08. Mai 2022 / 09:35 Uhr

Dynamo Dresdens U17 mit unglücklichem Pokalaus gegen RB Leipzig

Dynamo Dresdens U17 mit unglücklichem Pokalaus gegen RB Leipzig

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo Dresdens U17 verliert gegen die U17 von RB Leipzig.
Dynamo Dresdens U17 verliert gegen die U17 von RB Leipzig. © Steffen Manig/Archiv
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Die Schwarz-Gelben gehen auswärts sehr früh in Führung und haben die besseren Chancen, hadern dann aber mit Schiedsrichter-Entscheidungen. Dennoch kann der Trainer ein positives Saisonfazit ziehen.

Dresden. Dynamo Dresdens B-Junioren müssen ihren Traum vom Sachsenpokal-Endspiel begraben. Am Samstagnachmittag verloren sie im Halbfinale bei RB Leipzig trotz in der ersten Spielminute erzielter Führung noch mit 1:3. „Eine unglückliche Niederlage. So klar wie das Ergebnis war das Spiel nicht. Es hätte auch andersherum ausgehen können, wenn man es etwas konsequenter vorm Tor macht. Wir hatten viel Kontrolle, haben wenig Chancen zugelassen. Es war ein tolles Spiel von uns“, fasste Trainer Oliver Heine das Geschehen zusammen.

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Dynamo hat Ausgleich auf dem Fuß

Kurzfristig musste er auf Lennart Becker verzichten, der sich am Morgen krankgemeldet hatte. Im Duell der U17-Bundesligisten ging Heines Mannschaft am Leipziger Cottaweg dann aber gleich vom eigenen Anstoß weg in Führung. Als die Rasenballer nach wenigen Sekunden in den Ballbesitz kamen, starteten die Schwarz-Gelben ihr Gegenpressing. Oskar Ohnesorge erkämpfte den Ball, zog in den Strafraum und legte quer. Owen Warneck netzte zum 1:0 (1.) ein und sorgte für einen Traumstart der SGD, die dann allerdings ein paar Chancen ungenutzt ließ und nicht nachlegen konnte.

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Und so fiel bereits in der 11. Minute der Ausgleich. Torwart Johannes Endmann angelte sich mit beiden Händen eine Flanke, doch durch einen Körperkontakt fiel der Ball herunter und RB-Kapitän Simon Schierack schob ihn ins leere Tor ein. Allerdings blieb die Pfeife von Schiedsrichter Dirk Meißner stumm. „Aus unserer Sicht eine glasklare Fehlentscheidung“, ärgerte sich Oliver Heine und haderte auch mit der Entstehung von Tim Meyers Strafstoßtor zum 1:2 (29.): „Einer dieser Handelfmeter, die eben nach den aktuellen Regeln gepfiffen werden. Nach einer Flanke sprang der Ball Friedrich Müller aus Nahdistanz an die Hand, er konnte gar nichts anderes tun.“

Und so liefen die Dresdner 50 Minuten lang einem Rückstand hinterher. Sie hatten aus dem Spiel heraus auch weiterhin die größeren Chancen, schnupperten mehrfach am Ausgleichstreffer. Allein Emil Zeil hatte zweimal das 2:2 auf dem Fuß: Einen Fernschuss kratzte Silas Prüfrock noch von der Linie, später schoss Dynamos Mittelfeldmann aus Nahdistanz den RB-Torwart an. Die Hausherren operierten unterdessen mit vielen langen Bällen. Sie hatten zwar viel Ballbesitz, aber keine Idee, die Dynamos zu knacken. Erst als sie gegen Ende alles nach vorn warfen und hinten aufmachten, mussten sie Maximilian Kummers Kontertor zum 1:3-Endstand hinnehmen (72.).

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"Viele Jungs haben sich sehr gut entwickelt"

Damit ist die Pflichtspielsaison vorbei. Am kommenden Sonnabend um 11 Uhr gastieren die Schwarz-Gelben noch zu einem Testspiel beim 1. FC Köln. „Wenn wir im Pokal weitgekommen wären, hätten wir erst Ende Mai das Finale gespielt. Also war das Ziel, im Spielrhythmus zu bleiben. Nun machen wir das Spiel natürlich trotzdem, weil die Saison kurz genug war. Es wurde ja nur eine einfache Runde gespielt. Insofern ist es schön, sich jetzt noch mal mit einem West-Bundesligisten zu messen“, erklärte Oliver Heine und lobte die Rheinländer: „Die Nachwuchsarbeit in Köln ist aus meiner Sicht eine der besten in Deutschland. Sie hat eine hohe Durchlässigkeit für die Spieler in den Profibereich.“

Doch auch die Ergebnisse der Dresdner lassen sich sehen. Die U17-Bundesliga Nord/Nordost schlossen sie als Siebenter ab. „Mit den Niederlagen gegen Chemnitz und Jena haben wir im April zwei Spiele verschenkt. Sonst wären wir in der Tabelle sogar Vierter gewesen – und beste sächsische Mannschaft vor Chemnitz und RB. Da sind wir vielleicht etwas unruhig geworden durch die ständig wechselnden Kadersituationen. Und ein bisschen nachlässig, weil es zu gut lief“, sagte Oliver Heine, der aber ansonsten ein durchweg positives Gesamtfazit ziehen konnte.

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„Wenn man als Dynamo im B-Jugend-Bereich nichts mit dem Abstieg zu tun hat, ist das immer ein Erfolg. Wir haben eine sehr stabile U17-Saison gespielt und auch in den drei Pokalspielen gegen Lok Leipzig, Aue und RB Leipzig unsere Aufgabe gemacht. Viele Jungs haben sich sehr gut entwickelt, das ist das Wichtigste. Zudem hatten wir sieben Spieler des jüngeren Jahrgangs kontinuierlich in der U17. Die werden bleiben und bilden ein gutes Grundgerüst für die nächste Saison“, bilanzierte Trainer Oliver Heine, der damit auch einen optimistischen Ausblick auf 2022/23 gab: „Ich glaube, dass wir dann eine ordentliche Mannschaft haben, mit der wir wieder eine stabile Saison spielen können!“

Dynamo Dresden: Endmann – M. Krause (72. Heße), Lange, Wetschka, Müller – Warneck (72. Ammar), Hasanovic (64. Göpfert), Zeil – Akaegbobi, Ohnesorge (54. Grafe), Menzel (64. Aazem)

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