05. April 2020 / 18:51 Uhr

Dynamo Dresdens Patrick Schmidt will "Torschütze des Monats" werden

Dynamo Dresdens Patrick Schmidt will "Torschütze des Monats" werden

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Der 2:1-Treffer durch Patrick Schmidt gegen Erzgebirge Aue war vielleicht nicht nur zum Derbysieg gut, sondern auch für die Wahl zum Tor des Monats.
Der 2:1-Treffer durch Patrick Schmidt gegen Erzgebirge Aue war vielleicht nicht nur zum Derbysieg gut, sondern auch für die Wahl zum "Tor des Monats". © Getty Images / Alex Grimm
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Der Angreifer hofft bei Internet-Abstimmung der ARD-Sportschau auf viele Klicks von den Fans – fünf Dresdner gewannen die Wahl schon einmal.

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Dresden. Voller Wehmut schauen Fußballfans in diesen Tagen, in denen dem runden Leder langsam die Luft ausgeht und die Stadionsitze durch Pollen und Sahara-Sand verstauben, in der Glotze und im Netz auf Spielszenen aus der Konserve. Sternstunden aus dem von Verdunklung bedrohten Kicker-Universum sollen den Fans den Entzug erträglicher machen. Labsal spenden kann da auch der alte ARD-Sportschau-Klassiker „Tor des Monats“ – und erst recht, wenn Fallrückzieher wie der von Dynamo-Torjäger Patrick Schmidt dabei auftauchen.

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Was dem Winter-Neuzugang vom 1. FC Heidenheim gleich unmittelbar nach seinem 2:1-Siegtreffer gegen Erzgebirge Aue prophezeit wurde, das ist nun tatsächlich wahr geworden: Schmidts Kunstschuss hat es in die Auswahl zum „Tor des Monats März“ geschafft. Schmidts viertes Saisontor – das zweite im Derby gegen die „Veilchen“ – kann nun bis zum 19. April im Internet unter www.sportschau.de angeklickt werden.

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Die SG Dynamo Dresden gewinnt nach 0:1-Rückstand mit 2:1 und sichert sich somit den Sieg im Sachsenderby. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden gewinnt nach 0:1-Rückstand mit 2:1 und sichert sich somit den Sieg im Sachsenderby. ©

Gegner des Dynamo-Stürmers sind dort der Bochumer Danny Blum, die Bremerin Reena Wichmann, Leon Jensen vom FSV Zwickau und Nationalspieler Jonas Hector vom 1. FC Köln, deren Treffer allesamt auch sehr schön, aber nicht so spektakulär sind wie Schmidts Rechtsschuss mit dem Rücken zum Tor von Martin Männel.

Schmidt war begeistert, als er von der Vorauswahl der Sportschau-Redaktion erfuhr. Gegenüber den Machern der Dynamo-Homepage gestand der Saarländer: „Ich freue mich sehr über die Nominierung, zumal es für mich persönlich das erste Mal ist. Auch wenn es in der aktuellen Zeit nur eine kleine Nebensache ist und es im Moment natürlich wichtigeres gibt, macht mich das stolz. Und wenn ich in der Auswahl schon mal dabei bin, will ich natürlich auch gewinnen und würde mich mega freuen, wenn unsere Fans fleißig für mich abstimmen.“


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Fünf Dynamos waren schon "Torschützen des Monats"

Dass die Dynamo-Anhänger das tun, davon kann „Schmidti“ getrost ausgehen. Schon fünfmal schafften es Spieler der Sportgemeinschaft, die Monatswahl zu gewinnen. Uwe Rösler war der erste Dresdner Kicker, der sich bei der seit 1971 durchgeführten Zuschauerabstimmung durchsetzte. Er traf am 24. April 1992 volley beim 3:1-Auswärtssieg in Düsseldorf, dessen Fortuna er heute trainiert. Sein 2:1 wurde das „Tor des Monats April“. Erfolgreich war später auch Thomas Rath, er vollendete am 12. März 1994 beim 1:2 in Mönchengladbach einen Sololauf zum 1:1. Über zehn Jahre darauf – am 12. Dezember 2004 – glückte dem slowenischen Nationalspieler Klemen Lavric beim 1:1 in Erfurt per Fallrückzieher das „Tor des Monats Dezember“, eine Augenweide, die später sogar zum „Tor des Jahres 2004“ gekürt wurde. Eine Ehre, die auch Pascal Testroet verdient gehabt hätte. Er traf am 30. Januar 2016 beim 3:0 gegen Mainz II per Fallrückzieher zum 1:0 und wurde so „Torschütze des Monats Januar“. Unvergessen ist auch der Hackentreffer von Justin Eilers, der Dynamo am 19. März 2016 beim 2:2 gegen Rostock mit 1:0 in Führung brachte und prompt zum „Tor des Monats März“ gewählt wurde.

Nur knapp verpasste Baris Atik 2018 die Wahl zum „Tor des Monats November“, denn sein 1:6-Ehrentreffer am 10. November beim 1:8 in Köln schaffte es in der Zuschauergunst mit 25,6 Prozent der Stimmen auf Platz zwei. Ausgerechnet Louis Schaub, der das 7:1 in diesem Spiel erzielte, gewann mit 31,4 Prozent. Atik war darüber ganz froh, hatte er doch zuvor gesagt, er würde die mögliche Ehrung für seinen Volleyschuss nach Dynamos höchster Klatsche in der Vereinsgeschichte „nur unfreiwillig annehmen“. Ein fader Beigeschmack, den Schmidt nicht fürchten muss. Ihm gelang übrigens das letzte Dynamo-Tor vor der Corona-Zwangspause.