21. März 2021 / 09:23 Uhr

Dynamo Dresdens "junge Wilde" wollen "Löwen" bändigen

Dynamo Dresdens "junge Wilde" wollen "Löwen" bändigen

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
SG Dynamo Dresden, Training am 20.03.21, Walter-Fritzsch-Akademie in Dresden.
Dynamo Dresden bereitet sich auf das Spiel in München vor. © Steffen Manig
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Dynamo Dresden trifft am Montagabend auf den TSV 1860 München – und will nach den Erfolgen der Konkurrenten vom Wochenende nun mit einem Auswärtssieg nachziehen.

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Dresden. Die Verfolger lassen Dynamo Dresden keine Atempause. Sowohl Hansa Rostock als auch der FC Ingolstadt gewannen ihre Drittliga-Heimspiele am Sonnabend mit 1:0, rückten bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter aus Sachsen heran. An diesem Montag (19 Uhr) wollen die Schwarz-Gelben nun mit einem Auswärtssieg nachziehen und den alten Vier-Punkte-Abstand in der Tabelle wiederherstellen.

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Kreuzer fällt aus

Keine leichte Aufgabe, denn das Gastspiel beim TSV 1860 München ist das Duell Erster gegen Vierter. Vor allem wird es darum gehen, den Topstürmer der Liga aus dem Rennen zu nehmen: Münchens 16-Tore-Mann Sascha Mölders. SGD-Chefcoach Markus Kauczinski sieht beide Mannschaften auf ähnlichem Niveau und hat große Vorfreude auf die Flutlichtpartie: „Montagabend, zwei Kultklubs, das ist etwas Besonderes. Wir freuen uns darauf. Wir haben gezeigt, dass wir nicht immer jede Situation zu jedem Zeitpunkt beherrschen, aber dass wir darum kämpfen und dass wir heiß sind.“

DURCHKLICKEN: Das Training von Dynamo vor dem Spiel in München

Dynamo Dresden, der Spitzenreiter der dritten Liga, beim Abschlusstraining vor dem schweren Auswärtsspiel beim traditionsreichen TSV 1860 München in der Walter-Fritzsch-Akademie. Zur Galerie
Dynamo Dresden, der Spitzenreiter der dritten Liga, beim Abschlusstraining vor dem schweren Auswärtsspiel beim traditionsreichen TSV 1860 München in der Walter-Fritzsch-Akademie. © Steffen Manig

Dabei ist es in dieser Saison schon Dynamos drittes Abendspiel im Stadion an der Grünwalder Straße. Nachdem sowohl das Freitagsspiel im Oktober gegen Bayern München II (0:3) als auch das Montagsspiel im Januar gegen Türkgücü München (0:1) verloren gingen, will die Sportgemeinschaft nun wenigstens gegen die „Löwen“ punkten. „Wir wissen, dass wir diese Saison dort noch nicht erfolgreich waren. Ich selbst habe an München aber nur gute Erinnerungen, habe da mehr gewonnen als verloren“, so Markus Kauczinski.

Auch der Zustand des Rasens bei erwarteten Temperaturen um den Gefrierpunkt bereitet ihm wenig Sorgen, auch wenn in dem Stadion gleich drei Mannschaften ihre Heimspiele austragen. „Vielleicht rede ich am Montag anders, aber bisher war er besser als andere – trotz der vielen Spiele. Beim letzten Spiel war er top gepflegt“, meint der Trainer, der an der Isar neben den Langzeitverletzten nur auf Niklas Kreuzer verzichten muss. Der 28-Jährige hatte nach seinem Kurzeinsatz beim 1:0-Sieg am Mittwoch gegen den SV Wehen Wiesbaden über muskuläre Probleme geklagt.

"Damit kann man richtig erfolgreich sein"

Ohnehin setzte Kauczinski auf der Rechtsverteidigerposition zuletzt meist auf einen seiner „jungen Wilden“: Der 19-jährige Ransford Königsdörffer ist in dieser Saison ebenso kaum aus Dynamos Startelf wegzudenken wie links außen Jonathan Meier (21). Als Innenverteidiger steht der 20-jährige Kevin Ehlers regelmäßig seinen Mann, das Duo im Mittelfeld aus Paul Will (22) und Julius Kade (21) ist noch blutjung. Selbst Topstürmer Christoph Daferner ist erst 23. „Wir haben eine junge Truppe, dafür machen es die Jungs wirklich geil. Sie übernehmen richtig Verantwortung“, berichtet Kauczinski.

So auch beim Hinrundenspiel gegen die „Sechz’ger“, als Königsdörffer der 2:1-Siegtorschütze war. „Wir hatten uns in Vorbereitung auf Wiesbaden positive Szenen angeguckt fürs Gefühl für uns. Da haben wir auch das Tor von ,Starki‘ (Yannick Stark, d. Red.) noch mal gesehen, der nach innen zieht, an zwei Leuten vorbeigeht und dann abzieht. Fußball ist einfach geil, das macht Spaß“, erinnert sich Markus Kauczinski gern an diese Partie, obwohl die Schwarz-Gelben damals zunächst mit 0:1 zurückgelegen hatten.

Denn sie markierte für die Dresdner den Beginn ihrer ersten Serie von acht ungeschlagenen Spielen, die sie von Tabellenplatz acht auf die Spitzenposition katapultieren. Dort thronen sie seither ununterbrochen, aktuell haben sie erneut achtmal in Folge nicht verloren. „Das war ein Startpunkt, wo man was Neues angefangen hat und dann gemerkt hat, damit kann man richtig erfolgreich sein“, sagt der 51-jährige Chefcoach. Die derzeitige Erfolgsserie will er natürlich noch verlängern. Damit auch die Verfolger keine Atempause haben.