17. August 2019 / 17:47 Uhr

Dynamo Dresdens Junioren feiern in der Bundesliga zwei Auswärtssiege

Dynamo Dresdens Junioren feiern in der Bundesliga zwei Auswärtssiege

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
B-Junioren Bundesliga, SG Dynamo Dresden - Hannover 96 2:2 (0:2). Jubel.
Die B-Junioren von Dynamo haben allen Grund zum Jubeln: Sie gewannen in Braunschweig mit 4:2. © Jochen Leimert
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Die A-Jugend der SG Dynamo Dresden gewinnt in Magdeburg mit 1:0, die B-Jugend holt in Braunschweig einen Rückstand auf und triumphiert noch mit 4:2.

Magdeburg/Braunschweig. Sahnetag für Dynamos Bundesliga-Junioren: Am Sonnabendnachmittag fuhren die U19 und die U17 der Schwarz-Gelben jeweils Auswärtssiege ein. Mit dem jeweils ersten Saisonerfolg in der Staffel Nord/Nordost konnten sich die A- und die B-Jugend am 2. Spieltag im Klassement spürbar verbessern und frisches Selbstvertrauen für die anstehenden Vergleiche mit dem Chemnitzer FC sammeln. Beide Spiele finden am Mittwoch in Dresden statt.

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Haariger Beginn

Die A-Jugend musste an diesem Samstag beim 1. FC Magdeburg ran und feierte einen knappen 1:0-Sieg an der Mittelelbe. Held des Tages war Simon Gollnack, den Trainer Willi Weiße diesmal als Mittelstürmer aufbot. Ein guter Schachzug, denn Gollnack traf vor 111 Zuschauern auf einem Nebenplatz der MDDC-Arena per Kopf zum Sieg (59.). Die Vorarbeit hatte Ransford-Yeboah Königsdörffer geleistet.

Die Partie hatte gleich haarig begonnen: „Magdeburg hat versucht, uns über Kampf und Wucht unter Druck zu setzen“, sagte Co-Trainer Andreas Trautmann. „Wichtig war, dass wir dagegengehalten haben. Es war ein Verschleißkampf“, so der Ex-Auswahlspieler. Niclas Kubitz hätte aber schon vor der Pause das 1:0 erzielen können, als er allein auf den Torwart zulief, aber scheiterte. In der zweiten Halbzeit erhöhte Magdeburg nach Gollnacks Führung den Druck, aber die Abwehr der Gäste hielt allen Angriffen stand.

Neuzugang Adnan Alagic, erst seit zwei Tagen beim Team, bot dabei eine starke Vorstellung in der Dreier-Abwehrkette. Trautmann lobte den deutsch-bosnischen Ex-Herthaner: „Er hat schon eine gewisse Präsenz, ist nicht schüchtern, sondern geht voran. Auch mit seiner Statur hilft er uns.“ Dynamo hatte zwar bei allem Abwehrkampf und -krampf auch noch Konterchancen zum 2:0, aber konnte sie nicht nutzen. „Die hätten wir besser ausspielen müssen, aber wir wollen die Kirche mal im Dorf lassen und sind zufrieden, dass wir gewonnen haben“, so Trautmann. Froh war er auch, dass Stefan Kiefer nach überstandener Verletzung ins Tor zurückkehren und seinen Vorderleuten Sicherheit verleihen konnte.

U19: Kiefer – Nathe, Schrewe, Alagic – Schurz, Stiller, Großer, Kühn – Kubitz (90. Huenig), Königsdörffer (90. Hennig) – Gollnack (72. Saalfrank)

Nach der Pause läuft es besser

Die B-Junioren erwischten in Braunschweig vor 84 Zuschauern einen schlechten Start und gerieten unglücklich durch einen langen Kullerball von Prince Duah Yeboah in Rückstand (9.). „Eigentlich hatte man nicht das Gefühl, dass das ein Tor wird, aber wir haben den Ball nicht wegbekommen“, ärgerte sich Trainer Oliver Heine. Braunschweig stieg auf schwierigem Geläuf hart ein, verwickelte Dynamo in viele Zweikämpfe und ließ die Sachsen so nicht richtig ins Rollen kommen. Erst nach der Pause wurde es aus Sicht der Schwarz-Gelben besser: „Da haben wir auch die langen Bälle von Braunschweig besser verteidigt“, sah Heine eine klare Leistungssteigerung seiner Elf.


Die Gastmannschaft glich in der 42. Minute auch zum 1:1 aus: Till Jacobi dribbelte sich in den Strafraum und schloss aus spitzem Winkel ab. Ryan Don Naderi köpfte dann nach einem langen Ball über den Eintracht-Keeper hinweg das 2:1 (45.). Doch Carlos Christel egalisierte in der 59. Minute zum 2:2: „Da haben wir zu passiv verteidigt“, so Heine. Naderi nutzte aber wenig später eine Standardsituation zum 3:2 (66.) – wieder war die SGD vorn. Der zur Pause eingewechselte Hector Hink erhöhte schließlich nach einem Einwurf, der noch verlängert wurde, auf 4:2 (71.) und sicherte so den ersten Saisonsieg für die Dresdner U17 ab.

U17: Maul – Rothe, Hollenbach, Glaser, Schreiber – Jacobi, Scharfenberg (78. Weiß) – Hennig (66. Schmidt), Naderi, Kiesewalter (55. Ehrlich) – Bürger (41. Hink)