22. September 2022 / 10:13 Uhr

Zeitung enthüllt E-Mails: Was Lionel Messi offenbar für einen Verbleib beim FC Barcelona forderte

Zeitung enthüllt E-Mails: Was Lionel Messi offenbar für einen Verbleib beim FC Barcelona forderte

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der heutige PSG-Star Lionel Messi verkündete 2021 unter Tränen seinen Abschied vom FC Barcelona.
Der heutige PSG-Star Lionel Messi verkündete 2021 unter Tränen seinen Abschied vom FC Barcelona. © Getty Images (Montage)
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Der Abschied von Lionel Messi vom FC Barcelona lief nicht ohne Störgeräusche ab - und hallt noch immer nach. Die spanische Zeitung "El Mundo" veröffentlichte Dokumente, die unter anderem belegen sollen, welche Forderungen der Argentinier an den Klub stellte, um einen neuen Vertrag zu unterzeichnen.

Pikante Details zu einem der spektakulärsten Wechsel der letzten Jahre. 2021 verließ Lionel Messi tatsächlich den FC Barcelona - ein Szenario, das jahrelang als unmöglich galt und vor allem bei den Fans der Katalanen für Wut und Trauer sorgte. Dass der Argentinier nach über 20 Jahren im Klub seinen Vertrag nicht verlängerte, lag allerdings offenbar auch an horrenden Forderungen des Superstars, die der hochverschuldete Verein nicht erfüllen konnte oder wollte.

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Die spanische Tagezeitung El Mundo veröffentliche unter anderem E-Mails, die zwischen dem damaligen Klub-Präsidenten Josep Maria Bartomeu und Jorge Messi, Vater und Berater des siebenmaligen Ballon-d'Or-Gewinners, verschickt worden sein sollen. Demzufolge sei Bartomeu gewillt gewesen, Messi einen neuen Vertrag anzubieten, um die Klub-Ikone in Barcelona zu halten.

Auch Messi soll dies nicht ausgeschlossen haben, ließ jedoch offenbar in den Mails eine ganze Liste an Bedingungen übermitteln, die für seine Unterschrift unter dem neuen Arbeitspapier hätten erfüllt werden müssen. So wollte er allein für die Unterzeichnung des Kontraktes angeblich ein Handgeld von 10 Millionen Euro. Außerdem wurden drei Prozent Zinsen auf die Rückzahlung der Gehaltskürzungen während der Pandemie gefordert, zudem die Zusicherung einer Gehaltsteigerung für den Fall von künftigen Steuererhöhungen. Verträge in Spanien müssen verpflichtend eine Ausstiegsklausel mit festgeschriebener Ablösesumme beinhalten. Diese sollte eher symbolischen Charakter haben und 10.000 Euro betragen, statt der zuvor 700 Millionen Euro, die Kauf-Interessenten abschrecken sollten.

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Auch ein paar private Privilegien versuchte die Messi-Seite wohl für den Offensiv-Künstler rauszuschlagen. So soll eine eigene VIP-Loge im Camp Nou sowie die Bereitstellung eines Fluges in die Heimat über Weihnachten für Messis Familie und die von Kumpel und Ex-Teamkollege Luis Suarez gefordert worden sein. Der Ausgang der Verhandlungen ist bekannt. Die Vertragsverlängerung kam nicht zustande und Messi wechselte ablösefrei zum zahlungskräftigen französischen Top-Klub Paris Saint-Germain.

Der FC Barcelona drückte als Reaktion auf die Veröffentlichungen in einer Klub-Mitteilung seine "Empörung über die absichtliche Weitergabe von Informationen aus" und kündigte rechtliche Schritte gegen El Mundo an. Die Verwendung der Inhalte sei "ein Affront gegen den Ruf und die Vertraulichkeit des Klubs". Die Richtigkeit der Inhalte bestritt der Klub indes nicht.