09. April 2021 / 10:05 Uhr

Dynamo Dresdens Kauczinski vor Liga-Endspurt: "Jetzt geht’s erst richtig los"

Dynamo Dresdens Kauczinski vor Liga-Endspurt: "Jetzt geht’s erst richtig los"

Caroline Grossmann und Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Kauczinski
Cheftrainer Markus Kauczinski fordert von seinen Mannen, dass sie noch mal „zünden“. © Steffen Manig
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Die Drittliga-Saison geht in den Endspurt. Bei den Spielern von Dynamo Dresden kommt es nun auf gewisse Tugenden im Aufstiegskampf an. Am Sonntag gastiert die Kauczinski-Elf bei der SpVgg Unterhaching.

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Dresden. Vier Spiele gegen Spitzenmannschaften der 3. Liga hat Dynamo Dresden zuletzt absolviert. Das Ergebnis ist durchwachsen: Zu Buche stehen ein Sieg gegen Wiesbaden, zwei Unentschieden gegen Rostock und Saarbrücken und die Niederlage gegen 1860 München. Fünf Punkte sind die Ausbeute der Schwarz-Gelben – gerade noch genug, um an der Tabellenspitze zu bleiben, auch wenn Hansa Rostock am Sonnabend mit einem Sieg gegen Magdeburg vorbeiziehen könnte.

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Nun haben die Schützlinge von Trainer Markus Kauczinski das vermeintlich leichteste Restprogramm aller Aufstiegsaspiranten. Doch auch das will erst mal positiv gestaltet werden. Den Auftakt ins letzte Viertel dieser Saison bildet am Sonntag das Gastspiel beim Tabellenletzten, der SpVgg Unterhaching. „Jetzt geht’s erst richtig los“, sagt der Cheftrainer vorm Saisonendspurt. „Wir müssen kapieren, dass diese Spiele wie gegen Unterhaching die entscheidenden Spiele sein werden.“

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Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski trainierte auch am 09. April 2021 mit seiner Mannschaft. Zur Galerie
Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski trainierte auch am 09. April 2021 mit seiner Mannschaft. ©

Die Rand-Münchner trennten sich am Montag 1:1 von Viktoria Köln. Als Tabellenletzter haben sie acht Punkte Rückstand aufs rettende Ufer. Gegen Dynamo greifen sie schon fast nach dem letzten Strohhalm, werden viel investieren. Kauczinski fordert von seinen Schützlingen: „Wir müssen die Nerven in den Griff kriegen und besser Fußball spielen. Ich bin weit davon entfernt, jetzt hier eine große Krise auszurufen. Wir sind nach wie vor Erster. Das bedeutet, dass wir alles in der eigenen Hand haben. Wenn wir das kapieren und noch mal zünden, ist alles in Ordnung.“



Wiegers erfolgreich operiert

Worauf kommt es auf der Zielgeraden an? „Woche für Woche seine Leistung abzurufen, dass wir weiter so gut in den Zweikämpfen bleiben, defensiv gut stehen und vorne unser Ding machen“, meint Innenverteidiger Kevin Ehlers. Der erfahrene Yannick Stark vertraut auf die eigene Qualität: „Wir stehen nicht umsonst ganz oben nach 30 Spieltagen. Das ist irgendwo auch eine Auszeichnung. Wenn wir die letzten Spiele so durchziehen, werden wir auch am Ende noch oben stehen.“

Torwart Kevin Broll hat einst bei Großaspach im Abstiegskampf seine Erfahrungen mit engen Saisonfinals gesammelt. „Da hast du auch gegen Topmannschaften gespielt und trotzdem als Tabellensechzehnter noch 1:0 gewonnen. Das gehört dazu, dass man jetzt noch fokussierter sein muss. Vor allem gegen die Hachinger, die rechnen sich auch noch was aus. Dann zählt jeder Grashalm.“ Parallel hofft er auf Schützenhilfe von Magdeburgs Ex-Dynamo Baris Atik gegen die Rostocker: „Ich vertraue ihm voll und ganz, dass der 100 Prozent reinschmeißt ins Spiel. Sein Lauf spricht für sich.“

Brolls Ersatzmann Patrick Wiegers, der sich am Montag im Training einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und am Donnerstag erfolgreich operiert wurde, wird zum Rest der Saison nur noch als Motivator eine Rolle spielen können. In einem Interview auf der Vereins-Website erklärte der 30-Jährige: „Man darf sich nicht verrückt machen und muss weiterhin Spaß dabei haben sowie eine gewisse Gelassenheit an den Tag legen, auch wenn man weiß, dass jeder Moment ein entscheidender sein kann. Nur so kann man konstant die notwendige Leistung abrufen, um am Ende erfolgreich zu sein.“