06. Oktober 2021 / 19:07 Uhr

Abwehrspieler und Reiseführer: Bovenschen gibt bei den Indians die Richtung vor

Abwehrspieler und Reiseführer: Bovenschen gibt bei den Indians die Richtung vor

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Er geht bei den Indians und in Hannover voran: Nick Bovenschen (rechts).
Er geht bei den Indians und in Hannover voran: Nick Bovenschen (rechts). © Florian Petrow
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Nick Bovenschen gehört bei den Indians zu den Spielern, auf die sich die Augen richten. "Wir haben in dieser Saison eine tolle Truppe", sagt der 36-Jährige, der beim Oberligisten nicht nur ein wichtiger Abwehrspieler ist, sondern zugleich den Reiseführer für die neuen Spieler gibt.

Zwei Heimspiele, zwei Siege – das ist die Bilanz der Hannover Indians in der Oberliga. Jedoch: Eine Ehrenrunde gab es nur nach dem 3:2-Erfolg zum Saisonauftakt gegen die Crocodiles Hamburg. Und wie das zu Beginn bei einer Mannschaft mit vielen neuen Spielern ist: Diese gucken zu den bewährten Stammkräften und lassen sich zeigen, welches Ritual vor der Fankurve gewünscht ist – bei den Indians beispielsweise der Syrtaki-Tanz. So gehörte Nick Bovenschen zu den Spielern, auf die sich die Augen richteten – und nicht nur in dieser Szene gab er Takt und Weg vor.

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Es gehört zur guten Tradition beim ECH, dass Bovenschen während der Trainingswochen vor Saisonbeginn eine Art Reiseführer macht. „Das sind richtig schöne Touren, ich zeige den neuen Spielern dann Hannover“, berichtet der stets gut gelaunte Abwehrspieler, der für die Kabine sehr wichtig ist.

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Und wer jetzt denkt, es handelt sich um einen Streifzug durch die hannoverschen Kneipen, der irrt. Südstadt, Maschsee, City, Herrenhäuser Gärten oder sonstige schöne Ecken – Bovenschen, seit sechs Saisons ein Indianer, kennt Hannover bestens und lotet unterschiedliche Spaziergänge aus. „Das sind schöne Touren, die auch sechs Stunden dauern können“, sagt der 36-Jährige und berichtet von einer App, die mitzählt. „Wir sind an manchen Tagen auf 26 000 Schritte gekommen.“

Mit dabei sind jeweils Gruppen von zehn bis zwölf Spielern. „Ich merke auch, wie sich die Jungs freuen. Wir haben in dieser Saison eine tolle Truppe. Im Vorjahr war das Interesse an solch gemeinschaftlichen Dingen nicht so groß“, sagt Bovenschen. Sein Trainer weiß um die Aktion. „Ich finde das sehr gut. Das sorgt für Teamspirit“, so Lenny Soccio.

Bovenschen hat allen die Stadt gezeigt

Zu Saisonbeginn konnte Bovenschen seine Liste getrost abhaken. Jeder Spieler hatte mindestens einmal an einer Tour teilgenommen. Hannover und die einzelnen Stadtteile kennen nun vor allem die neuen Spieler bestens. Nun sollte auch für die nächste Ehrenrunde der Weg vorgezeichnet sein – und das ohne Reiseleiter Bovenschen.

Vielleicht gibt es eine weitere Gelegenheit schon am Freitag. Um 20 Uhr haben die Indians, die am Sonntag (19.30 Uhr) in Essen spielen, die Hammer Eisbären am Pferdeturm zu Gast.