03. Dezember 2019 / 22:03 Uhr

Dynamo Dresdens Heiko Scholz: „Die werden mich schon noch kennenlernen“

Dynamo Dresdens Heiko Scholz: „Die werden mich schon noch kennenlernen“

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Interimcoach Heiko Scholz gibt gestenreich Anweisungen.
Dynamo Dresdens Interimscoach Heiko Scholz gibt in seinem ersten Training gestenreich Anweisungen. © Jochen Leimert
Anzeige

Heiko Scholz spricht im SPORTBUZZER-Interview über den fliegenden Wechsel aus Nordhausen und seine ersten Maßnahmen als Dynamo Dresdens neuer Interimstrainer.

Anzeige
Anzeige

Dresden. Einen fliegenden Wechsel von Regionalligist Wacker Nordhausen zu Zweitligist Dynamo Dresden erlebte Heiko Scholz, seit SGD-Sport-Geschäftsführer Ralf Minge ihn am Montag anrief und ihm das Angebot unterbreitete, an der Lennéstraße zunächst Interims- und dann Co-Trainer zu werden. Am Dienstag sprach „Scholle“ über seinen Abschied aus dem Südharz und die Mammutaufgabe, die ihm bei den Schwarz-Gelben nun bevorsteht.

DURCHKLICKEN: Bilder vom ersten Training mit Heiko Scholz

Am Zaun des Trainingsgeländes herrschte am Dienstagnachmittag dichtes Gedränge. Zur Galerie
Am Zaun des Trainingsgeländes herrschte am Dienstagnachmittag dichtes Gedränge. © Jochen Leimert
Anzeige

Frage: Was ging Ihnen in den letzten Stunden durch den Kopf?

Heiko Scholz: Sehr viel. Das ist ja jetzt erst 24 Stunden her. So ein Ding habe ich auch noch nicht gemacht. Es ging sehr schnell. Lange überlegen musste ich nicht. Dynamo Dresden ist etwas Besonderes. Aber ich weiß auch um die Schwere der Arbeit, was hier verlangt wird in den nächsten Wochen und Monaten. Deswegen gehe ich auch sehr demütig an die Sache ran.

Warum ging das so schnell?

Weil ich das schnell in Nordhausen klären konnte, denn wir hatten ja alle ein bisschen Zeitdruck. Deswegen konnte ich auch heute früh schon hierher kommen.

Auch weil der Vertrag gelöst ist, wenn man eine Weile kein Geld bekommt?

Dazu kann ich nichts sagen. Ich habe das geklärt in meiner charmanten Art und Weise (lacht).

Dynamo Dresdens Interimscoach Heiko Scholz tritt seinen neuen Job an

Nun haben Sie einen neuen Vertrag bis 2021. Das ist ja wie Nikolaus oder Weihnachten …

Nein, dort hatte ich bis 2022 Vertrag. Aber wenn ein Zweitligist wie Dynamo Dresden anfragt, wo du selber viele schöne Erlebnisse gehabt hast, der mich ausgebildet und aus mir einen Fußballer gemacht hat, da muss man nicht lange überlegen.

Haben Sie darüber nachgedacht, dass das ein Stahlbad werden könnte?

Wer in dem Geschäft schon so lange drin ist wie ich, weiß das. Deswegen gehe ich demütig ran. Ich weiß, was hier abgelaufen ist. Ich habe viele Spiele gesehen, war jetzt nicht so unvorbereitet. Ich werde natürlich trotzdem mit dem Videoanalysten noch mal ein paar Spiele anschauen und auch Gegnervorbereitung machen. In der Position, wo ich jetzt bin, und in der, wo ich dann später bin, werde ich alles für den Verein tun, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Das ist das Wichtigste.

Wer ist ihr Wunsch-Cheftrainer?

Keine Ahnung, das werde ich auch nie bestimmen. Ich glaube, ich komme mit jedem aus. Ich bin jemand aus dem Leben. Ich lache viel, aber wenn zu arbeiten ist, dann ist es ernst. Das zeigt ja auch meine Vita, wo ich überall in den letzten Jahren war. Ich war immer unterwegs im Fußball, toi toi toi. Und das ist auch jetzt so geblieben.

Dynamo Dresdens Interimscoach Heiko Scholz über seinen neuen Job

Aber das ist doch einmalig: Normalerweise bestimmt der Chef, wen er mitbringt. Jetzt ist der Co-Trainer schon da …

Ich habe in Duisburg fünf Trainer miterlebt, wo ich immer geblieben bin. Wenn man heute das Geschäft sieht, haben viele Chefs zwei Co-Trainer. Wenn das die Idee von Dynamo ist, dass man einen „Dynamo-Co-Trainer“ haben wollte, dann freut mich, dass die Wahl auf mich gefallen ist. Deswegen werde ich alles tun, um bei Dynamo, egal in welcher Lage, alles reinzuhauen, was ich kann.

Was werden Ihre Aufgaben sein, wenn der neue Cheftrainer da ist?

Ich werde mich viel um die jüngeren Spieler kümmern, bin auch das Bindeglied zur A-Jugend. Ich werde mir viele Spiele ansehen und das tun, was ein Co-Trainer eben alles so machen muss. Aber das muss erst mal mit dem Cheftrainer besprochen werden.

Kennen die jungen Burschen den Heiko Scholz überhaupt noch?

Das ist gar nicht wichtig, wir leben alle in der Zukunft. Die werden mich schon noch kennenlernen.

Dynamo Dresdens Marco Hartmann über den Trainerwechsel

Was haben Sie den Spielern gesagt?

Heute war klar, dass das für die Jungs ein sehr emotionaler Tag war. Das hat man auch gesehen. Deswegen hatten wir heute den Fokus auf ein bisschen Spaß und Bewegung, damit sie die Köpfe freikriegen. Wir haben gesagt: Ab morgen wird hier hart gearbeitet. Da muss alles hintenanstehen, was stört. Die nächsten Monate geht es nur um Dynamo Dresden, bis wir unser Ziel erreicht haben.

Möglicherweise sitzen Sie am Sonntag gegen Sandhausen als Verantwortlicher auf der Bank. Wie ist Ihre Spielphilosophie?

Ich muss erst noch mit dem Mannschaftsrat sprechen. Es waren viele gute Spiele dabei, wo nur die Ergebnisse gefehlt haben. Zum Schluss war ein Spiel dabei, wo alles gefehlt hat. Ich muss mir jetzt erst mal mit den Jungs eine Meinung bilden. Wir müssen anders auftreten als gegen Kiel. Das wissen die Jungs.

Wie fühlt sich das jetzt an mit dem Dynamo-Logo auf der Brust?

Das ist was Besonderes, aber es genügt nicht, den Verein zu lieben, sondern man muss schnellstmöglich unten raus und den Jungs die Köpfe freimachen. Die müssen wieder Fußball spielen. Die Fans müssen wieder Spaß haben. Wir müssen Erfolgserlebnisse haben!

Mehr zu Dynamo Dresden
Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN