14. Januar 2020 / 08:54 Uhr

Dynamo Dresdens Niklas Kreuzer: „Noch ist nichts verloren!“

Dynamo Dresdens Niklas Kreuzer: „Noch ist nichts verloren!“

Caroline Grossmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Niklas Kreuzer hat sich für die restlichen 16 Saison-Spiele eine Menge vorgenommen.
Niklas Kreuzer hat sich für die restlichen 16 Saison-Spiele eine Menge vorgenommen. © Jochen Leimert
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Der Rechtsverteidiger will mit den Schwarz-Gelben noch einmal alles versuchen, um in der 2. Liga zu bleiben. Einen Vertrag für die 3. Liga besitzt Niklas Kreuzer bei Dynamo nicht.

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Mijas. Niklas Kreuzer ist schon seit 2014 Teil der Dynamo-Mannschaft, der gebürtige Münchner hat Höhen und Tiefen in Dresden miterlebt. Doch eine so schwierige Saison wie diese musste der 26-Jährige noch nicht durchmachen. Nur zehn Einsätze stehen bei ihm auf der Habenseite, sein einziges Tor, erzielt im Hamburger Volksparkstadion, konnte er auch nur kurz bejubeln, weil die SGD am Ende noch unglücklich 1:2 beim HSV verlor. Dass die Schwarz-Gelben abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz stehen, nagt an ihm. Doch aufgeben mag der Rechtsverteidiger noch lange nicht. Er hofft auf neues Glück im neuen Jahr, das nur besser als das alte werden könne: „Wir wollen mit neuer Euphorie in die Rückrunde starten. Es ist eine sehr, sehr schwere Aufgabe, die vor uns steht, aber ich glaube, noch nichts ist verloren!“

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Trainer Markus Kauczinski (l.) und sein Assistent Willi Weiße sind gut gelaunt. Zur Galerie
Trainer Markus Kauczinski (l.) und sein Assistent Willi Weiße sind gut gelaunt. ©
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KSC-Spiel hat schon Endspielcharakter

Besonderen Stellenwert misst „Kreuz“ dem ersten Punktspiel anno 2020 bei, denn gegen den Karlsruher SC müsse am 29. Januar ein Sieg her. „Die Bedeutung des KSC-Spiels ist schon sehr, sehr groß. Du kannst die in den Sumpf hinten mit reinziehen, machst mit drei Punkten einen großen Sprung. Ich glaube schon, dass das Spiel auf jeden Fall einen Endspielcharakter hat“, so der Rechtsfuß, der dann gegen das aktuell in Estepona weilende Team seines Vaters Oliver – er ist Sportdirektor bei den Badenern – antreten muss. Sollte tatsächlich ein Dreier gegen die Blau-Weißen aus der Fächerstadt gelingen, dann könne das aber nur ein Anfang sein, glaubt Niklas.

Dynamo Dresden trainiert im spanischen Mijas

Ihm ist bewusst, dass sich Dynamo gewaltig steigern muss, um verloren gegangenen Boden auf die Konkurrenz gutzumachen: „Man spricht ja immer von dieser magischen 40-Punkte-Marke, die man benötigt, um drin zu bleiben. Ich denke, dass schon eine außerordentlich gute Rückrunde von uns verlangt wird. Wenn du jetzt so eine Rückrunde wie in den letzten Jahren spielst, wird es eng gegen Ende. Die Tabelle lügt nicht. Wir haben uns das selber zuzuschreiben durch eine sehr, sehr schwache Hinrunde – da muss man kein Blatt vor den Mund nehmen. Da ist sehr, sehr viel schiefgegangen, wenn überhaupt irgendwas richtig gelaufen ist. Das müssen wir jetzt korrigieren und da braucht es alle, jeden Spieler, alle im Verein.“

Vertrag gilt nicht für die 3. Liga

Nicht nur für Dynamo steht viel auf dem Spiel, auch für Kreuzer Junior selbst, denn er hat zwar einen Vertrag bis 2022 in Dresden unterschrieben, aber der gilt nicht im Abstiegsfall. Dass er im Sommer ohne Verein dasteht, will Niklas unbedingt vermeiden. Und er möchte sich und allen Kritikern beweisen, dass er mehr kann, als er in der Hinrunde gezeigt hat. „Ich habe diese Hinrunde so wenig Spiele wie noch nie gemacht, seit ich in Dresden bin“, ärgert er sich. Klipp und klar gibt er zu: „Ich bin natürlich mit anderen Erwartungen reingegangen, wurde meiner Rolle nicht gerecht. Da muss man kein Blatt vor den Mund nehmen, dass auch ich nicht so performt habe, wie ich das von mir in den letzten Jahren kannte.“ In der Weihnachtspause habe er versucht, die jüngsten Erfahrungen abzuschütteln, so Kreuzer. Der von Ex-Trainer Cristian Fiel zu einem von vier Dynamo-Kapitänen ernannte Abwehrspieler glaubt: „Jetzt zählt einfach, die Reset-Taste zu drücken und mit voller Energie in die Rückrunde zu gehen.“

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Wie es weiter geht, sollte die Mission Klassenerhalt scheitern, will Kreuzer sich gar nicht ausmalen. Er ist Optimist und glaubt an das Gelingen des schwierigen Unterfangens: „Ich gehe nie vom negativen Fall aus, deswegen habe ich mir auch noch nie Gedanken gemacht, wie es in der 3. Liga wäre. Wenn der Abstieg – was ich auf keinen Fall hoffe – besiegelt ist, mache ich mir darüber Gedanken. Aber solange der Ligaverbleib noch möglich ist – und er ist auf jeden Fall möglich – will ich da keine Gedanken dran verschwenden.“

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