21. Januar 2022 / 17:22 Uhr

Dynamo Dresdens Trainer Schmidt warnt vor Hannovers Umschaltspiel

Dynamo Dresdens Trainer Schmidt warnt vor Hannovers Umschaltspiel

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Alexander Schmidt, Cheftrainer der SG Dynamo Dresden
Dynamo Dresdens Cheftrainer Alexander Schmidt muss für das Hannover-Spiel einen Ersatz für Abwehrorganisator Michael Sollbauer finden. © Steffen Manig
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Der Coach der Sachsen hofft, dass seine Truppe am Sonntag in der HDI-Arena lange die Null hält und dann punktet. Verzichten muss er dabei auf Abwehrchef Michael Sollbauer.

Dresden. Das 3:0 der Hannoveraner am Mittwoch im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach hat es noch einmal gezeigt: Die Niedersachsen stehen zwar derzeit nur auf Rang 12 der 2. Fußball-Bundesliga, doch der ehemalige Erstligist besitzt noch immer viel Potenzial. Umso mehr warnt Dynamo Dresdens Trainer Alexander Schmidt vor dem Sonntagsgastspiel seiner Mannschaft an der Leine davor, die 96er am Ende einer englischen Woche auch nur einen kleinen Deut zu unterschätzen. Dass die Truppe von Trainer Christoph Dabrowski nach der Energieleistung gegen die "Fohlen" müde sein könnte, glaubt Schmidt nicht. "Ich glaube zwar, dass es kein Nachteil ist, dass Hannover am Mittwoch gespielt hat, aber die Pause ist ausreichend lang, um gut zu regenerieren", so der Dresdner Coach.

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Er hat den kommenden Gegner am Mittwoch selbst im Pokal beobachtet und stellte dabei fest: "Es gab die Erkenntnis, dass Borussia Mönchengladbach relativ pomadig gespielt hat." Das dürfe sich Dynamo in der HDI-Arena nicht leisten, denn Hannover sei eine "extrem gute Umschaltmannschaft", die Innenverteidigung sehr gut und kopfballstark. "Das wird ein harter Brocken", so Schmidt. Jeder müsse wissen, "dass es - wenn wir ein paar Prozente nachlassen - sehr schwer wird".

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Keinesfalls dürfe man früh in Rückstand geraten, wie es den Gladbachern passiert ist. Eine Einstellung, wie sie sich einige Spieler beim 0:3 im Test gegen Jena geleistet hatten, dürfe kein Dresdner Profi an den Tag legen. Schmidt hofft, dass seine Appelle unter der Woche geholfen haben: "Ich habe mit dem einen oder anderen Spieler ein ernstes Gespräch geführt." Deren Leistung "hat mir nicht gefallen, aber das Ding ist abgehakt", so Schmidt. Maßstab für die Partie in Hannover sei das forsche, beherzte Auftreten im letzten Ligaspiel beim 1:1 gegen den HSV.

Wer ersetzt Sollbauer?

Gelingt es wieder, dass eigene druckvolle Spiel aufzuziehen, dann ist Hannover schlagbar. Dafür spricht nicht nur das 2:0 der Dresdner im Hinspiel, wenngleich damals noch Jan Zimmermann Trainer der 96er war. Schmidt weiß, wo die Niedersachsen anfällig sind, wollte deren Defizite aber nicht aufzählen. Er sagte auf der Online-Pressekonferenz am Freitagnachmittag nur: "Man hat in Rostock auch gesehen, dass sie ihre Schwächen haben." Hansa habe nur unglücklich 0:1 gegen die Gäste verloren.

Wichtig wird sein, wie Dynamo den Ausfall von Abwehrorganisator Michael Sollbauer (5. Gelbe Karte) kompensieren kann. Der Österreicher war bisher eine Bank, in allen Spielen dabei. Ex-Kapitän Sebastian Mai (Trainingsrückstand) kann ihn in der Innenverteidigung noch nicht ersetzen, wahrscheinlich rückt Michael Akoto von der rechten Außenposition der Viererkette ins Zentrum, Paul Will neu ins Team oder gar Kapitän Yannick Stark von der Sechserposition zurück. Schmidt verkniff sich nähere Äußerungen dazu, wie nicht anders zu erwarten war.