21. Februar 2021 / 17:38 Uhr

Ebner bringt Nordhorn zur Verzweiflung: Recken gewinnen mit neun Toren Vorsprung

Ebner bringt Nordhorn zur Verzweiflung: Recken gewinnen mit neun Toren Vorsprung

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Recken-Torwart Domenico Ebner hielt gegen Nordhorn überragend.
Recken-Torwart Domenico Ebner hielt gegen Nordhorn überragend. © Florian Petrow
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Die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf setzen sich im wichtigen Spiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen durch. Am Ende siegen die Recken deutlich mit 31:22 (18:14). Zwischenzeitlich blieb Torwart Domenico Ebner über zwölf Minuten ohne Gegentreffer.

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Fabian Böhm hat es zweimal geschrien und die laute Musik in der ZAG-Arena noch übertönt. „Seid aggressiv“, brüllte der Recken-Kapitän. Und das war die TSV Hannover-Burgdorf, sie schlug die HSG Nordhorn-Lingen in der Handball-Bundesliga mit 31:22 (18:14). Durch den ersten Erfolg in diesem Jahr nach drei Niederlagen sind die Recken die sportlichen Sorgen einstweilen los.  

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Trainer Carlos Ortega überraschte zu Beginn wieder mit Nejc Cehte als Rechtsaußen, er bot Masse auf gegen die robusten Gäste. In einer nervösen Anfangsphase ging Böhm voran. Er warf die ersten beiden Tore, langte kompromisslos zu, übernahm die Verantwortung. Als Geburtstagskind Alfred Jönsson das 8:5 markierte, schien etwas Ruhe einzukehren. Doch auf mehr als drei Tore konnten sich die Recken vorerst nicht absetzen. Die Gäste blieben diszipliniert, spielten ihre Angriffe aus, verschoben defensiv geschickt, ließen nur wenig einfache Tore zu.

Bilder zur Handball-Partie zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und der HSG Nordhorn-Lingen

Die Recken feiern den Sieg gegen Nordhorn. Zur Galerie
Die Recken feiern den Sieg gegen Nordhorn. ©

Weil jedoch TSV-Schlussmann Domenico Ebner gut hielt (sieben Paraden in Hälfte eins), kam Nordhorn nicht zum Ausgleich. Als der starke Ilija Brozovic zum 13:11 ins leere Tor der Gäste traf, knallte deren zurückgeeilter Keeper Bart Ravensbergen gegen den Pfosten. Dem Schmerz folgte die Wut, Ravensbergen malträtierte eine Werbebande.

Es tat nicht selten weh in dieser so wichtigen Partie. Beide Teams fassten ordentlich zu. In der 21. Minute lagen gleich drei Recken am Boden vor dem Nordhorner Kreis: Brozovic, Böhm und Vincent Büchner. Linksaußen Büchner stand zuletzt wieder, erzielte aber prompt das 15:11. Büchner leistete sich erst spät zwei Fehlwürfe und hatte stets ein wachsames Auge auf Nordhorns Torgarant Robert Weber. Auch diese Aufgabe löste er souverän.


Recken in dreifacher Unterzahl

Ein schöner Treffer von Veit Mävers sowie ein Gegenstoß über Cehte bescherten der TSV das Vier-Tore-Polster zur Halbzeit.

In die zweite Hälfte kam Johan Hansen als Rechtsaußen. Mit einer artistischen Einlage durch Evgeni Pevnov, Büchner aus sehr spitzem Winkel und einem abgefangenen Ball von Cehte bauten die Recken die Führung auf 21:14 aus. Dann wurde es kurios: Böhm, Pevnov und Cehte mussten nacheinander für zwei Minuten raus. Da musste auch der frühere Recken-Kreisläufer Dominik Kalafut schmunzeln. Am Ende lachten jedoch die Recken, sie überstanden diese Phase tatsächlich ohne Gegentreffer. Das war vorentscheidend.

Mehr zu den Recken

Jetzt war es recht still auf der HSG-Bank, die Gäste zeigten Wirkung. Während sich die Recken nun Zeit ließen und sogar ein wenig zauberten. Mävers setzte Hansen mit einem Kempa-Anspiel in Szene, dann traf Ivan Martinovic aus der Distanz zum 26:17. Spätestens jetzt hatten die Recken die Tür zum Tabellenkeller geschlossen.