06. Juni 2019 / 08:09 Uhr

Dynamo Dresdens Sascha Horvath auf Kurs zur U21-EM

Dynamo Dresdens Sascha Horvath auf Kurs zur U21-EM

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Sascha Horvath absolvierte am Mittwoch Stabilisationsübungen im burgenländischen Vorbereitungscamp der Österreicher.
Sascha Horvath absolvierte am Mittwoch Stabilisationsübungen im burgenländischen Vorbereitungscamp der Österreicher. © imago images / GEPA pictures
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Der von Dynamo Dresden nach Innsbruck ausgeliehene Mittelfeldspieler bereitet sich mit den Österreichern in Bad Tatzmannsdorf vor.

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Dresden/Bad Tatzmannsdorf. Nur noch wenige Tage sind es bis zum Start der U21-Europameisterschaft, die am 16. Juni in Italien und San Marino das Interesse vieler Fußballfans auf sich ziehen wird. Mit dabei sein will dann auch Mittelfeldspieler Sascha Horvath, der im vergangenen Winter von Dynamo Dresden an den FC Wacker Innsbruck ausgeliehen wurde.

Schafft er am Donnerstag bei ÖFB-Trainer Werner Gregoritsch den Sprung vom vorläufigen 27-Mann-Kader ins endgültige EM-Aufgebot, dann kann der Wiener beim kontinentalen Titelkampf mitmischen, obwohl er schon 22 Jahre alt ist. Die Regularien der UEFA sehen vor, dass auch Spieler teilnehmen dürfen, wenn sie zumindest zu Beginn des Wettbewerbs, also in der Qualifikation, noch unter 21 waren.

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Der Kader der SG Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Neuverpflichtungen zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader der SG Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Neuverpflichtungen zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. ©
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Mit der Reise auf die Apennin-Halbinsel würde für Horvath ein Traum wahr. Einer, dessen Erfüllung in Dresden in Gefahr geriet, denn nach einem passablen ersten Jahr in der 2. Bundesliga (20 Einsätze) kam er in der ersten Hälfte der Saison 2018/19 weder bei Uwe Neuhaus noch bei Interimstrainer Cristian Fiel und bei Maik Walpurgis zu Spielminuten in der Liga. Weil nach dem Trainingslager in Belek keine Besserung in Aussicht stand und Walpurgis besonders mit Horvaths Spiel gegen den Ball unzufrieden war, durfte der Österreicher für ein knappes halbes Jahr zurück in die Alpenrepublik, um Spielpraxis zu sammeln. „Sascha ist ein junger Spieler, für dessen Entwicklung es wichtig ist, dass er auf dem Platz steht und spielt – auch im Hinblick auf die U21-EM im Sommer. Mit der Leihe nach Innsbruck wollen wir ihm die Möglichkeit geben, sich entsprechend weiterzuentwickeln. Wir wissen um Saschas Potenzial, wünschen ihm für die kommende Rückrunde viel Erfolg und freuen uns auf seine Rückkehr zur neuen Saison“, sagte Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Minge damals.

Die Ausleihe brachte offenbar den gewünschten Effekt, denn Horvath kam in allen restlichen 14 Saisonspielen in der österreichischen Bundesliga zum Einsatz, stand zwölf Mal in der Startelf und bereitete fünf Tore vor. Der Flügelspieler, der auf beiden Seiten offensiv eingesetzt werden kann, durfte überwiegend als Linksaußen ran. Den Abstieg des erst 2018 aufgestiegenen Neulings FC Wacker konnte aber auch er nicht verhindern. Trotzdem berief Gregoritsch den kleinen Dribbler ins vorläufige Aufgebot für die U21-EM und lud ihn nach Bad Tatzmannsdorf ins Burgenland ein. Hier gibt der Coach, der immer Kontakt zu Horvath hielt, heute den EM-Kader bekannt, mit dem er am 11. Juni noch mal gegen Frankreich testen will. Horvath ist zuversichtlich, Gregoritschs Cut zu überstehen: „Ich glaube, dass er mich mag und auf mich baut“, erklärte er bereits im Januar in Belek.

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Ist die EM, bei der die Austria-Auswahl in der Gruppe G gegen Serbien, Russland, Armenien, Nordmazedonien und Gibraltar antreten muss, vorüber, soll Horvath nach einer Urlaubspause wieder in Dresden aufschlagen. Hier ist er noch immer fest eingeplant, wie Chefscout Kristian Walter jüngst der „Sächsischen Zeitung“ bestätigte. Fakt und kein Fake ist ohnehin, dass Horvath in Elbflorenz noch einen Vertrag bis 2021 besitzt und sich in der 2. Liga Österreich sportlich kaum weiterentwickeln könnte.

In einer offensiver und mehr auf Ballbesitz ausgerichteten Mannschaft des mittlerweile zum Cheftrainer beförderten Fiel stehen seine Chancen auf Einsatzzeiten sicher besser als noch unter dem eher defensiv denkenden Walpurgis. Vielleicht behält der erfahrene Neuhaus ja doch recht mit seiner früheren Prognose zu Horvath: „Ich bin mir sicher, dass er noch durchstarten wird.“ Der Wiener sei „ein extrem talentierter Spieler“. Bei der U21-EM kann Horvat beweisen, was er kann. Wenn er heute Abend die dafür nötige Fahrkarte von Gregoritsch in Händen hält.

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