06. Januar 2022 / 08:21 Uhr

Dynamo Dresdens Patrick Weihrauch auf dem Weg zurück zu alter Stärke

Dynamo Dresdens Patrick Weihrauch auf dem Weg zurück zu alter Stärke

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Patrick Weihrauch (l.) setzt sich gegen Chris Löwe durch und bereitet somit das 1:2 in Dynamos internem Test vor.
Patrick Weihrauch (l.) setzt sich gegen Chris Löwe durch und bereitet somit das 1:2 in Dynamos internem Test vor. © Olaf Rentsch
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Beim 3:3 in Dynamos internem Testkick spielt Patrick Weihrauch sehr überzeugend. Auch das Sprunggelenk macht keine Probleme mehr.

Dresden. Gegen Freital konnte pandemiebedingt nicht getestet werden, also spielte Dynamo Dresden am Mittwoch kurzerhand gegen sich selbst. Am Ende hieß es nach zweimal 30 Minuten 3:3 im Duell Schwarz gegen Gelb. Christoph Daferner netzte dreimal für die Gelben ein, traf in letzter Sekunde zum Ausgleich. Zuvor hatte Neuzugang Vacláv Drchal per Doppelpack die Partie zum 3:2 gedreht – einen dieser Treffer hatte Dynamos anderer Neuling Oliver Batista Meier vorbereitet. Pascal Sohm fehlte wegen eines Zahnarzttermins, Kevin Broll laboriert an einer Nackenverspannung. Das erste Tor für Schwarz gelang übrigens „Leo“ Löwe nach Vorlage von Patrick Weihrauch, der in der Begegnung stark aufspielte.

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„Geht mir einfach nur darum, fit und gesund zu bleiben“

Der 27-jährige Weihrauch ist nach elfmonatiger Verletzungspause durch eine Sprunggelenksblessur auf dem Weg zu alter Form. Erst kurz vor Jahresende war er wieder einsatzbereit. Nur 75 Minuten hat er 2021 gespielt, agierte in Regensburg und Ingolstadt aber noch auffallend zurückhaltend. „Das ist schon ein sehr sensibles Ding. Wenn man einen Schlag bekommt, geht es eben meistens auf den Knöchel. Deswegen war ich anfangs schon relativ vorsichtig“, erklärt Weihrauch. „Aber jetzt habe ich gemerkt, dass ich voll reingehen kann. Ich habe auch schon die ersten Tritte drauf bekommen, das ist überhaupt kein Problem. So habe ich mir jetzt die Sicherheit zurückgeholt.“

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Jedenfalls kann er beruhigt weiter daran arbeiten. Im Herbst kam Dynamo auf ihn zu, verlängerte den zum Saisonende auslaufenden Vertrag um ein Jahr bis 2023, was ihn sehr gefreut habe. „Es geht mir einfach nur darum, fit und gesund zu bleiben. Die Gefahr ist immer, dass man relativ schnell ungeduldig wird und denkt, dass man wieder der Alte ist, aber so ist es eben nicht. Aber ich bin jetzt auch keine 18 mehr und kenne meinen Körper schon auch ganz gut“, sagt der gebürtige Gräfelfinger wohlwissend, dass ihm das Trainerteam weiter die nötige Zeit gönnt. Denn der enge Zeitplan in der kurzen Vorbereitung spielt ihm in seiner Situation eher nicht in die Karten. „Das spüre ich in den Beinen. Wenn es sein muss, nehme ich mir vielleicht mal einen Tag Pause.“

Kein Druck beim Torschusstraining

Jedenfalls will der bei Bayern München auf Top-Niveau ausgebildete Mittelfeldmann der SGD schon bald zu Siegen in Liga zwei verhelfen, wobei ihm vielleicht auch sein „Bayern-Gen“ nützt. Eine Aussage von Trainer Alexander Schmidt, dass Weihrauch eigentlich in eine höhere Liga gehöre, nimmt er als Kompliment. Woran es nun aber lag, dass die Offensivmaschinerie nicht so recht in Gang kam, sei aus seiner Sicht „schwer zu sagen. Ich finde, dass ab und zu der letzte Ball ein bisschen gefehlt hat. Trotzdem haben wir uns genügend Chancen rausgespielt und ich bin ganz guter Dinge, dass wir jetzt in der Rückrunde auch mehr Tore schießen.“

Natürlich stünden Torabschlüsse in der Vorbereitung im Fokus, doch sich zu sehr auf dieses Thema einzuschießen, sei nicht förderlich. „Sondern einfach gut an die Sache rangehen, im Training probieren, die Dinger reinzumachen und dann wird es im Spiel auch klappen“, ist Patrick Weihrauch zuversichtlich.