10. April 2021 / 11:34 Uhr

Dynamo Dresdens Yannick Stark: Aufstieg „das Schönste, was es gibt“

Dynamo Dresdens Yannick Stark: Aufstieg „das Schönste, was es gibt“

Caroline Grossmann und Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Yannick Stark (Mitte) trainierte am Freitag mit Dynamo, damit am Sonntag gegen Haching alles passt.
Yannick Stark (Mitte) trainierte am Freitag mit Dynamo, damit am Sonntag gegen Haching alles passt. © Steffen Manig
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Der Routinier der Schwarz-Gelben will in dieser Saison mit aller Macht das große Ziel erreichen. Am Sonntag muss dafür ein Sieg beim Tabellenschlusslicht in Unterhaching her.

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Dresden. Er weiß, wie Aufsteigen geht. Vor zehn Jahren schaffte Yannick Stark mit dem SV Darmstadt den Sprung in die 3. Liga, 2015 kam er dann mit den „Lilien“ sogar in der Bundesliga an. „Wir sind damals lange unter dem Radar geflogen, konnten immer die Rolle wegschieben, waren ein bisschen der Wolf im Schafspelz. Keiner hatte uns so richtig auf der Rechnung und es hieß immer, dass wir schon noch einbrechen. Aber wir haben durchgezogen“, erinnert sich der Mittelfeldmann, der im vergangenen Sommer aus seiner hessischen Heimat zur Sportgemeinschaft wechselte.

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Stark: Jeder hofft jeden Spieltag, dass wir stolpern."

Mit Dynamo ist die Situation allerdings anders. „Jeder hofft jeden Spieltag, dass wir stolpern, jeder will uns irgendwie verlieren sehen.“ Das Ziel aber bleibt gleich: eine Liga weiter nach oben zu klettern. Der 30-Jährige berichtet: „Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass das das Schönste ist, was es gibt und was man als Sportler erreichen kann – zumindest auf unserer Ebene, wo man nicht um Deutsche Meisterschaften, Champions-League-Pokale oder Weltmeister-Pokale spielt. Dafür lohnt es sich auf jeden Fall, jetzt zu kämpfen und die letzten Spiele alles reinzuhauen!“

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Auch der gebürtige Darmstädter will natürlich im Endspurt seinen Teil beitragen. Im Februar fehlte er einige Wochen wegen einer Schulterverletzung. Weil sich Paul Will und Julius Kade im Mittelfeld eingespielt hatten, schaffte es der Routinier auch im März zunächst nicht wieder in die Startelf, kam nur zu zwei Kurzeinsätzen. Am Ostersonntag beim 0:0 gegen Hansa Rostock durfte er dann wieder von Beginn an ran. „Ich würde behaupten, dass ich die Belastung gegen Rostock gut weggesteckt habe“, sagt Yannick Stark.



„Ich bin fit und konnte zum Glück unmittelbar nach der Schulterverletzung wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Das heißt, dass ich konditionell wenig aufzuholen hatte. Das Testspiel gegen Jena hat mir auch sehr gutgetan, da konnte ich über 90 Minuten gehen und mich wieder an die Belastung gewöhnen“, erzählt der Hesse. Cheftrainer Markus Kauczinski bestätigt das: „Er hat sich zurückgekämpft, ist jetzt zu hundert Prozent wieder da. Und er ist jemand, der einen mit seiner Leistung stabiler machen kann.“

Jede Partie ist ein Endspiel

Diese Stabilität ist in den letzten Wochen der Saison ein wichtiger Faktor. Wer jetzt nachlässt, könnte am Ende im engen Aufstiegskampf als Verlierer dastehen. Aktuell stehen die Schwarz-Gelben bei 59 Punkten. Wie viele brauchen sie noch? „Ich will mich da nicht an irgendwelchen Hochrechnungen beteiligen. Ich habe mal gelesen, dass 74 Punkte wohl immer zum Aufstieg gereicht haben. Das wären jetzt für uns noch fünf Siege aus acht Spielen. Darauf wollte ich mich jetzt aber nicht verlassen, wir gehen lieber jedes Spiel als Endspiel an“, möchte Stark auf Nummer Sicher gehen.

Am Sonntag (14 Uhr) steht ein solches Endspiel beim Tabellenletzten an. Nach vier erfolglosen Versuchen in dieser Saison – einer in Ingolstadt, drei in München – wollen die Dresdner endlich die ersten Tore und Punkte in Oberbayern einfahren. „Dass das keine einfache Aufgabe wird, wissen wir aus dem Hinspiel. Da hatten wir gerade nach der Halbzeit eine Phase, in der wir von den Hachingern ganz schön in die Defensive gedrängt wurden und wo man deren Qualität gesehen hat“, erinnert sich Yannick Stark an den 2:0-Heimsieg vom November.

Offensive soll gegen Unterhaching wieder zünden

Doch die Dynamos sind natürlich selbstbewusst. „Die Tabelle lügt bekanntlich nie. Nach 30 Spieltagen kann man dann schon sehen, dass wir, wenn wir oben stehen, einiges richtig gemacht haben. Unser Ziel und Anspruch ist es, dass man das jetzt am Sonntag sieht“, powert Stark, der von 2013 bis Anfang 2015 beim Hachinger Ortsnachbarn 1860 München unter Vertrag stand. Und nach zwei torlosen Spielen geht er auch davon aus, dass es gegen die Spielvereinigung in Dresdens Offensive wieder läuft: „Ich bin zuversichtlich, dass wir da wieder an alte Zeiten anknüpfen können.“