29. Juni 2020 / 08:08 Uhr

Dynamo Dresdens Tim Boss: Zweitliga-Debüt zum Abgesang

Dynamo Dresdens Tim Boss: Zweitliga-Debüt zum Abgesang

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
In seinem wahrscheinlich letzten Spiel für Dynamo feierte Tim Boss sein Zweitliga-Debüt.
In seinem wahrscheinlich letzten Spiel für Dynamo feierte Tim Boss sein Zweitliga-Debüt. © Dennis Hetzschold
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Zwei ganze Jahre saß Tim Boss auf der Bank von Dynamo Dresden. Ausgerechnet im letzten Spiel vor dem Abstieg in die 3. Liga war es dann soweit: Der Keeper durfte von Beginn an ran, gab sein Debüt in der 2. Bundesliga.

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Dresden.Mit großen Ambitionen war Tim Boss vor zwei Jahren von Fortuna Köln zu Dynamo Dresden gekommen. Doch der Torwart schaffte an der Elbe nie den Durchbruch, hatte hinter den Stammkeepern Markus Schubert und Kevin Broll sowie meist auch hinter Ersatzmann Patrick Wiegers das Nachsehen – bis zum Sonntag. An seinem 27. Geburtstag erhielt der 1,86 Meter große Rheinländer von Cheftrainer Markus Kauczinski ein ganz besonderes Geschenk: sein langersehntes Zweitliga-Debüt.

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Im vorerst letzten Zweitligaspiel schenkt Dynamo Dresden eine 2:0-Führung aus der Hand und steigt mit einem 2:2 gegen Osnabrück in Liga 3 ab. Zur Galerie
Im vorerst letzten Zweitligaspiel schenkt Dynamo Dresden eine 2:0-Führung aus der Hand und steigt mit einem 2:2 gegen Osnabrück in Liga 3 ab. ©

„Ich habe mich gefreut, 90 Minuten spielen zu dürfen. Es war mein erstes Spiel für Dynamo – leider nach zwei Jahren viel zu spät für mich“, gibt der Schlussmann zu. Denn die Zeichen stehen auf Abschied. „Die Zeit hier war, wie sie war. Jetzt muss man ein Fazit ziehen und schauen, wie es weitergeht“, so Boss. Zwar gebe es keine Entscheidung über eine Vertragsverlängerung, allerdings auch keine Gespräche mit dem Verein. Folglich schaue er sich nach Alternativen um.

"Ein Sinnbild der Saison"

„Wie die letzten zwei Jahre gelaufen sind, muss ich sagen, dass es für mich positiver weitergehen muss. Das war für mich nicht zufriedenstellend. Da muss man die Gespräche ehrlich führen, Perspektiven ausloten“, erklärt der gebürtige Kölner, der einst als bester Drittligakeeper gefeiert worden war.

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An den beiden späten Gegentreffern der Osnabrücker zum 2:2 hatte Boss keine Aktie. Dass er sein wohl einziges Pflichtspiel im Dresdner Dress nicht gewinnen konnte, wurmt ihn: „Das war bitter. Ein Sinnbild der Saison. Dass wir unsere 2:0-Führung am Ende aus der Hand gegeben haben, war unnötig.“ Dennoch fand er zum Schluss warme Worte: „Ich wünsche diesem Verein das Beste, weil die Fans das einfach verdient haben und der Verein in die 2. Liga gehört. Das ist Fakt!“