14. April 2022 / 08:30 Uhr

Dynamo Dresdens Königsdörffer über Sandhausen-Spiel: "Es war einfach ein Scheißtag!"

Dynamo Dresdens Königsdörffer über Sandhausen-Spiel: "Es war einfach ein Scheißtag!"

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
„Ransy“ Königsdörffer stand am Mittwoch nach dem Training der Presse Rede und Antwort.
„Ransy“ Königsdörffer stand am Mittwoch nach dem Training der Presse Rede und Antwort. © Jochen Leimert
Anzeige

Die Enttäuschung sitzt nach der Sandhausen-Pleite bei Dynamo Dresden noch tief. Auch Angreifer Ransford-Yeboah Königsdörffer hadert noch mit dem Spiel. 

Dresden. In Sandhausen war er zwar schon wieder für zehn Minuten auf dem Platz dabei, doch erst am Sonnabend (13.30 Uhr) im Heimspiel gegen Holstein Kiel könnte Ransford-Yeboah Königsdörffer Dynamo Dresden wirklich helfen. Den Muskelfaserriss am Hüftbeuger, den er sich am 12. März beim Spiel gegen den FC St. Pauli (1:1) zugezogen hatte, hat er anders als sein von der gleichen Verletzung betroffener Mitspieler Kevin Ehlers auskuriert und kann schmerzfrei am Mannschaftstraining teilnehmen. Jede Einheit bringt den 20-Jährigen voran: „Mir geht es gut, die Reha ging relativ schnell. Ich glaube, das lag auch daran, dass ich noch nie eine Muskelverletzung hatte. Deshalb denke ich, dass mein Körper relativ gut regeneriert“, erklärt Königsdörffer, den alle nur „Ransy“ nennen.

Anzeige

Dynamos zweitbester Torschütze (4 Saisontore) hat nach der Verletzung seine Ernährung etwas umgestellt: „Man soll ja nicht so viel Fleisch, Brot und Nudeln essen. Ich habe da ein bisschen verzichtet, versucht, mehr roten Saft – also Blaubeer, Kirsch und so – zu trinken. Darauf habe ich schon ein bisschen geachtet. Vielleicht hat das etwas dazu beigetragen, dass ich wieder gesund bin.“

Dynamo trainiert für das Spiel gegen Kiel

So froh der Ex-Herthaner über seine Genesung ist, so sehr bedrückt den schnellen Außenstürmer Dynamos Tabellensituation. Den lange enttäuschenden Auftritt der Mannschaft beim mit 1:2 verlorenen Spiel in Sandhausen kann er schwer erklären: „Uns hat vielleicht etwas der Biss gefehlt, vielleicht hatten wir auch ein bisschen Respekt davor. Ich weiß es nicht, es gibt solche Spiele – schade, dass es in dem Spiel war. Ich denke aber, wir werden im nächsten Spiel besser performen.“ Im Training arbeite Trainer Guerino Capretti in dieser Woche mit dem Team verstärkt an den Grundlagen: Kampf-, Einsatz- und Laufbereitschaft. Im Abstiegskampf gefragte Tugenden, wie sie Sandhausen gezeigt hat, besitze man aber auch, versichert Königsdörffer, habe sie nur im Hardtwaldtstadion nicht abrufen können: „Es war einfach ein Scheißtag!“

Den vergessen zu machen und vielleicht doch noch in die sichere Nichtabstiegszone zu klettern, das ist Königsdörffers Ziel und das seiner Kameraden: „Es ist nicht unmöglich, dass wir das noch schaffen. Wir können noch alles gewinnen.“ Gelingt das, rede kein Schwein mehr über die zwölf Spiele ohne Sieg. Über die Relegation – und somit einen späteren Urlaubsbeginn – werde bislang nicht gesprochen: „Der Trainer hat noch gar nichts dazu gesagt. Wir fokussieren uns erst einmal auf die nächsten fünf Spiele.“

Anzeige: Erlebe den DFB-Pokal mit WOW und fiebere live mit!