verluste verkraften muss, lässt damit eine Aktion von 2012 wieder aufleben. Damals waren mehr als 35.000 Geistertickets für ein Heimspiel verkauft worden, als aufgrund eines DFB-Urteils Zuschauer ausgeschlossen waren.

Dynamofans zeigen, dass Dresden anders ist

„Wir waren und sind von der Aktion total überzeugt, einen Ansturm in diesem Ausmaß hätten wir uns aber nicht zu erträumen gewagt. Einmal mehr zeigen unsere Fans, dass Dresden anders ist. Diese Hingabe und Unterstützung dem eigenen Verein gegenüber ist einmalig. Danke, liebe Dynamo-Fans“, so Kabus weiter.

Wer also noch eines der 30.000 „Geistertickets“ ergattern will, muss sich sputen. Pro Stück gehen fünf Euro an die durch die Pandemie gebeutelte Vereinskasse des Fußball-Drittligisten.