30. Mai 2020 / 11:59 Uhr

Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski stellt sich hinter Geschäftsführer Ralf Minge

Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski stellt sich hinter Geschäftsführer Ralf Minge

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski würde gern weiter mit Geschäftsführer Ralf Minge zusammenarbeiten. 
Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski würde gern weiter mit Geschäftsführer Ralf Minge zusammenarbeiten.  © Steffen Manig
Anzeige

Der 50-jährige Übungsleiter der Schwarz-gelben wünscht sich eine Fortsetzung von Minges Engagement. Bisher haben sich der Aufsichtsrat des Vereins und sein Geschäftsführer noch nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen können. 

Dresden. Tabellenschlusslicht, Corona-Quarantäne, Blitz-Vorbereitung, Mammutprogramm: Als sei die Situation von Dynamo Dresden nicht schon verzwickt genug, rumort es intern. Und dabei geht es ausgerechnet um die sportliche Leitung. Obwohl es schon seit Monaten auf der Agenda steht, haben sich der Aufsichtsrat des Vereins und Geschäftsführer Ralf Minge noch nicht auf dessen Vertragsverlängerung einigen können. Damit würde der Kontrakt zum 30. Juni 2020 auslaufen und die Zeichen stünden auf Abschied dieses verdienstvollen Dresdner Ex-Spielers und Funktionärs.

DURCHKLICKEN: Bilder aus der Karriere von Ralf Minge

08. Juni 1985: Dynamo Dresden gewinnt den FDGB-Pokal gegen den BFC Dynamo.Es jubeln: Hans-Uwe Pilz, Hans Jürgen Dörner, Ralf Minge, Matthias Döschner und Reinhard Häfner (v.r.n.l.). Zur Galerie
08. Juni 1985: Dynamo Dresden gewinnt den FDGB-Pokal gegen den BFC Dynamo.Es jubeln: Hans-Uwe Pilz, Hans Jürgen Dörner, Ralf Minge, Matthias Döschner und Reinhard Häfner (v.r.n.l.). ©

Das hatte in dieser Woche, wo der Fokus eigentlich komplett auf der Vorbereitung für die anstehenden Englischen Wochen in der 2. Fußball-Bundesliga liegen sollte, in den Medien hohe Wellen geschlagen und war natürlich auch zu den Profis und ihren Betreuern durchgedrungen. Nun bekam Minge Rückendeckung von einer der wichtigsten Personalien, die er zu verantworten hat: Trainer Markus Kauczinski, den der Sportgeschäftsführer vor einem knappen halben Jahr an die Elbe gelotst hatte, stellte sich auf der Pressekonferenz vorm Punktspiel gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 13.30 Uhr) hinter seinen Boss und betonte dessen enorme Bedeutung für die SGD.

„Ralf ist für die Mannschaft und mich ein absoluter Ansprechpartner. Er ist die Vertrauensperson im Verein. Auch nach draußen hin ist der das Gesicht von Dynamo Dresden. Und das ist er auch für mich. Er ist derjenige, der alles zusammenhält, der immer für uns da ist. Und deswegen hoffe ich natürlich, dass sich die Dinge auflösen“, wünscht sich der 50-jährige Kauczinski eine Fortsetzung von Minges Engagement und geht auch davon aus, dass beide Seiten nach vernünftigem Gespräch zu einem Ergebnis kommen: „Das sind erwachsene Menschen. Dann wird man sehen, welcher Weg beschritten wird.“

Anzeige
Mehr zur SG Dynamo Dresden

Derzeit stecke Minge voll in den Planungen für die nächste Saison, die aufgrund der sportlichen Situation parallel für die 2. und im Abstiegsfall auch für die 3. Liga laufen müssen. Doch nicht nur die künftige Spielklasse der Schwarz-Gelben sei unklar, sondern bedingt dadurch auch die Höhe des Budgets. Markus Kauczinski gibt zu: „Da gibt es mehr Fragen als Antworten. Auch Fragen, die Ralf nicht beantworten kann. Aber wir sind im Austausch und sind dabei, für alles, was da kommt, gerüstet zu sein. Und da ist Ralf mittendrin, egal wie es jetzt weitergeht.“ Bekanntermaßen macht Minge dabei nach seiner jahrzehntelangen Vereinszugehörigkeit nicht nur Dienst nach Vorschrift, sondern agiert mit viel Herzblut.

Der Chefcoach vertraut dem 59-jährigen Minge voll und ganz: „Er ist alt genug, er ist erwachsen, er ist sehr erfahren, was das angeht, auch seine eigene Meinung zu vertreten mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat zusammen.“ Und Markus Kauczinski sieht in Ralf Minge ein wichtiges Puzzleteil auf dem Weg zum gemeinsamen Erfolg: „Ich kann nur sagen, dass es eine super Zusammenarbeit ist und dass er eine große Stütze ist für uns alle. Und dass er auch in dieser stressigen Zeit jemand ist, der immer für einen da ist und der einem auch das nötige Vertrauen und den möglichen Rückhalt gibt, hier eine gute Arbeit zu leisten.“ Gerade Letzteres ist aktuell wichtiger denn je.