01. März 2020 / 14:04 Uhr

Dynamo Dresdens Schmidt bremst nach Auswärtssieg: „Nur ein kleiner Schritt“

Dynamo Dresdens Schmidt bremst nach Auswärtssieg: „Nur ein kleiner Schritt“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dynamo Dresdens Patrick Schmidt jubelt über seinen Treffer zum 1:1 gegen den SSV Jahn Regensburg.  
Dynamo Dresdens Patrick Schmidt jubelt über seinen Treffer zum 1:1 gegen den SSV Jahn Regensburg.   © dpa
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Der Sieg in Regensburg gibt Hoffnung, doch Dynamo Dresdens Spieler und Trainer bremsen aufkommende Euphorie. Denn wieder wurde eine Halbzeit verschlafen. Der zweite Durchgang aber zeigt den Weg für die nächsten Wochen.

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Dresden. Die Hoffnung ist zurück. Nach dem Nackenschlag eine Woche zuvor durch die Niederlage gegen Bochum sorgte der erste Auswärtssieg bei Dynamo Dresden schnell für eine deutliche Stimmungsaufhellung. „Das war natürlich eine große Erleichterung“, gab Patrick Schmidt nach dem 2:1 in Regensburg zu. Der Angreifer war mit einem Tor und einer Vorlage enorm daran beteiligt, dass Dynamo wieder etwas mehr Hoffnung im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga schöpfen kann. Weil der direkte Konkurrent Karlsruher SC zeitgleich verlor, verringerten die Sachsen auch den Abstand auf den Relegationsrang. Dennoch warnte Schmidt: „Es war ein erster Schritt. Wir müssen jetzt nachlegen und dann, wenn wir eine kleine Serie gestartet haben, dann können wir auch auf die anderen schauen.“

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Auswärtssieg bei Jahn Regensburg! Dynamo Dresden dreht das Spiel beim Jahn und feiert mit dem 1:2 den ersten Auswärtssieg in dieser Saison. Zur Galerie
Auswärtssieg bei Jahn Regensburg! Dynamo Dresden dreht das Spiel beim Jahn und feiert mit dem 1:2 den ersten Auswärtssieg in dieser Saison. © dpa

Auch Markus Kauczinski verbietet sich jegliche Prognosen und Wasserstandsmeldungen. Der 50-Jährige forderte nach seinem zweiten Sieg als Trainer der abstiegsbedrohten Sachsen mehr Sachlichkeit. „Gestern warst du tot, heute lebst du wieder“, sagte Kauczinski. „Ich habe immer gesagt, es geht bis zum Schluss. Es ist im Fußball vieles möglich und da dreht sich noch viel.“ Mit dem ersten Auswärtssieg nach 333 Tagen ist dennoch ein kleiner Schritt hin zum Klassenverbleib gelungen. Nun soll ausgerechnet im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue der nächste folgen. Die Partie gegen den sächsischen Konkurrenten soll der Anfang einer kleinen Serie werden.

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(1) Kevin Broll: In der 10. Minute muss er erstmals einen gefährlichen Abschluss der Gastgeber parieren, da die Dynamo-Abwehr trotz Überzahl nicht klären kann und Andreas Albers so zum Torschuss kommt. In der 14. Minute pariert er einen Kopfball von Seydel, eine Minute später den erneuten Abschluss von Albers. Starke Parade bei einem Schuss in der 25. Minute gegen Benedikt Saller, der es aus der Distanz versucht. Im zweiten Durchgang wie gehabt immer wieder unter Beschuss, in der 48. Minute muss er erstmals zupacken. Beim 0:1 durch Wekesser in der 62. Minute kann er nicht viel machen. Note: 2,5 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: In der 10. Minute muss er erstmals einen gefährlichen Abschluss der Gastgeber parieren, da die Dynamo-Abwehr trotz Überzahl nicht klären kann und Andreas Albers so zum Torschuss kommt. In der 14. Minute pariert er einen Kopfball von Seydel, eine Minute später den erneuten Abschluss von Albers. Starke Parade bei einem Schuss in der 25. Minute gegen Benedikt Saller, der es aus der Distanz versucht. Im zweiten Durchgang wie gehabt immer wieder unter Beschuss, in der 48. Minute muss er erstmals zupacken. Beim 0:1 durch Wekesser in der 62. Minute kann er nicht viel machen. Note: 2,5 ©

Nach der 1:4-Pleite im Hinspiel sinnt Dynamo ohnehin auf Revanche. Denn nicht nur die Höhe, auch die Folgen dieser Niederlage wirken nach. Sie war das Ende einer Serie von fünf ungeschlagenen Spielen. Im Nachgang stürzte eine völlig verunsicherte Dynamo-Mannschaft bis ans Tabellenende und kam nicht mehr heraus. Für genug Motivation sollte beim achtmaligen DDR-Meister also gesorgt sein. Nun gilt es den Schwung und ein Stück wiedergewonnene Leichtigkeit mit in die kommende Trainingswoche zu nehmen. Genug Arbeit gibt es für Kauczinski noch immer.

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Denn wie bereits in den Wochen zuvor brauchte Dynamo auch in Regensburg eine komplette Halbzeit, um Zugriff zum Spiel zu erlangen. „Irgendwie ist es typisch, dass wir erst das Tor kassieren und dann erst anfangen richtig Druck zu machen“, resümierte Schmidt. Dennoch sei der 26 Jahre alte Angreifer „mega stolz“ auf die Einstellung seiner Mitspieler. „Ich habe gespürt, dass wir daran glauben. Die Einstellung passt, weil wir in den letzten Wochen nach einem Rückstand fast immer zurückgekommen sind, auch wenn da die Ergebnisse ausblieben.“

Dynamo hat nichts mehr zu verlieren. Genau diese Einstellung legte das Schlusslicht in Regensburg in den zweiten 45 Minuten auf den Platz. Sie haben den Weg gezeigt, wie es auch in den verbleibenden zehn Partien gehen kann. Den Schlüssel für 90 Minuten muss Kauczinski noch finden. „Einfach Leinen los und dann wird man sehen, was passiert“, sagte sich Dynamos Coach.

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